Berliner TSC unter den „Sternen des Sports“

Der Berliner TSC durfte sich über einen 4. Platz sowie 1.000 Euro freuen. Foto: BVR / DOSB Fotografen: Marius Schwarz, Gerald Matzka, Frank May.

Das Gewaltpräventionsprojekt des Berliner Clubs erreichte bei der Vergabe der „Sterne des Sports“ 2023 den vierten Platz.

Große Anerkennung für den Berliner TSC: Der Club aus der Hauptstadt hat bei den „Sternen des Sports“ 2023 einen starken vierten Platz belegt. Zuvor hatte er mit seiner Initiative „Gewaltprävention beim Berliner TSC e. V.“ auf lokaler sowie auf landesweiter Ebene überzeugt und sich so für das Bundesfinale in der DZ BANK in Berlin qualifiziert. Beim bedeutendsten Wettbewerb für den deutschen Vereinssport, der in diesem Jahr zum 20. Mal ausgetragen wurde, zeichnet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken bereits seit 2004 alljährlich besonderes gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen aus. 

Bundeskanzler Olaf Scholz übergab die Auszeichnungen für die Goldsieger im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak. Neben der symbolischen Trophäe erhielt der Berliner TSC für den vierten Platz zudem ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. 

„Gewalt hat in der Sportfamilie keinen Platz“ 

Das Engagement war eine Reaktion auf den starken Anstieg von Kinderschutzdelikten in Berlin und die grundsätzlich zunehmende Gewalt. Mit einem im Verein aktiven, lizenzierten Gewaltschutztrainer wurde ein Konzept erarbeitet, etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt, um Kindern und Jugendlichen einen sicheren Ort zum Sporttreiben zu bieten. Es basiert auf den drei Säulen „Kultur des Hinsehens“, „Schule der Achtsamkeit“ sowie „Fairplay und Wertevermittlung“. „Das Aushängeschild ist ein wiederkehrendes Feriencamp zur Gewaltprävention, das die universelle Sprache des Sports nutzt, um Teilnehmenden beizubringen, wie sie mit Aggressionen umgehen oder brenzlige Situationen erkennen und gewaltfrei lösen können. Gewalt hat in der Sportfamilie keinen Platz, und der Verein soll einen sicheren Ort für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung bieten“, erklärt Friederike Stefaniszin, Assistentin der Geschäftsführung und gleichzeitig Kiez-Koordinatorin. „Die Nachfrage nach freien Plätzen ist enorm, das zeigt uns, dass der Bedarf sowie die Notwendigkeit sehr hoch sind. Deswegen soll das Projekt mit weiteren Camps und Workshops ausgebaut werden.“ Schon jetzt veranstaltet der Verein darüber hinaus regelmäßig AGs zum Thema Gewaltprävention an Schulen und in Kitas. 

Ein kurzer Bericht der Sportschau zum Projekt kann hier angesehen werden: Berliner TSC - Fußball-Camp mit Gewaltprävention 

Weitere Projekte ausgezeichnet 

Die Entscheidung über den Bundessieg traf eine hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von DOSB-Vizepräsidentin Kerstin Holze. Sie vergab den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2023 sowie einen Siegerscheck über 10.000 Euro an den LAC Eichsfeld aus Thüringen mit der Initiative „Guidenetzwerk Deutschland“. Auf dem zweiten Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 7.500 Euro, landete der Turn-Klubb zu Hannover aus Niedersachsen mit dem Engagement „Schwimmoffensive Hannover – eine Region lernt schwimmen“. Rang drei und 5.000 Euro gingen an die BSG Feuerwehr Hamburg, die sich mit der Initiative „Einsatz für die Retter der Feuerwehr: Öffentlichkeitsarbeit und Erhalt sowie Ausbau der Einsatzfähigkeit“ beworben hatte. Auch der Publikumspreis ging in diesem Jahr nach Thüringen: Juliana Löffler vom LAC Eichsfeld erhielt die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr herausragendes Engagement im Rahmen der Initiative „Guidenetzwerk Deutschland“. 


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