Am Finaltag der Amateure finden alle Endspiele der 21 deutschen Landesverbände statt. Die Partien werden zu meist drei unterschiedlichen Anstoßzeiten angepfiffen und in einer grpßen Live-Konferenz in der ARD übertragen. Am Abend des Finaltags der Amateure findet traditionell das DFB-Pokalfinale im Olympiastadion Berlin statt.

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Pressekonferenz nach dem Finaltag der Amateure

Die Pressekonferenz nach dem COSY-WASCH Landespokalfinale der 1. Herren fand im Anschluss an die Begegnung im Mommsenstadion statt. Neben den beiden Trainern der Finalisten, Dan Twardzik (VSG Altglienicke) und Sven Körner (BFC Dynamo), nahm BFV-Pressesprecher Martin Meyer auf dem Podium Platz.

Die PK kann mit einem Klick auf das Bild in voller Länge auf dem BFV-YouTube-Kanal angeschaut werden:

Altglienicke mit langem Atem zum Pokalerfolg

Die 120-minütige Hitzeschlacht im Mommsenstadion brachte einen neuen Titelträger hervor! Im Finale des COSY-WASCH Landespokals der 1. Herren, der zum elften Mal im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure“ stattfand, trafen die VSG Altglienicke Berlin und der BFC Dynamo aufeinander. Vor 7.639 Zuschauenden konnten die Altglienicker die Partie gegen den Titelträger mit 2:1 n.V. für sich entscheiden und qualifizierten sich über den Pokalsieg für die 1. Runde des DFB-Pokals.

Dynamo eiskalt, VSG mit spätem Lohn

Um 11:30 Uhr eröffnete Schiedsrichter Sven Schröder den Finaltag der Amateure in Berlin und damit ein Spiel, das es ordentlich in sich haben sollte. Bei Sonnenschein und 27 Grad brauchten die Akteure nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen, was sich direkt in zwei schnellen Chancen für die VSG gegen in erster Linie auf Konter lauernde BFCer bemerkbar machte. Einen Strahl von Jonas Nietfeld, der nach zwei Minuten haarscharf am linken Dreiangel vorbeirauschte, hatte so mancher Fan schon drinnen gesehen, und auch Mehmet Ibrahimi brachte wenige Momente später einen satten Distanzschuss auf den Kasten, den BFC-Keeper Ortegel jedoch festhielt.

In der neunten Minute sollte der offensive Start der Altglienicker sich jedoch rächen: der BFC bekam im Umschaltspiel rechts zu viel Platz und nutzte diesen für den Gegenangriff. Eine Flanke fand im Sechzehner Ivan Knezevic, der den Ball nach eigentlich verpatzter Annahme doch noch satt auf das Gehäuse bekam und unhaltbar in die Maschen jagte - 1:0 für den Titelträger!

Mit dem Führungstreffer hatte der BFC ins Match gefunden und spielte nun mutiger nach vorne. Eine undurchsichtige Situation in Folge eines missglückten Altglienicker Abschlags nutzte letztlich Leander Fritzsche zum Abschluss, sein Schuss aus halblinker Position wurde jedoch pariert (13.). In der Folge setzte die VSG Altglienicke ihr anfänglich druckvolles Offensivspiel wieder fort, Tim Rieder scheiterte jedoch erst mit einer Chance in Folge eines Defensivmissverständnisses (23.) und später per sehenswertem Fernschuss fast aus dem Stand (38.) jeweils an Ortegel. Als sich so mancher Akteur und Fan wahrscheinlich schon in der Halbzeit wähnte, sollte es aber doch noch klappen mit dem Ausgleich: Sydney Sylla bekam in halbrechter Position im gegnerischen Strafraum den Ball zugespielt und versenkte diesen unhaltbar im Kasten (45.+2) - 1:1 zur Pause!

Chancenreiche Hitzeschlacht

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: nach Foulspiel im Altglienicker Sechzehner entschied Referee Schröder auf Strafstoß für Dynamo. BFC-Stürmer Rufat Dadashov wurde extra für die Ausführung eingewechselt – und vergab! VSG-Keeper und späterer „Man of the Match“ Luis Zwick parierte den halbhohen Schuss nach rechts (50.). Auch fünf Minuten später war der blau-weiße Schlussmann zur Stelle, als Dynamos Joey Breitfeld aus rund 18 Metern zu zentral zielte.

Das Chancen-Feuerwerk, das die Akteure trotz Hitze auf den Rasen brachten, sollte sich auch in der Folge fortsetzen. Im Mittelpunkt: VSG-Spieler Jonas Nietfeld. Binnen drei Minuten brachte er es zu drei hochkarätigen Chancen auf das 2:1, köpfte jedoch nach einem Eckball aus Nahdistanz an die Latte (60.), scheiterte mit einem satten Freistoß an Ortegel (61.) und rutschte bei einem flachen Querpass am Spielgerät vorbei (63.). Davon wachgerüttelt, investierte nun auch der BFC Dynamo wieder mehr nach vorne, aber auch Leander Fritzsche scheiterte von rechts in den Strafraum stürmend mit einem Flachschuss, der knapp am langen Eck vorbeirollte (67.), sowie an VSG-Keeper Zwick, der sich im Eins-gegen-Eins nicht umkurven ließ, sondern den Ball in allerhöchster Not klärte (74.).

VSG holt in Unterzahl den Pott

Die Verlängerung, in welche das Finale letztlich ging, hatte ihr prägendstes Ereignis bereits, bevor sie eigentlich angefangen hatte: in der 89. Minute sah Altglienickes Ibrahimi nach einem Foulspiel die Ampelkarte, womit die Südostberliner die ohnehin schon enorm kräftezehrende Partie in den zusätzlichen 30 Minuten in Unterzahl bestreiten mussten.

