Der Berliner Fußball-Verband steht uneingeschränkt für Antidiskriminierung ein. Wir glauben fest daran, dass der Fußball nicht nur ein Spiel, sondern eine Plattform für Gemeinschaft, Integration und Respekt ist. Jegliche Form von Diskriminierung hat weder einen Platz im Fußball noch beim Berliner Fußball-Verband. Wir sind uns der gesellschaftlichen Verantwortung als Fußballverband bewusst und verpflichten uns dazu, aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen und eine Kultur der Inklusion und des Respekts zu fördern. Durch interne und externe Schulungen, Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen sowie klare Richtlinien setzen wir uns dafür ein, dass sich alle auf und neben dem Platz sicher und als Teil des TEAM BERLIN fühlen können. Das gilt für alle Spieler*innen, Trainer*innen, Schiedsrichter*innen sowie Fans und Zuschauer*innen, unabhängig von jeglichen Diskriminierungsmerkmalen.

 

Veröffentlichungen

Gewaltpräventionsleitfaden für Trainer*innen

Der folgende Leitfaden unterstützt Trainer*innen darin, gewaltpräventiv tätig zu sein und zu werden bzw. Handlungsoptionen im Falle akut auftretender Gewaltsituationen zu haben. Der Fokus des Leitfadens liegt entsprechend auf den Bereichen Präventionsarbeit und der situativen Intervention. Du kannst den Leitfaden am Stück lesen, um einen Zugang zum Thema Gewalt(-prävention) im Fußballsport in Berlin zu erhalten. Du kannst ihn jedoch auch als Nachschlagewerk verwenden, z.B. wenn in deinem Team auffällt, dass sich bestimmte Verhaltensweisen häufen. In diesen Fällen kann der Leitfaden als Nachschlagewerk verwendet werden, um Anregungen zu erhalten, wie zukünftig z.B. mit Provokationen auf dem Platz umgegangen werden kann. Du findest im Leitfaden an den entsprechenden Stellen auch Hinweise auf weiterführende Materialien.

Hier findest du den Gewaltpräventionsleitfaden für Trainer*innen.

Gewaltpräventionsleitfaden für Funktionär*innen

Zum Zweck der Förderung und Forderung eines gewaltfreien Fußballs hat der BFV ein Gewaltpräventionsleitfaden für Präsident*innen und Vorstandsmitglieder formuliert. Er kann sowohl in Gänze als auch in einzelnen Abschnitten als Nachschlagewerk gelesen und verwendet werden.

Hier findest du den Gewaltpräventionsleitfaden für Funktionär*innen.

Saisonauswertung 2024/2025

Die Anlaufstelle Antidiskriminierung des Berliner Fußball-Verbands erfasst, analysiert und dokumentiert Meldungen von Diskriminierungsvorfällen im BFV-Spielbetrieb. Die Daten speisen sich aus den im DFBnet vorgenommenen Spiel- bzw. Sonderberichten, den eingegangenen Meldungen per E-Mail oder den Meldebutton auf der BFV-Website bzw. der TEAM BERLIN APP.

Die komplette Auswertung kann hier nachgelesen werden: Diskriminierungsvorfälle Saison 2024/2025

Und hier der Presseartikel des BFV.

Umfrage zu Diskriminierungsvorfällen im Berliner Amateurfußball

Ende des Jahres 2024 hat die Anlaufstelle Antidiskriminierung des Berliner Fußball-Verbandes eine Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen im BFV-Spielbetrieb durchgeführt. Die Umfrage verfolgte das Ziel, die dokumentierten Vorfälle aus Sonderberichten, Vorkommnissen und Meldungen zu ergänzen, um einen Einblick in das große Dunkelfeld – sprich nicht gemeldete Vorfälle – von Diskriminierungen zu erhalten. 

Dafür wurden 116 Antwortbögen ausgewertet, deren Ergebnisse – auch bei niedriger Repräsentativität - Aufschluss über die Verbreitung von Diskriminierungen sowie die Wahrnehmung von Maßnahmen geben sollen. 

