„Krönung der Saison“

Seit fast 15 Jahren gehört Stephanie Gerken den 1. Frauen von Viktoria Berlin an. Foto: Sandra Ritschel.

Viktoria Berlin-Urgestein Stephanie Gerken spricht vor dem Polytan-Pokalendspiel gegen Union über das Finale, ihre Vereinstreue und den Frauenfußball.

Am Pfingstsonntag, den 19 Mai 2024 steigt im Volksparkstadion Mariendorf (Prühßstraße 90, 12109 Berlin) ab 15:00 Uhr das Endspiel um den Polytan-Pokal der 1. Frauen zwischen dem FC Viktoria 1889 Berlin und dem 1. FC Union Berlin (Jetzt Tickets sichern!). Nach zwei Niederlagen in der Liga möchte Viktoria-Urgestein Stephanie Gerken jetzt unbedingt den Pokalsieg gegen die Unionerinnen erringen. Im Interview stand sie im Vorfeld des Endspiels Rede und Antwort: 

 

Am Pfingstsonntag steht das Endspiel um den Polytan-Pokal zwischen Viktoria und Union an, was sportlich auf dem Papier das Beste ist, was Berlin in Sachen Frauenfußball zu bieten hat. Wie groß ist bei Dir und dem Team die Vorfreude auf das Spiel? 

Es herrscht maximale Vorfreude bei uns. Wir haben richtig Bock auf das Spiel und freuen uns darauf, uns mit den Besten aus Berlin messen zu können in der Hoffnung, dass wir eine Chance haben.

Die Begegnung wird vor zahlreichen Zuschauenden im Volksparkstadion Mariendorf stattfinden. Was macht in Deinen Augen den Reiz eines solchen Endspiels aus? 

Das Besondere liegt darin, dass man durch diesen Wettbewerb geht und am Ende auf das einzige weitere Team trifft, das ungeschlagen geblieben ist. Darüber hinaus bekommt das Endspiel durch die vielen Zuschauenden jährlich einen ganz besonderen Reiz, weil das Interesse Ausdruck von Teilhabe und Sichtbarkeit ist.

Mit Union trefft Ihr auf Eure ärgsten diesjährigen Liga-Konkurrentinnen, denen Ihr Euch zweimal geschlagen geben musstet. Was braucht es, um im Pokalfinale als Siegerinnen vom Platz zu gehen? 

Es braucht für uns einen absoluten Sahne-Tag. Da sind wir nicht eitel. Wir wissen, dass wir alles aus uns herausholen müssen und dass vieles klappen muss. Wir werden uns etwas überlegen, werden hart trainieren und dann hoffen wir, dass etwas für uns herausspringt.

2009 hast Du dein Regionalliga-Debüt für den damaligen LFC Berlin absolviert. Seitdem hat sich viel getan, von der Umstrukturierung zum heutigen FC Viktoria bis zum ambitionierten Investorinnen-Modell der Gegenwart. Was hat sich während Deiner Karriere konkret im Verein geändert? 

Eine ganze Menge, vor allem, was die Ausstattung und die Bedingungen angeht. Es gibt im Verein eine hohe Wertschätzung des Frauenfußballs. Das ist vor allem für die jungen Spielerinnen wichtig, damit man ihnen zeigen kann, dass sich der Blick auf den weiblichen Fußball verändert. Wir sind stolz darauf, in diesem Thema alles zu geben, nicht nur sportlich, sondern auch, was die Rahmenbedingungen angeht.

Was bedeutet Dir der Verein, dass in all den Jahren nie ein Wechsel für Dich in Frage kam? 

Es war zum einen der Verein an sich, aber auch meine Familie, die dort im Club verwurzelt ist. Zudem habe ich viele Freundinnen und Freunde im Verein gefunden und deshalb hat es für mich stets gepasst und ich bin Viktoria immer treu geblieben.

Eine Saison in der 2. Bundesliga sowie zwölf Einsätze im DFB-Pokal stehen in Deiner Vita. Welche Erinnerungen und Erfahrungen nimmt man aus solchen Spielen mit? 

Das ganze Ambiente und die Herangehensweise. In der 2. Bundesliga sind es engere Spiele und man fordert sich selbst noch mehr heraus. Der DFB-Pokal ist immer etwas Besonderes. Da kommen viele Zuschauende und man spielt gegen Teams, gegen die man nicht alle Tage spielt. Das hat vor allem sportlich einen besonderen Charakter.

Was möchtest Du gerne noch mit Deiner Viktoria erreichen? 

Mein persönliches großes Ziel mit dem Team ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Alles, was danach kommt, lege ich in die Hände der Jüngeren in der Zuversicht, dass Talente kommen, die das Ganze vielleicht noch eine Ebene höher bringen können.

Und die wichtigste Frage zum Abschluss: Das Finale Viktoria gegen Union läuft. Viki führt. Der Abpfiff ertönt. Was passiert dann? 

Dann falle ich meinen Mädels auf jeden Fall erst mal in die Arme. Das wäre schön, wenn wir Union im dritten Saisonduell dann doch noch schlagen könnten. Das wäre für uns eine Krönung der Saison und einfach pure Freude, es mit den Fans zu feiern.

Danke für das Interview, Stephanie!  

 

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