Dass die reguläre Spielzeit beide Teams ordentlich Körner gekostet hatte, merkte man den nun passiver agierenden Kontrahenten deutlich an, die nicht an das vorher gezeigte Chancen-Feuerwerk anschließen konnten. Die erste Möglichkeit der Verlängerung sollte dann auch die entscheidende sein: Bei einer Flanke stand der auffällige Jonas Nietfeld goldrichtig und köpfte den Ball zur viel umjubelten 2:1-Führung in die Maschen (103.). Das Anlaufen des BFC Dynamo in der zweiten Halbzeit der Verlängerung brachte den Hohenschönhausenern kaum mehr zwingende Möglichkeiten ein. Nachdem Nikos Zografakis in der Nachspielzeit der Verlängerung für die VSG noch frei durchgestartet knapp über das Tor geschossen hatte, beendete der Schiri das Spiel und die VSG Altglienicke durfte sich über den Pokalsieg freuen.

Der Berliner Fußball-Verband gratuliert der VSG Altglienicke Berlin herzlich zum Gewinn des COSY-WASCH Landespokals der 1. Herren 2026 sowie zur damit verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal. Glückwünsche gehen auch an den BFC Dynamo für eine dennoch herausragende Pokalsaison.

Finaltag der Amateure 2026 wird zum größten Herzsicherheitstag im deutschen Sport

Am 23. Mai 2026 finden in ganz Deutschland die Landespokalfinals der Männer statt – der Finaltag der Amateure, live in der ARD. In diesem Jahr wird das größte Ereignis des Amateurfußballs erstmals auch zur größten Bühne für ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betrifft: In Deutschland versterben jährlich rund 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Viele von ihnen könnten gerettet werden, wenn Ersthelfer sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen würden. Genau hier setzt die Initiative „HERZSICHER“ der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung an – und genau deshalb stellen der Deutsche Fußball-Bund, sämtliche Landesverbände und die beiden Stiftungen den Finaltag der Amateure gemeinsam unter das Motto Wiederbelebung.

„Wir wissen, dass auf unseren Sportplätzen, wie überall, plötzlich Herzstillstände passieren können – und dass in diesen Momenten jede Sekunde zählt“, sagt Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident für die Amateure sowie die Regional- und Landesverbände, der stellvertretend für alle 21 Landesverbände spricht. „Als Landesverbände tragen wir Verantwortung für über 24.000 Vereine und Millionen von Ehrenamtlichen, Spielerinnen und Spielern sowie Fans. Der Finaltag der Amateure ist die perfekte Bühne, um dieses lebensrettende Thema in die Breite zu tragen. Fußball ist das stärkste Bindeglied unserer Gesellschaft – und wenn wir mit unserer Reichweite dazu beitragen können, dass mehr Menschen im Ernstfall richtig handeln, dann ist das eine der sinnvollsten Aufgaben, die wir übernehmen können.“

Bereits beim DFB-Pokalfinale 2025 hatten der DFB und die beiden Stiftungen ihre Zusammenarbeit erfolgreich gestartet. Nun wird diese Partnerschaft auf eine neue Ebene gehoben: Statt eines einzelnen Spiels an einem Standort wird die Botschaft von „HERZSICHER“ am 23. Mai in bis zu 21 Stadien im gesamten Bundesgebiet erlebbar – live übertragen in der ARD-Konferenz und damit weit über die Stadionränge hinaus wirksam. In allen Stadien wird eine gemeinsame Stadionaktion unmittelbar vor dem Anpfiff das Publikum bundesweit für die Bedeutung schnellen Handelns bei einem Herzstillstand sensibilisieren. Zudem laden in einigen Finalstadien Informationsstände zu Kurzeinführungen in die Herzdruckmassage ein und zeigen, wie einfach die Bedienung von Trainings-Defibrillatoren ist. 

Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, richtet seinen Dank an die Partner: „Wir sind dem DFB und allen Landesverbänden zutiefst dankbar, dass sie sich mit solcher Überzeugung und Tatkraft dieser Sache angeschlossen haben. Ohne diese Breite der Unterstützung wären so viele Menschen nicht erreichbar. Dass der gesamte deutsche Fußball seine einzigartige Kraft nutzt, um Deutschland herzsicherer zu machen, gibt unserer Initiative eine Sichtbarkeit, die wir allein niemals hätten erreichen können.“

Im Zentrum aller Aktionen am Finaltag steht die Plattform herzsicher.de – denn der Tag im Stadion soll erst der Anfang sein. Über die Plattform kann jeder Mensch eine kostenlose Schulung in Herzdruckmassage buchen: im eigenen Verein, im Betrieb oder im privaten Umfeld. Bereits ab acht Personen findet eine Schulung statt, wobei Ort, Datum und Uhrzeit von den Teilnehmenden selbst bestimmt werden. „HERZSICHER“ geht zu den Menschen – nicht umgekehrt. Das macht die Initiative zu einem der niedrigschwelligsten Schulungsangebote für Herzdruckmassage in Deutschland.

Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, ordnet die Dimension ein: „Nur in etwa 55 Prozent der Fälle beginnen Ersthelfer in Deutschland mit einer Herzdruckmassage, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Die Lösung ist denkbar einfach: Prüfen. Rufen. Drücken. Wenn mehr Menschen den Mut und das Wissen haben, sofort zu handeln, können jedes Jahr Tausende Leben gerettet werden. Dass der DFB und alle Landesverbände ihre enorme Reichweite nutzen, um genau diese Botschaft zu verbreiten, ist für uns von unschätzbarem Wert. Diese Partnerschaft hat das Potenzial, die Laienreanimationsquote in Deutschland nachhaltig zu verändern.“

Am 23. Mai 2026 werden Fußballfans in ganz Deutschland nicht nur ihre Mannschaften anfeuern – sie werden erleben, wie einfach es ist, ein Leben zu retten. Es ist eine Einladung an alle: Mitmachen, Herzdruckmassage lernen und Teil einer Bewegung werden, die wirklich zählt.

