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„Das Ehrenamt der Zukunft“

„Ich sehe die größte Herausforderung darin, Personen an den Verein zu binden, aber es gleichzeitig zu akzeptieren, wenn sie ausscheiden, und sich dann rechtzeitig um die Aktivierung neuer engagierter Menschen zu kümmern“, sagt Martin Meyer, 2. Vorsitzender des Moabiter FSV, über das Thema Ehrenamtsgewinnung. Sein Verein belegte im Sommer 2024 bei der ersten Ausgabe des „Innovationspreises des Berliner Fußballs“ in der Kategorie „Ehrenamtsgewinnung“ den zweiten Platz. Gemeinsam mit Noah Funk, Geschäftsführer bei Polar Pinguin, die bei der Verleihung den ersten Platz belegten, werfen wir anderthalb Jahre nach dem Innovationspreis einen Blick auf das Thema Ehrenamt mit dem Ziel, Anreize für eine Bewerbung bei der nächsten Ausgabe zu schaffen. Die Bewerbungsphase für die zweite Ausgabe des Innovationspreises wird bald anlaufen und sich auf das Thema „Ehrenamtsgewinnung und -bindung“ fokussieren. 

„Klares Erwartungsmanagement“ und „gute Strukturen“ 

„Was bei uns definitiv ein großes Thema ist, ist die Gewinnung von neuen Ehrenamtlichen. Gerade wenn es verantwortliche Rollen sind oder Positionen mit mehr Zeitaufwand, wo eine Regelmäßigkeit da ist, […] da haben wir immer noch Probleme, neue Leute zu finden“, spricht Noah Funk im Interview mit dem BFV Herausforderungen an, die für die meisten Berliner Vereine Alltag sind. Der Lösungsansatz in seinem Club: „Wenn ein Verein gute Strukturen, eine gute Organisation und im besten Fall auch Hauptamt hat, kann das das Ehrenamt sehr entlasten und sorgt dafür, dass die Leute sich auf das Wesentliche konzentrieren können.“ 

Das komplette Interview kann auf YouTube angeschaut werden: 

Martin Meyer sieht die Vereine bei der Ehrenamtsbindung in der Verantwortung, ein klares Erwartungsmanagement zu betreiben und eine zeitgemäße Herangehensweise an das Thema Ehrenamt zu leben. Die Devise in seinem Verein: „Wir können nicht erwarten, dass sich Menschen zehn Jahre am Stück engagieren, gleich ein Amt übernehmen und den Verein von alleine steuern“. Stattdessen soll der Fokus auf projektbezogene Arbeit die nötige Verbindlichkeit schaffen: „Wir haben ganz viele junge Menschen, die sich zum ersten Mal engagieren. Wir haben ganz viele junge Menschen, die sich nur zeitweise in kleinen Projekten engagieren wollen. Mit denen im Vorfeld zu sprechen und klares Erwartungsmanagement zu betreiben, das ist unsere große Challenge, denn dann binden sie sich sehr viel verbindlicher für einen bestimmten Zeitraum, und das wird wahrscheinlich das Ehrenamt der Zukunft sein.“ 

Das komplette Interview kann ebenfalls auf YouTube angeschaut werden: 

Alle Informationen zum nächsten „Innovationspreis des Berliner Fußballs“ werden zeitnah über die BFV-Kanäle kommuniziert. 

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