Bericht zu Diskriminierungsvorfällen im Berliner Amateurfußball

Haltung des BFV im Umgang mit antidemokratischen und extremistischen Akteur*innen

Der Berliner Fußball-Verband steht uneingeschränkt für Antidiskriminierung ein. Wir glauben fest daran, dass der Fußball nicht nur ein Spiel, sondern eine Plattform für Gemeinschaft, Integration und Respekt ist. Jegliche Form von Diskriminierung widerspricht unseren Grundwerten und hat weder einen Platz im Fußball noch beim Berliner Fußball-Verband.  

Leider nehmen wir mit Besorgnis zur Kenntnis, dass antidemokratische, menschenfeindliche und diskriminierende Einstellungen und Umgangsformen in unserem alltäglichen Zusammenleben zunehmen. Da wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung als Fußball-Verband der Hauptstadt bewusst sind, verpflichten wir uns dazu, aktiv gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit vorzugehen und eine Kultur der Inklusion und des Respekts zu fördern.  

Durch interne und externe Schulungen, Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen sowie klare Richtlinien setzen wir uns dafür ein, dass sich wirklich alle auf und neben dem Platz sicher und als Teil des TEAM BERLIN fühlen. Das gilt für alle Spieler*innen, Trainer*innen, Schiedsrichter*innen sowie Fans und Zuschauer*innen, unabhängig von jeglichen Diskriminierungsmerkmalen.

Haltung des BFV im Umgang mit antidemokratischen und extremistischen Akteur*innen (PDF)

Dieses Spiel dauert länger als 90 Minuten (2010)

Eine gemeinsame Publikation des Berliner-Fußball Verband e.V. und des VDK e.V.

Dieses Spiel dauert länger als 90 Minuten – Antidiskriminierungsmaßnahmen im Berliner Amateurfußball (2010); 49 Seiten; Hg.: Berliner Fußball-Verband e.V./VDK e.V.

 

Kampagnen & Projekte

Strukturen schaffen gegen Antisemitismus (EVZ Stiftung)

Der Berliner Fußball-Verband beteiligt sich am Förderprojekt „Strukturen schaffen gegen Antisemitismus“. Dieses Projekt wurde 2024-2026 von der Stiftung EVZ unterstützt, die deutschlandweit Initiativen und Organisationen fördert, um den Aufbau, die Weiterentwicklung sowie die systematische und institutionelle Stärkung von Handlungs- und Interventionskompetenzen zu ermöglichen. 

Im Rahmen des BFV-Projekts wurde insbesondere der Ausbau der hauptamtlichen Anlaufstelle für Antidiskriminierung gefördert.

IHRA-Definition

Der Berliner Fußball-Verband nutzt seit 2025 die Antisemitismus-Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und stellt damit sicher, dass antisemitische Vorfälle in all ihren Ausprägungen im Fußball erkannt und eingeordnet werden können. Die IHRA definiert Antisemitismus wie folgt:  

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ 

Mit der Annahme der Definition folgt der BFV z.B. der Bundesregierung und vielen weiteren (Fußball-) Vereinen und Organisationen in Deutschland. Dem BFV wird durch die Zuhilfenahme der IHRA-Definition die Möglichkeit gegeben, Bewusstsein im Verband zu schaffen, dass antisemitische Vorfälle im Fußball in all ihren Ausprägungen geschehen. Somit kann die Anlaufstelle mit dieser Unterstützung gezielt auf Vorfälle reagieren und präventive Maßnahmen sowie Sanktionen auf Grundlage der Begebenheiten im Berliner Amateur-Fußball entwickeln.  

Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland:

“Das Fußballjahr 2024 verdeutlichte uns einmal mehr auf schmerzliche Weise die fortwährende Präsenz von Antisemitismus auf unseren Sportplätzen. Exemplarisch dafür stehen die antisemitischen Hetzjagden rund um das Europa League Spiel zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel-Aviv oder auch die antisemitischen Entgleisungen gegen die B-Jugend von Makkabi Berlin - und das unmittelbar vor dem Gedenken an die Reichspogromnacht. Leider wird bei antisemitischen Vorfällen viel zu oft nicht angemessen reagiert und gar nicht erst eingegriffen. Um Antisemitismus frühzeitig zu erkennen und somit besser bekämpfen zu können, folgt nun auch der Berliner Fußball-Verband der Antisemitismus-Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Als Präsident des jüdischen Dachsportverbands MAKKABI Deutschland begrüße ich die Übernahme der IHRA-Definition durch den BFV ausdrücklich und hoffe, dass viele weitere Fußballlandesverbände diesem guten Beispiel folgen werden, um die eigenen Vereine und Mitglieder über gegenwärtigen Antisemitismus aufzuklären und für problematische Verhaltensweisen auf und neben dem Sportplatz zu sensibilisieren.”

Weitere Informationen zur IHRA-Definition gibt es unter folgendem Link: Arbeitsdefinition Antisemitismus.

Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport (DSJ)

Der Berliner Fußball-Verband engagiert sich mit der Kampagne „Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) und die Deutsche Sportjugend (dsj), für die Förderung von FairPlay, Antidiskriminierung und demokratischen Werten im Berliner Fußball. Diskriminierung in jeglicher Form hat im Berliner Fußball keinen Platz. Ob aus der Perspektive von Spieler*innen, Trainer*innen oder Zuschauer*innen – jede gemeldete Diskriminierung ist ein wichtiger Schritt, um gezielte Maßnahmen abzuleiten und ein faires und diskriminierungskritisches Miteinander zu fördern. 

Gemeinsam für Vielfalt und Respekt 

Der BFV möchte nicht nur kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, sondern langfristig eine Kultur des FairPlays und der Antidiskriminierung etablieren. Unterstützet uns dabei, den Berliner Fußball zu einem Vorbild für ein vielfältiges und respektvolles Miteinander zu machen – auf und neben dem Platz. 

Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus

Rassismus und jegliche, andere Formen der Diskriminierung gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das friedliche Zusammenleben. Auch der Berliner Fußball ist nicht frei von diesem Problem, das nur gemeinschaftlich adressiert und gelöst werden kann.

"Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus" ist ein Projekt von Berlin gegen Nazis und dem BFV, mit der Unterstützung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR). Der BFV möchte mit seinen Partnern diskriminierende Handlungen im Fußball langfristig reduzieren und Zivilcourage stärken.

Projektbausteine

1. Schutz von betroffenen Personen und Organisationen.

  • Installation von Beauftragten für Diskriminierungsfälle

  • Interventive Beratung durch die MBR

  • Informationsmaterialien zur Stärkung der Zivilcourage

2. Aufgeklärte und vielfältige Verbands- und Vereinskultur.

  • Schulungen für Vereinsvertreter*innen, Schiedsrichter*innen und weitere Verbandsangehörige

  • Dialogformate mit Vereinsvertreter*innen und weiteren Zielgruppen (z.B. Dialogveranstaltung 2020)

3. Positionierung der Fußballgemeinschaft gegen Diskriminierung

  • Öffentliche Aktionen und Veranstaltungen (z.B. Internationaler Tag gegen Rassismus)

  • Vereins-Banner “Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus”

Der BFV stellt in Kooperation mit Berlin gegen Nazis Banner-Druckdateien mit den Aufschriften “Kein Platz für Rassismus” und “Kein Platz für Antisemitismus” kostenfrei zur Verfügung.

Sprache ist Gewalt - Zeig Respekt!

"Sprache ist Gewalt - Zeig Respekt!" ist eine Kampagne des Berliner Fußball-Verbandes, um ein Zeichen gegen die Verrohung der Sprache in der Gesellschaft und auch auf den Berliner Fußballplätzen zu setzen.

Der BFV möchte nicht nur auf den verrohten Sprachgebrauch aufmerksam machen, sondern seine Vereine dazu aufrufen, verbaler und kommunikativer Gewalt genauso wenig Raum auf und neben den Fußballplätzen zu geben, wie physischer Gewalt. Im Rahmen dieser Kampagne hat der Berliner Fußball-Verband für seine Vereine Handlungsempfehlungen formuliert, die dabei unterstützen sollen zu sensibilisieren und zu agieren.

Informationen und Material