Über die Initiative „HERZSICHER“
„HERZSICHER“ ist eine gemeinsame Initiative der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung. Über herzsicher.de können kostenlose Schulungen in Herzdruckmassage gebucht werden – ab acht Personen, an einem Ort und zu einem Zeitpunkt, den die Teilnehmenden selbst wählen. Ergänzt wird das Angebot durch die Ausstattung öffentlicher Orte mit Defibrillatoren.

Über den Finaltag der Amateure
Der Finaltag der Amateure ist das jährliche Highlight des deutschen Amateurfußballs. An einem Tag werden die Landespokalfinals in bis zu 21 Landesverbänden ausgetragen – live in der ARD-Konferenz. Die Sieger qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.

Finaltag der Amateure 2026: Die Anstoßzeiten der elften Auflage

21 Landespokalendspiele mit mehr als sieben Stunden Fußball in der größten TV-Livekonferenz des deutschen Fußballs: Die elfte Auflage des Finaltags der Amateure findet erneut mit großer Tradition und attraktiven Paarungen am 23. Mai 2026 live im Programm von "Das Erste" statt.

Die Berichterstattung von Deutschlands größtem Amateurfußballevent startet um 11:20 Uhr. Die Übertragung der 21 Landespokalendspiele, in denen es für die Finalisten neben dem Titel auch um die begehrten Startplätze für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/2027 geht, gliedert sich in drei Teilkonferenzen mit vier verschiedenen Anstoßzeiten. Die ersten sieben Begegnungen werden um 11:30 Uhr angepfiffen. Der zweite Übertragungsblock beginnt um 13:30 Uhr mit sechs weiteren Partien. Am Nachmittag folgen in der dritten Teilkonferenz jeweils vier Spiele, die um 15:30 Uhr bzw. 16:30 Uhr angestoßen werden. Die Berichterstattung vom Finaltag der Amateure endet um 18:55 Uhr und leitet damit direkt zum 83. DFB-Pokalfinale der Männer zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart über, das in diesem Jahr ebenfalls im Ersten übertragen wird.

2026 übernimmt erstmals die DFB GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der best boys tv-factory GmbH die technische Umsetzung der TV-Produktion aller 21 Landespokalendspiele. Die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten behalten die Free-TV-Erstverwertungsrechte am Finaltag der Amateure (weitere Informationen zur neuen Vermarktungsvereinbarung). Die TV-Konferenz im Ersten wird auch in diesem Jahr durch ein umfangreiches Livestream-Angebot mit 16 Einzelspielen in voller Länge in der ARD Mediathek, auf sportschau.de und den Online-Portalen der Landesrundfunkanstalten ergänzt. Dazu werden erstmalig vier Partien live und in voller Länge auf DFB.TV übertragen.

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung: „Auf uns wartet am 23. Mai wieder ein Festtag für den deutschen Fußball – sowohl im Amateur- als auch im Profibereich. Ich bin froh und stolz, dass wir dem Amateurfußball mit Unterstützung der ARD bereits im elften Jahr in Folge eine besondere Bühne bieten können. Der Finaltag zeigt immer wieder eindrucksvoll, welche Emotionen und Leidenschaft der Fußball überall freisetzt, unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit.“

Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator: „Die mehrstündige Livekonferenz vom Finaltag der Amateure ist ein einzigartiges Event. Es freut uns deshalb sehr, diese auch in den nächsten fünf Jahren in der ARD - im TV und in unseren Livestream-Angeboten in der ARD Mediathek - zu übertragen. Der Finaltag der Amateure vereint Spannung, Emotionen und authentische Fußballkultur aus allen Regionen der Republik. Er macht den 23. Mai zusammen mit dem DFB-Pokalfinale der Männer am Abend zu einem absoluten Highlight für jeden Fußballfan in Deutschland.“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbands, sagt: „Alle Fans in den Stadien und vor den Bildschirmen können sich auf einen mitreißenden Finaltag der Amateure 2026 freuen. In Berlin stehen sich mit der VSG Altglienicke und dem BFC Dynamo zwei etablierte Regionalligisten gegenüber, die den Fußball der Hauptstadt seit Jahren prägen und sich ein intensives Duell um den Titel im COSY-WASCH Landespokal und den Einzug in den DFB-Pokal liefern werden. Ich wünsche beiden Finalisten für die Begegnung auf der großen Bühne des Finaltags der Amateure viel Erfolg!“

Die Ansetzungen des Finaltags der Amateure 2026 am 23. Mai in der Übersicht:

11:30 Uhr:

  • Badischer Fußballverband: VfR Mannheim (Oberliga Baden-Württemberg) – SV Waldhof Mannheim (3. Liga)
  • Berliner Fußball-Verband: VSG Altglienicke (Regionalliga Nordost) – BFC Dynamo (Regionalliga Nordost)
  • Bremer Fußball-Verband: Leher TS (Bremen-Liga) – SV Hemelingen (Bremen-Liga)
  • Hamburger Fußball-Verband: SC Vorwärts Wacker 04 (Oberliga Hamburg) – Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club (Oberliga Hamburg)
  • Fußball-Landesverband Brandenburg: FC Energie Cottbus (3. Liga) – VfB Krieschow (NOFV-Oberliga Süd)
  • Schleswig-Holsteinischer Fußballverband: SV Todesfelde (Oberliga Schleswig-Holstein) – 1. FC Phönix Lübeck (Regionalliga Nord)
  • Thüringer Fußball-Verband: FC Carl Zeiss Jena (Regionalliga Nordost) - ZFC Meuselwitz (Regionalliga Nordost)

