Homophobie erhält die Rote Karte

Der Leitfaden "Rote Karte für Homophobie". Quelle: LSVD.

LSVD und BFV veröffentlichen den Leitfaden "Rote Karte für Homophobie" für Fußballvereine im Umgang mit dem Thema.

Ab sofort kann beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und dem Berliner Fußball-Verband (BFV) der Leitfaden „Rote Karte für Homophobie“ kostenfrei bezogen werden. Mit der für Berliner Fußballvereine entwickelten Broschüre werden Vereinsvertreterinnen und Vertreter für homophobe Verhaltensweisen sensibilisiert und in ihren Handlungskompetenzen gestärkt. Der Leitfaden ist Teil des LSVD-Projektes Soccer Sound, das im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördert wird.

Im Grußwort des Leitfadens erklärt BFV-Präsident Bernd Schultz: „Homophobie ist im Fußball keine Randerscheinung, die man übergehen kann, sondern von der Bundesliga bis in die Kreisklasse eine ernstzunehmende Tatsache. Mit Aufklärungsarbeit und einer Null-Toleranz-Politik können alle im Fußball dabei helfen, ein Miteinander zu schaffen, das keinen aufgrund seiner sexuellen Identität ausschließt.“

Gerd Liesegang, Vizepräsident des BFV und Vorsitzender des Ausschusses für Fair Play, fordert von den Vereinsvertreterinnen und Vertreter: „Zeigt Homophobie die Rote Karte und macht deutlich, dass in den Vereinen kein Platz für Beleidigungen von Lesben und Schwulen ist.“

Grundlage der Zusammenarbeit zwischen dem LSVD und BFV ist eine im Januar 2011 geschlossene Kooperationsvereinbarung, die seitdem aktiv gelebt wird. Zeitgleich zum Abschluss der Kooperationsvereinbarung hat der Berliner Fußball-Verband unter anderem das so genannte „Anonyme Postfach“ ins Leben gerufen, um verstärkt auch Beratung zum Thema sexuelle Identität und Coming-out zu leisten.

Service-Links:

Anonyme Postfach

Leitfaden "Rote Karte für Homophobie" (PDF)

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