Gemeinsam zu mehr Inklusion

Die Teilnehmenden probierten sich u.a. in Ballspielen für Rollstuhlfahrer:innen aus. Foto: BFV.

Trainer:innen und Übungsleiter:innen aus verschiedenen Sportarten ließen sich beim „Fachtag Sport Inklusiv“ zusammen weiterbilden.

Am 17. September 2022 fand in der Charlottenburger Peter-Ustinov-Schule der „Fachtag Sport Inklusiv“, eine gemeinsame Veranstaltung zahlreicher Berliner Sportfachverbände, statt. Das Ziel des Qualifizierungsangebots war, den teilnehmenden Übungsleiter:innen und Trainer:innen aus unterschiedlichen Sportarten durch praktische Beispiele neue Kenntnisse und Möglichkeiten für inklusiven Sport mit auf den Weg zu geben. Die Beteiligten nahmen mit viel Interesse das neue Wissen auf und beteiligten sich zudem mit jeder Menge Spaß an den praktischen Beispielen. 

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Inklusion: „Einfach mal machen!“ 

Nachdem der Fachtag unter dem Motto „Einfach mal machen!“ mit einer Begrüßungszeremonie eingeleitet wurde, startete der Hauptteil der Veranstaltung mit der ersten Workshop-Phase, die die Lehrgänge „Leichte Sprache“, „Wie starte ich Inklusion?“ und „Parkour inklusiv“ beinhaltete. Während die beiden erstgenannten Workshops als theoretische Seminare in den Klassenräumen der Schule stattfanden, ging es für „Parkour inklusiv“ in die Sporthalle. Dort versuchten die Teilnehmenden, das inklusive Absolvieren eines Parkours nachzuempfinden, indem jedes Gruppenmitglied ein Handicap simulierte und sich die Gruppe untereinander beim Bewältigen der aufgebauten Hindernisse unterstützte. 

Nach einer Mittagspause ging es in die nächste Workshop-Phase, in welcher neben den Kursen „Unified Sports®“, „Starke Übungsleitung“ und „Boccia inklusiv“ auch der BFV-Workshop „Walking Football“ stattfand. Dabei handelt es sich um eine inklusive Spielform des Fußballs, welche nur im Gehen, mit einem unter Hüfthöhe gespieltem Ball sowie möglichst ohne Zweikämpfe gespielt wird. Lisa Otto, Event-Inklusionsmanagerin beim Berliner Fußball-Verband, leitet den Workshop und war sichtlich erfreut über die hohe Motivation, mit der die Teilnehmenden ihre ersten Schritte im „Geh-Fußball“ machten: „Wir haben hier eine sehr aufgeschlossene Gruppe beisammen, die mit großem Interesse am Workshop teilnimmt. Es ist schön zu sehen, wie diese für viele immer noch neue Spielform immer populärer wird und zum wiederholten Male bewiesen werden kann, dass das langsamere Spielen der Freude und Spannung keinen Abbruch tut.“ 

Im dritten und letzten Durchgang fanden alle drei Workshops als Praxis-Kurse statt. Der BFV-Workshop „Fußball und Inklusion“ musste leider kurzfristig abgesagt werden, konnte jedoch spontan durch Gruppenspiele im Rollstuhl ersetzt werden, wobei die Teilnehmenden sich in verschiedenen lustigen Fang- und Ballspielen ausprobierten. Parallel sorgten auch die Workshops „Kleine Spiele inklusiv“ sowie „Fechten für Menschen mit geistiger Behinderung“ für großes Interesse und viel Spaß bei allen Beteiligten. Gegen 17:00 Uhr ging ein fast achtstündiger Fachtag mit der Übergabe der Teilnahmebescheinigungen zu Ende und entließ alle Teilnehmenden mit vielen neuen Kenntnissen und Praxiserfahrungen zum inklusiven Sport. 

Neben dem BFV beteiligten sich der Landessportbund Berlin, der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin, der Berliner Fechterbund, Special Olympics Berlin-Brandenburg, der Volleyball-Verband Berlin sowie das Projekt "Mission Inklusion" an der Veranstaltung.