13:30 Uhr:

  • Fußballverband Rheinland: TuS Koblenz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) – SV Eintracht Trier (Regionalliga Südwest)
  • Fußballverband Sachsen-Anhalt: VfB Germania Halberstadt (NOFV-Oberliga Süd) - Hallescher FC (Regionalliga Nordost)
  • Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern: SV Pastow (Verbandsliga) - F.C. Hansa Rostock (3. Liga)
  • Niedersächsischer Fußballverband: Lüneburger SK Hansa (Oberliga Niedersachsen) – TuS Bersenbrück (Oberliga Niedersachsen)
  • Südbadischer Fußballverband: Bahlinger SC (Regionalliga Südwest) – FC 08 Villingen (Oberliga Baden-Württemberg)
  • Südwestdeutscher Fußballverband: TSV Schott Mainz (Regionalliga Südwest) – FK Pirmasens (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar)

15:30 Uhr:

  • Fußball-Verband Mittelrhein: Fortuna Köln (Regionalliga West) – Viktoria Köln (3. Liga)
  • Fußballverband Niederrhein: MSV Duisburg (3. Liga) - SC St. Tönis (Oberliga Niederrhein)
  • Sächsischer Fußball-Verband: FSV Zwickau (Regionalliga Nordost) – FC Erzgebirge Aue (3. Liga)
  • Württembergischer Fußballverband: SV Stuttgarter Kickers (Regionalliga Südwest) - SG Sonnenhof Großaspach (Regionalliga Südwest) 

16:30 Uhr:

  • Bayerischer Fußball-Verband: Würzburger Kickers (Regionalliga Bayern) – TSV 1860 München (3. Liga)
  • Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen: SC Verl (3. Liga) – Sportfreunde Lotte (Regionalliga West)
  • Hessischer Fußball-Verband: SV Wehen Wiesbaden (3. Liga) - SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (Regionalliga Südwest)
  • Saarländischer Fußballverband: 1. FC Saarbrücken (3. Liga) – FC 08 Homburg (Regionalliga Südwest)

Für den Fall, dass einer der aufgeführten Finalisten an den Relegationsspielen zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga teilnimmt, können sich Änderungen an den Ansetzungen ergeben.

Finaltag der Amateure: Neue Vermarktungsvereinbarung bis 2030 stärkt das Erfolgsformat

Die Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes haben gemeinsam mit der DFB GmbH & Co. KG und der ARD eine neue vertragliche Grundlage für den Finaltag der Amateure geschaffen. Die neue Vereinbarung sichert die Fortführung des erfolgreichen TV-Formats bis zum Ende der Saison 2029/2030 und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten, die Reichweite, Sichtbarkeit und Vermarktungspotenziale des deutschen Amateurfußballs weiter auszubauen.

Erstverwertung bleibt bei der ARD: Übertragung weiterhin im bekannten Format

Das zentrale Element des Formats bleibt auch in Zukunft unverändert: Die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten behalten die Free-TV-Erstverwertungsrechte am Finaltag der Amateure. Damit wird auch künftig das etablierte Sendeformat mit einer mehrteiligen, bundesweiten Live-Konferenz im Ersten fortgeführt. Das umfangreiche Livestream-Angebot mit mindestens 15 Einzelspielen in voller Länge auf sportschau.de und den Online-Portalen der Landesrundfunkanstalten ergänzt die TV-Übertragung auch in den kommenden fünf Jahren.

Neben der Medienrechte-Vermarktung übernimmt die DFB GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der best boys tv-factory GmbH auch die technische Umsetzung der TV-Produktion aller 21 Landespokalendspiele. Der Deutsche Fußball-Bund und seine Landesverbände erhalten durch die neue Vereinbarung erstmals auch die Möglichkeit, zusätzliche Vermarktungsrechte wahrzunehmen. Darunter fallen eine mögliche Live-Übertragung im deutschen Pay-TV sowie die Free- und Pay-TV Verwertung im Ausland.

Zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Formats für den Amateurfußball

Dirk Brennecke, Geschäftsführer des Fußball-Verbandes Mittelrhein, sagt stellvertretend für die Steuerungsgruppe des Finaltags der Amateure, die seit 2015 den gemeinsamen Endspieltag der Landespokale organisiert: Was einst als Idee begann und zunächst nur in den Köpfen weniger existierte, feierte im vergangenen Jahr bereits sein zehnjähriges Jubiläum. Mit der neuen Vermarktungsvereinbarung und der Entscheidung, die TV-Bildproduktion selbst zu übernehmen, hat das Projekt nun einen enormen Schritt nach vorn gemacht. Das betrifft nicht nur den gesteigerten Wert und die gestiegene Professionalität des Finaltags selbst, sondern eröffnet den Landesverbänden zugleich vielfältige Möglichkeiten für eine moderne und zukunftsorientierte Weiterentwicklung dieses bei Fans und Mannschaften gleichermaßen beliebten Formats für den Amateurfußball. Wir freuen uns schon jetzt auf die gemeinsame Übertragung des Finaltags der Amateure durch ARD, DFB GmbH & Co. KG und best boys tv‑factory GmbH am 23. Mai 2026.“

„Wir freuen uns sehr, dass der DFB seinen Beitrag dazu leisten kann, dieses erfolgreiche Format ‚Finaltag der Amateure‘ auch in den nächsten fünf Ausgaben am Tag des DFB-Pokalfinals der Männer umzusetzen. Neben der Sicherstellung des für alle Beteiligten wichtigen Status Quo der Live-Übertragung im Ersten sowie im Streaming in der ARD-Mediathek, wird der DFB dem Finaltag der Amateure zusätzliche mediale Sichtbarkeit und Relevanz im In- und Ausland verschaffen, nicht zuletzt durch Live-Übertragungen von ausgesuchten Einzelspielen auf unserem neuen Pay-TV-Sender DFB.TV“ sagt Kay Dammholz, Director Medienrechte der DFB GmbH & Co. KG.

Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator: „Unsere regionale Expertise zeichnet die ARD in ihrer Berichterstattung aus, der Blick auf die verschiedenen Regionen in Deutschland ist uns dabei auch im Sport sehr wichtig. Bei kaum einem anderen nationalen Sport-Event wird dies so sichtbar wie beim Finaltag der Amateure. Deshalb freut es uns sehr, unsere langjährige Vereinbarung für die nächsten fünf Jahre fortzusetzen und weiterhin an einem Termin alle Landespokalendspiele in mehrstündigen Livekonferenzen sowohl im Ersten als auch in der ARD Mediathek zu übertragen.“

Zum Finaltag der Amateure

Der Finaltag der Amateure ist in Form und Umfang einzigartig und begeistert Jahr für Jahr Millionen Fußballfans in ganz Deutschland. Im Rahmen des Formats werden jährlich alle Landespokalendspiele der 1. Herrenmannschaften ausgetragen und können in einer mehrstündigen TV-Livekonferenz sowie in einem umfangreichen Livestream-Angebot verfolgt werden. Die elfte Auflage des Finaltags der Amateure findet am 23. Mai 2026 und damit erneut am Tag des DFB-Pokalfinales der Männer statt, das am Abend im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird.

VSG Altglienicke und BFC Dynamo ziehen ins COSY-WASCH Pokalfinale ein

Am vergangenen Wochenende wurden in zwei spannenden Halbfinalpartien die Finalisten des COSY-WASCH Landespokals der 1. Herren ermittelt. Die VSG Altglienicke Berlin und der BFC Dynamo setzten sich durch und treffen nun am Finaltag der Amateure, dem 23. Mai 2026 im Mommsenstadion aufeinander.

Souveräner Sieg in Baumschulenweg

Die VSG Altglienicke Berlin traf im ersten Halbfinale auf den FC Hertha 03 Zehlendorf. Auf der heimischen Willi-Sänger-Sportanlage ließ die favorisierte VSG nichts anbrennen und führte bereits zur Halbzeit mit 3:0. Auch in der zweiten Hälfte überzeugten die Gastgeber weiter und sicherten sich mit einem deutlichen 4:0-Sieg den Finaleinzug. Dieses hatte man zuletzt in der Saison 2021/22 erreichen können.

„Wir haben einen Plan gehabt“

Durch frühe Treffer und eine starke Defensive spielten sie ihre Überlegenheit konsequent aus und präsentierten einen souveräne Leistung, wie auch Interimstrainer Dan Twardzik bilanzierte:

„Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet mit hohem Pressing und haben uns dann auch ziemlich frühzeitig mit den Toren belohnt. Wir haben einen Plan gehabt, alles vorne anzulaufen, was geht und das haben die Jungs mit maximaler Intensität geschafft."

Pokalkrimi auf ausverkauftem Paul-Kalkbrenner-Sportfeld

Etwas ausgeglichener war das Duell zwischen SV Sparta Lichtenberg 1911 und amtierenden Titelträger BFC Dynamo. In der Nachspielzeit glich der BFC aus und bewahrte sich somit die Chance, sich auch in diesem Jahr für das Finale zu qualifizieren. Auch wenn die Lichtenberger in der Verlängerung sogar nochmal in Führung gingen (97‘), konnte Dynamo noch einmal zurückkommen und innerhalb von 120 Sekunden die Partie drehen (102‘, 104‘). Ein spannendes Halbfinale mit hohem Tempo endete letzten Endes deutlich mit einem 3:6 für die Gäste aus Hohenschönhausen.

„Wir fahren einen verdienten Sieg ein“

Der BFC hat es auch in dieser Saison geschafft: Die Finalqualifikation im COSY-WASCH Landespokal. Foto: Sandra Ritschel

BFC-Trainer Sven Körner fasst zusammen: „Mein Fazit zum Spiel ist, dass wir hier einen verdienten Sieg einfahren, auch wenn es lange nicht danach aussah, weil wir erst in der letzten Minute der regulären Spielzeit den Ausgleich durch Kuffour machten.“ 


Die Highlights der Partien sind hier im kommentierten Video-Nachbericht auf YouTube einsehbar. 

Finaltag der Amateure 2025

Finaltag der Amateure 2025: Jubiläumsauflage sorgt für starke Einschaltquoten

Der Finaltag der Amateure ist in Form und Umfang einzigartig und begeistert Jahr für Jahr Fußballfans in ganz Deutschland. Die zehnte Auflage des Formats, in dessen Rahmen am 24. Mai 2025 20* Herren-Pokalendspiele der DFB-Landesverbände in einer mehrteiligen TV-Livekonferenz übertragen wurden, verfolgten erneut mehrere Millionen Zuschauende im Programm von „Das Erste“. Die Übertragung sorgte über mehr als sieben Stunden für starke Einschaltquoten mit Marktanteilen von konstant über 12 Prozent. Zusätzlich waren viele Begegnungen auch in voller Länge als Livestream auf den jeweiligen Online-Angeboten der produzierenden Landesrundfunkanstalten, auf sportschau.de und in der ARD-Mediathek zu sehen. Rund 123.000 Zuschauende verfolgten die Pokalendspiele vor Ort in den 20 Finalstadien und sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse für die Übertragung.

