Der Berliner Fußball-Verband arbeitet mit starken Partner*innen aus Zivilgesellschaft, Bildung und Prävention zusammen. Gemeinsam setzen wir uns gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung ein und stärken Betroffene, Vereine und Engagierte im Berliner Fußball.

Unsere Partner unterstützen uns mit fachlicher Expertise, Bildungsangeboten, Beratungen und Netzwerkarbeit. Sie helfen dabei, Diskriminierung frühzeitig zu erkennen, ihr entschlossen entgegenzutreten und nachhaltige Strukturen für einen respektvollen und vielfältigen Fußball zu schaffen.

Kooperation mit dem Verein für demokratische Kultur in Berlin e.V.

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) und der Verein für Demokratische Kultur in Berlin e. V. (VDK) mit seinen Projekten Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Berlin gegen Nazis (BGN) und RIAS Berlin haben im Februar 2026 eine weitreichende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist es, den Berliner Fußball konsequent gegen rechtsextreme, antisemitische und demokratiefeindliche Bestrebungen zu stärken und ein sicheres, vielfältiges und diskriminierungsfreies Umfeld für alle Beteiligten auf und neben dem Platz zu schaffen.

Die Partnerorganisationen beabsichtigen eine enge Zusammenarbeit, um alle Akteur*innen des Berliner Fußballs, wie Trainer*innen, Schiedsrichter*innen, Funktionsträger*innen sowie Spieler*innen, dabei zu unterstützen, menschenverachtende Einstellungen zu erkennen und diesen entschieden entgegenzutreten. Der Amateurfußball kann ein potenzielles Betätigungsfeld für Rechtsextreme und andere demokratiefeindliche Gruppen sein, der konsequente Aufbau und die Weiterentwicklung der Präventions- und Interventionsstrukturen des BFV und seiner Mitgliedsvereine sind deshalb essenziell.

Neben der gemeinsamen öffentlichen Positionierung und dem fachlichen Austausch der Kooperationspartner sollen vor allem die Berliner Fußballvereine von der Zusammenarbeit profitieren. Gemeinsam sollen Bildungsmaterialien, Handreichungen und digitale Informationsformate erarbeitet sowie Veranstaltungen wie Fachtage, Netzwerktreffen und Qualifizierungsformate angeboten werden.

 

BERLIN GEGEN NAZIS

Als Mobilisierungs- und Informationsplattform vernetzt BERLIN GEGEN NAZIS mehr als 80 Partner*innen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft, Sport, Kinder- und Jugendarbeit, Gewerkschaften, Vereinen, Verbänden und Migrant*innenselbstorganisationen mit Engagierten aus Initiativen und Bündnissen in einem spektrenübergreifenden, stetig wachsenden Netzwerk. BERLIN GEGEN NAZIS gibt Tipps für die Vorbereitung von kreativen Aktionen für einen erfolgreichen Protest und unterbreitet Vorschläge zur niedrigschwelligen Positionierung im Alltag.

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) ist seit 2001 Anlaufstelle für alle, die bei konkreten rechtsextremen, rechtspopulistischen, rassistischen und antisemitischen Anlässen sprech- und handlungssicher werden wollen, ob im beruflichen oder im privaten Kontext. Die MBR entwickelt vor Ort situationsbezogene Handlungsstrategien – auch langfristig und präventiv. Die MBR ist vertrauensvoller Partner der BFV. Gemeinsam bietet der BFV mit der MBR Schulungen und Beratungen an.

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin)

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin wurde 2015 als bundesweit erste zivilgesellschaftliche Anlaufstelle für Betroffene und Zeug*innen von antisemitischen Vorfällen gegründet. Seitdem hat RIAS Berlin mit jüdischen und nichtjüdischen Organisationen ein stadtweites Meldenetzwerk für antisemitische Vorfälle aufgebaut. Unter report-antisemitism.de können antisemitische Vorfälle vertraulich an das Projekt gemeldet werden. Bei Bedarf vermittelt RIAS Berlin psychosoziale, juristische, Antidiskriminierungs-, Opfer- und Prozessberatung.

RIAS Berlin dokumentiert und analysiert antisemitische Vorfälle, um jährlich ein fundiertes Lagebild zu Antisemitismus in Berlin zu erstellen. Dieses macht sowohl aktuelle Erscheinungsformen und Ausmaß von Antisemitismus als auch die Perspektiven der Betroffenen sichtbar und trägt zur Sensibilisierung von Politik und Stadtgesellschaft bei.


Zusammen1

Zusammen1 ist ein Präventionsprojekt von MAKKABI Deutschland im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie Leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Antisemitismus offenbart sich insbesondere im „Brennglas Sport“ immer wieder in verbaler, visueller oder physischer Diskriminierung. Insbesondere im Kontext des Fußballs werden antisemitische Verhaltensweisen teils widerspruchslos geduldet, gar nicht erst erkannt, oder nicht an die vorhandenen Meldestellen übermittelt. Zusammen1 hat sich zum Ziel gesetzt, dieser komplexen Problematik mit Schwung entgegenzutreten und den organisierten Sport mit einem breiten Angebotsportfolio (u.a. Workshops, Vorträge, Trainer*innen-Ausbildungen und pädagogische Trainings) nachhaltig stark gegen Antisemitismus zu machen.


Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)

Die Stiftung EVZ unterstützt Überlebende nationalsozialistischer Verfolgung und stärkt das Engagement ihrer Nachkommen, agiert gemeinsam mit jungen Menschen für lebendiges Erinnern an die Schicksale der Verfolgten, initiiert zeitgemäße Bildung zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Fortwirkungen, setzt sich für gleiche Würde und gleiche Rechte aller Menschen und gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung ein, ermöglicht wirkungsvolles Handeln von Selbstorganisationen und ist strategische Partnerin und Förderin der Zivilgesellschaft. Gegründet im Jahr 2000, ist die Stiftung EVZ besonders in Mittel­ und Osteuropa, Israel sowie in Deutschland aktiv.

Das Förderprogramm „Strukturen schaffen gegen Antisemitismus“ stärkt Organisationen durch die Schaffung und den Ausbau von Anlaufstellen für Antisemitismusprävention sowie durch begleitende Projekte und Aktivitäten. Unsere Projektpartner möchten nachhaltige Strukturen etablieren, um gegen antisemitische Vorfälle und Diskriminierung vorzugehen und Betroffene zu unterstützen.