Saisonstart für Berliner U16-Juniorinnen

Für die U16-Juniorinnen war es die erste gemeinsame Maßnahme der Saison. Foto: BFV.

Die BFV-U16-Juniorinnen-Auswahl starteten traditionell mit dem Drei-Länder-Turnier in Hennef in die neue Auswahlsaison.

Seit 2019 fahren die U16-Juniorinnen des Berliner Fußball-Verbandes als erste Maßnahme des Jahres in die Sportschule Hennef. Der viertägige Lehrgang eröffnete auch in diesem Jahr das erste Zusammenkommen der Landesauswahl nach den Sichtungen im Sommer. Im Zentrum des Lehrgangs standen die beiden Spiele im Drei-Länder-Turnier mit Mittelrhein und Niedersachsen. Neben den beiden Spielen wurden in zwei Einheiten auf den Rasenplätzen Spielprinzipien in Offensive und Defensive erarbeitet. Zudem wurde gemeinsam mit den anderen beiden Verbänden der Hennefer Kletterwald besucht.

23. September 2022: Niedersachsen – Berlin 2:1

Die spielstarken und athletischen Gegnerinnen aus Niedersachsen konnten die Berlinerinnen über weite Strecken der Partie durch kompaktes Defensivverhalten und eigene Ballbesitzphasen unter Kontrolle halten. Ganz zu verteidigen waren sie jedoch nicht immer, in den ersten beiden Dritteln konnte Torhüterin Martha Segert sich aber mehrfach auszeichnen und hielt auf Berliner Seite die Null. Das erste Tor der Partie fiel dann für die in Rot gekleideten Berlinerinnen: in einer Kontersituation konnte Miranda Ekeunga den Ball sichern und sich im Eins-Gegen-Eins durchsetzen, ihr raffinierter Chipball, aus 30 Metern über die Torhüterin legte sich gefühlvoll zum 1:0 in die Maschen (35.). Die Führung hielt allerdings nicht bis in die Pause: nach Berliner Ballverlust im Mittelfeld spielte Niedersachsen schnell durch die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidigung, die flache und scharfe Hereingabe erreichte die Berliner Innenverteidigung noch knapp vor der Angreiferin, konnte aber per Grätsche nur ins eigene Tor zum 1:1 klären (45.). Die Intensität des Spiels blieb bis zum Ende hoch: Niedersachsen drückte und konnte durch frühes Anlaufen viele Ballverluste erzwingen und immer wieder für brenzlige Situationen im Strafraum sorgen. Drei Minuten vor Spielende folgte dann die logische Konsequenz: eine gegnerische Ecke wurde nur kurz geklärt, den zweiten Ball nahm eine niedersächsische Mittelfeldspielerin auf und schloss sehenswert zum 2:1 für das Team aus dem Nordwesten der Republik ab.

24. September 2022: Mittelrhein – Berlin 1:0

Berlin war im zweiten Spiel zuversichtlich, den ersten gemeinsamen Sieg zu holen, und spielte sich von Beginn an sehr gute Chancen heraus. Miranda Ekeunga, Jolien Franeck, Selma Keune, Lara Schuhmacher, Chelsy Kengne und Emilia Eberle setzten sich immer wieder durch und kamen mehrfach zu Abschlüssen in aussichtsreicher Position, von denen allerdings keiner die gegnerische Torhüterin überwinden konnte. Nach torlosen 38 Minuten setzten die Gastgeberinnen aus Mittelrhein das erste Ausrufezeichen: eine Flanke von der rechten Seite wurde nicht konsequent im Berliner Strafraum verteidigt und der Torschuss der Mittelrheinischen Angreiferin senkte sich in den kurzen Winkel zum 1:0. Berlin spielte in der Folge weiter nach vorn, insbesondere im letzten Drittel des Spiels wurde hohes Risiko in der gegnerischen Hälfte gegangen – trotz vieler Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte und weiterer Torchancen ohne Ertrag. Auch eine Vollversammlung aller Spielerinnen zum Eckball im mittelrheinischen Strafraum in der Nachspielzeit sollte dies nicht mehr ändern. 

Verbandssportlehrer Falko Grothe fasst zusammen: „Im ersten Spiel hätten wir uns aufgrund des solidarischen Spiels gegen den Ball und des hohen Einsatzes durchaus einen Punkt verdient. Das Ergebnis für Niedersachsen spiegelt aber auch die Spielanteile und die Chancenverteilung wider. Im zweiten Spiel haben wir viel richtig gemacht, aber einfach zu viele Chancen liegen lassen und sind auf Gegnerinnen getroffen, die bis zum Schluss alles in die Waagschale geworfen haben, um den Vorsprung zu halten. Das ist sehr bitter, allerdings hat das Team in beiden Spielen bis zur letzten Minute an sich geglaubt. Insgesamt hat sich gezeigt, dass wir gute Ansätze, Ideen und ein lernwilliges Team mit hoher Einsatzbereitschaft und positivem Charakter haben, aber gerade in den Drucksituationen fehlt es häufig an kühlem Kopf und solider Anwendung der Basistechniken. Sportlich war es für uns ein sehr hilfreicher Vergleich und wir freuen uns sehr auf die gemeinsame U16-Saison mit dem Team“.

Im dritten Spiel konnte Niedersachsen sich deutlich mit 8:0 gegen Mittelrhein durchsetzen und somit den Titel vom Vorjahr verteidigen.

In den kommenden Wochen wird die U16 allerhand Gelegenheiten haben, um den ersten Sieg als Team einzufahren. Bereits am 5. Oktober steht ein Vergleich mit der U17-Auswahl aus Blekklinge (Schweden) in Wannsee an, Ende Oktober ein Kaderlehrgang mit Testspiel und in der ersten Novemberwoche das NOFV-Turnier der U16-Juniorinnen in Lindow.

Kader: Kristin Bertelsmann, Emilia Eberle, Theresa Hasig, Emily Zill (alle 1. FC Union Berlin), Amelie Blättner, Jolien Franeck, Sari Saeland (alle Hertha 03 Zehlendorf), Miranda Cyndel Ekeunga (Concordia Wilhelmsruh), Layla El Khanji, Nora Krehnke (beide Viktoria 1889 Berlin), Chelsy Kengne (BW Berolina Mitte), Ronja Kessel (BFC Dynamo), Selma Keune, Lieselotte Oeltze, Martha Segert (alle SV Empor), Sophia Palacios (Borussia Pankow), Lara Schuhmacher (BW Hohen Neuendorf), Nila-Ann Staerke (RW Viktoria Mitte)

Funktionsteam: Falko Grothe (Verbandssportlehrer), Hülya Kaya (Landestrainerin), Rebecca Gabriel (Physiotherapeutin)

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