Die TV-Übertragung der ARD gliederte sich in vier Teilkonferenzen mit unterschiedlichen Anstoßzeiten. Der erste Block mit den um 12:30 Uhr angepfiffenen Begegnungen erreichte 860.000 Zuschauende bei einem Marktanteil von 12,6 Prozent. Die zweite Konferenz ab 14:30 Uhr steigerte sich auf 1,12 Millionen Zuschauende (13,2 Prozent Marktanteil). Besonders stark war der dritte Block ab 16:30 Uhr mit 1,63 Millionen Zuschauenden und einem Marktanteil von 14,9 Prozent. Den Abschluss bildete die Konferenz ab 17:30 Uhr, die mit 1,90 Millionen Zuschauenden einen Marktanteil von 13,8 Prozent erzielte.

„Amateurfußball bietet emotionale Highlights“

Dirk Brennecke, Koordinator des Finaltags der Amateure und Geschäftsführer des Fußball-Verbands Mittelrhein, sagt: „Der Finaltag der Amateure 2025 hat erneut gezeigt, welches Identifikationspotenzial im Amateurfußball steckt. Die Geschichten, die an diesem Tag geschrieben werden, verdienen diese große Bühne. Wir danken der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten für die hervorragende Umsetzung und freuen uns über das große Interesse – sowohl in den Stadien als auch vor den Bildschirmen.“

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky betont: „Der Finaltag der Amateure hat 2025 ein äußerst gelungenes Jubiläum gefeiert. Die starke Zuschauerresonanz konnte bei der zehnten Auflage des Formats im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal ausgebaut werden. Der Amateurfußball bietet immer wieder Emotionen, Spannung und die schönsten Geschichten - und wir freuen uns sehr, diese durch unsere Live-Übertragungen sichtbar machen zu können.“

Die elfte Auflage des Finaltags der Amateure ist für den 23. Mai 2026 geplant – erneut am Tag des DFB-Pokalfinales der Männer.

*Das Landespokalendspiel des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) konnte aufgrund der DFB-Pokal-Finalteilnahme von Arminia Bielefeld nicht am Finaltag der Amateure ausgetragen werden und war somit nicht Teil der ARD-Konferenz am 24. Mai 2025.

Pressekonferenz nach dem Finaltag der Amateure

Die Pressekonferenz nach dem COSY-WASCH Landespokalfinale der 1. Herren fand im Anschluss an die Begegnung im Mommsenstadion statt. Neben BFV-Präsident Bernd Schultz nahmen die beiden Trainer der Finalisten, Karsten Heine (BSV Eintracht Mahlsdorf) und Dennis Kutrieb (BFC Dynamo), auf dem Podium Platz.

Die PK kann mit einem Klick auf das Bild in voller Länge auf dem BFV-YouTube-Kanal angeschaut werden:

Dynamo zum Achten: BFC-Triumph im Pokalfinale

Das Mommsenstadion feierte ein rauschendes Fußballfest! Vor einer ausverkauften Kulisse von 8.400 Zuschauenden standen sich am 24. Mai 2025 der BSV Eintracht Mahlsdorf und der BFC Dynamo bei der zehnten Auflage des Finaltags der Amateure im Endspiel um den COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren gegenüber. Mit 2:0 konnte der BFC ein spannendes Spiel für sich entscheiden und damit über seinen achten Landespokalerfolg in die 1. Runde des DFB-Pokals einziehen.

Direkt auf Betriebstemperatur

Beide Teams starteten hochmotiviert in die Partie und wollten keine Zweifel daran aufkommen lassen, alles für einen Pokalsieg zu geben. Bereits nach wenigen Sekunden wurde es hektisch im Dynamo-Strafraum, BFC-Keeper Hainke konnte kurz hinter der Strafraumkante jedoch im Nachfassen unter Druck den Ball sichern.

Nicht nur Mahlsdorf zeigte sich in der Folge präsent vor dem Tor, auch Dynamo machte mit einigen Offensivaktionen auf sich aufmerksam und kam nach 21 gespielten Minuten sogar zur Führung: ein gezielter Steilpass erreichte auf dem rechten Flügel Henry Crosthwaite, der rasant in den Sechzehner eindrang und Eintracht-Schlussmann Büchel mit einem platzierten Strahl ins lange flache Eck überwinden konnte - 1:0 für Weinrot-Weiß!

Die Dynamos erarbeiten sich in der Folge eine Vielzahl an Strafraum-Situationen, ohne dabei zu zwingenden Abschlüssen zu kommen, während Mahlsdorf sich eher punktuell in Tornähe zeigte. Die gefährlichste Chance der Lila-Weißen hatte in der 28. Minute Valentin Rode, der nach einem Abwehr-Fauxpas Dynamos mit einem Abschluss von der Sechzehnerkante an Hainke scheiterte. Somit ging es mit einer knappen Führung für den BFC Dynamo in die Kabinen.

In Überzahl zum Erfolg

Die zweite Hälfte startete verhalten. Beide Teams waren um offensive Aktionen bemüht, wirklich zwingende Chancen blieben jedoch aus. In der 63. Minute schwächte sich die bisher gut agierende klassentiefere Einheit selbst: Anton Kanther leistete sich ein Foulspiel zu viel und wurde von Schiedsrichter Christoph Beblik mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Die Konsequenz waren vermehrt spielerische Vorteile für den BFC. So zwang etwa Kevin Lankford Mahlsdorf-Keeper Büchel bei einem Freistoß aus 18 Metern zu einer starken Flugeinlage (73.).

Scheiterte Lankford hier noch knapp, sollte es wenige Minuten später er sein, der den BFC endgültig auf die Siegerstraße führte: Ein sehenswerter Abschluss aus halblinker Position von David Grözinger wurde vom stark haltenden Büchel aus dem rechten Dreiangel gekratzt, gegen Lankfords Nachschuss aus Nahdistanz war der Mahlsdorfer Schlussmann aber machtlos. So stand es 2:0 für den DDR-Rekordmeister.

In der Schlussphase bemühten sich die dezimierten Mahlsdorfer redlich, noch etwas am Ergebnis zu ändern. So markierte Rico Gladrow mit einem satten Volley-Nachschuss von der Strafraumkante nach einem durch die BFC-Mauer geblockten Freistoß die beste Chance der Eintracht (84.). Keeper Hainke war jedoch mit einer Glanztat zur Stelle und sicherte seinem BFC Dynamo damit den 2:0-Sieg. Die Weinrot-Weißen gewannen damit zum achten Mal in der Vereinsgeschichte den Berliner Landespokal und ließen sich nach Spielende von ihren Fans gebührend für den DFB-Pokal-Einzug feiern.

Weiter geht es im Berliner Endspielsommer am Mittwochabend, den 28. Mai im Poststadion mit dem Finale im Nike Youth Cup der A-Junioren: Zur Terminübersicht mit Ticketlinks.

Einlaufmusik zum Finaltags-Jubiläum: „Ein Traum wird wahr“

Wenn der erste Ton erklingt, beginnt das Spiel – noch bevor der Ball rollt. Die Einlaufmusik bei einem Fußballspiel ist weit mehr als nur akustische Untermalung. Sie ist der emotionale Auftakt, der Gänsehaut erzeugt, Herzen schneller schlagen lässt und das Stadion in einen kollektiven Spannungszustand versetzt.

Für die zehnte Auflage des Finaltags der Amateure am 24. Mai 2025 haben die ausrichtenden Landes- und Regionalverbände des DFB eine eigene Einlaufmusik komponieren lassen, die in allen 20 Finalstadien zu hören sein wird. Produziert hat das Stück einer, der den Fußball und die Emotionen kurz vor Anpfiff einer Partie bestens kennt: Lasse Koslowski. Der Berliner ist seit 2014 DFB-Schiedsrichter, leitete seit 2016 Spiele der 2. Bundesliga und assistiert in der Bundesliga. Seit 2023 ist er zudem als FIFA Assistant Referee gelistet. Bevor die Tätigkeit als Unparteiischer zum Hauptberuf wurde, absolvierte Koslowski eine musikalische Ausbildung und arbeitete freiberuflich als Pianist, Klavierlehrer und Komponist. Für die Komposition der Finaltags-Einlaufmusik konnte der 37-Jährige seine beiden großen Leidenschaften zusammenbringen. Im Interview spricht er über dieses besondere Herzensprojekt.

Hallo Lasse, die von dir komponierte Einlaufmusik wird beim zehnten Finaltag der Amateure bundesweit in 20 Stadien zu hören sein. Was löst diese Vorstellung bei dir aus?

In erster Linie bin ich sehr dankbar, dass mir das ermöglicht wurde und es geht wirklich ein Traum für mich in Erfüllung. Seitdem ich Musik mache, habe ich gehofft, einmal für ein Event von größerer Tragweite etwas schreiben zu dürfen. Dass mein Stück die offizielle Einlaufmusik des Finaltags der Amateure ist, ist eine unglaubliche Sache für mich. Das ist Wahnsinn.

Wie ist das Stück entstanden?

Der Kontakt kam zunächst über den Berliner Fußball-Verband zustande, die mir von der Idee für eine Finaltags-Einlaufmusik berichtet und angefragt haben, ob ich jemanden für dieses Projekt kenne. Ich war sofort total begeistert und habe gesagt, das mache ich sehr gerne selbst. Zu Beginn der Arbeit muss man dann erstmal kategorisieren, was für eine Art Musik zu dem Anlass passt. Dabei ist mein Vorteil, dass ich die Situation des Einlaufens aus eigener Erfahrung kenne. Ich weiß, welche Stimmung erzeugt werden sollte. Ich hatte schnell eine Musik im Kopf und habe dann in meinem kleinen Studio das Stück zusammengefügt. Dabei probiert man viel am Keyboard aus: Welche Instrumente sind am besten geeignet? Was passt gut zu- bzw. aufeinander? Bis das finale Ergebnis steht, bringt man schon sehr viel Zeit dafür auf.

Das Ergebnis wird am 24. Mai zu hören sein. Was macht das Stück aus deiner Sicht aus?

Das Stück drückt vor allem Vorfreude aus – Vorfreude auf das Spiel, Vorfreude auf das Finale. Wenn die Mannschaften dann rauslaufen, steigen auch die Dynamik und die musikalische Spannung. Am Ende kommt es zu einem Highlight, das hoffentlich alle Beteiligten mitreißt. Natürlich hören die meisten das Stück am Finaltag dann eher unterbewusst, weil die Leute in erster Linie nicht wegen der Musik ins Stadion kommen. Das Stück soll einfach Vorfreude wecken – vielleicht auch im Unterbewusstsein.

Abschließend noch eine Frage: Wie ist deine persönliche Verbindung zum Finaltag der Amateure?

Ich bin dem Amateurfußball immer noch sehr verbunden und mache auch Nachwuchsarbeit im Schiedsrichter:innenbereich des Berliner Fußball-Verbands. 2013 habe ich selbst das Berliner Landespokalfinale der 1. Herren als Schiedsrichter geleitet, BFC Dynamo gegen den SV Lichtenberg 47, es schließt sich also ein kleiner Kreis (Anm. d. Red.: Der BFC Dynamo steht auch im diesjährigen Berliner Landespokalfinale, Gegner ist der BSV Eintracht Mahlsdorf). Den Finaltag habe ich immer mit Interesse verfolgt und ich freue mich, beim diesjährigen Jubiläum in Berlin im Stadion dabei zu sein.

ePaper zum Finaltag der Amateure 2025

Das digitale Programmheft zum COSY-WASCH Landespokalfinale der 1. Herren kann mit Klick auf das Bild eingesehen werden:

Pressekonferenz vor dem Finaltag der Amateure

Die Pressekonferenz vor dem COSY-WASCH Landespokalfinale der 1. Herren fand am 22. Mai 2025 in der BFV-Geschäftsstelle im Haus des Fußballs statt. Neben BFV-Präsidialmitglied Joachim Gaertner nahmen die beiden Trainer der Finalisten, Karsten Heine (BSV Eintracht Mahlsdorf) und Dennis Kutrieb (BFC Dynamo), auf dem Podium Platz.

Die PK kann mit einem Klick auf das Bild in voller Länge auf dem BFV-YouTube-Kanal angeschaut werden:

Pokalfinale vor Rekordkulisse

Am Samstag, dem 24. Mai, beginnt mit dem Finaltag der Amateure der Endspielsommer in Berlin: Im Finale des COSY-WASCH Landespokals der 1. Herren stehen sich Eintracht Mahlsdorf und BFC Dynamo gegenüber. Das Spiel ist bereits bis auf den letzten Platz ausverkauft. Mit 8.400 verkauften Tickets winkt beiden Mannschaften im Mommsenstadion ein Aufeinandertreffen vor Rekordkulisse (zu den Faninfos).  

Pokalfieber im Mommsenstadion 

Trotz der unterschiedlichen Klassenzugehörigkeit der Finalisten ist ein spannendes Aufeinandertreffen auf Augenhöhe zu erwarten. Als Regionalligist geht der BFC Dynamo als Favorit ins Spiel, dennoch spielt Oberligist Eintracht Mahlsdorf aktuell die erfolgreichste Saison in ihrer Vereinsgeschichte. 

Fast ein Jahrzehnt ist es her, dass sich beide Teams zuletzt in einem Pflichtspiel begegneten. Mahlsdorf, damals noch Verbandsligist, gab sich in der ersten Runde des Landespokals dem BFC nur knapp mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen. Derweil ist der Abstand zwischen den beiden Vereinen geschrumpft: Mahlsdorf führt aktuell die Oberliga an und könnte mit einem Sieg am letzten Spieltag den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen, und dem BFC damit in der kommenden Saison auch im Ligabetrieb begegnen. Dieser Doppelbelastung aus Endspurt in Oberliga und Pokal sieht Cheftrainer Karsten Heine gelassen entgegen:

„Für mich, um das nochmal hervorzuheben, überwiegt der Vorteil: Wir müssen in jedem Spiel über 100 Prozent geben. Das erfordert natürlich auch eine gewisse Steuerung, was wir mit der Mannschaft machen. Beide Wettbewerbe sind sehr reizvoll, und es wäre schön, wenn wir beide positiv für uns gestalten könnten. Dafür werden wir alles geben.“

Zwei würdige Finalisten 

Beide Teams haben sich den Einzug ins Finale redlich verdient. Mahlsdorf setzte sich im Halbfinale in einem echten Pokalkrimi nach Verlängerung gegen den BFC Preussen durch. Der BFC Dynamo feiert seine erste Finalteilnahme seit 2021, hierfür bezwang man in einem über weite Strecken engen Halbfinale die VSG Altglienicke mit 3:2 nach Verlängerung. Matchwinner Rufat Dadashov, der in der 113. Minute per Elfmeter den Finaleinzug sicherte, betont, dass sich die Mannschaft nun intensiv auf das Endspiel vorbereite: „Wenn du im Finale stehst, dann willst du es auch gewinnen!“ 

Wie die Mahlsdorfer dagegenhalten werden, wird sich am Samstag ab 12:30 Uhr zeigen. Der Sieger der Partie darf dann nicht nur den Landespokal in die Höhe recken, sondern auch das begehrte Ticket für die 1. Runde des DFB-Pokals 2025/26 lösen. Für Mahlsdorf wäre es das bislang größte sportliche Ereignis der Vereinsgeschichte. Der BFC kennt die große Bühne des DFB-Pokals nur zu gut. In der jüngeren Vergangenheit traf man hier unter anderem auf VfB Stuttgart, 1. FC Köln und FC Schalke 04.  

Endspiel live verfolgen 

Auch wenn das Mommsenstadion bereits ausverkauft ist, kann das Finale digital live verfolgt werden. Die Partie wird im Livestream auf Sportschau.de sowie in der ARD-Mediathek übertragen. Zudem läuft im Ersten eine Konferenz mit allen Landespokal-Endspielen. Kommentator des Berliner Finals im Livestream wird Lars Becker sein, in der TV-Konferenz meldet sich Christian Dexne aus dem Mommsenstadion.

„Der Finaltag der Amateure ist längst zum Feiertag für alle geworden“

Dirk Brennecke, Leiter der Steuerungsgruppe des Finaltags der Amateure und Geschäftsführer des Fußball-Verbandes Mittelrhein, und Ingolf Geske, einer der CvDs (Chef vom Dienst) der ARD-Sportschau, zählen zu den Initiatoren des bundesweiten Finaltags der Amateure, der am 24. Mai zum zehnten Mal steigt. Sie blicken auf ein Jahrzehnt voller spannender Entwicklungen und Geschichten zurück und bescheinigen der Veranstaltung eine vielversprechende Zukunft.

Herr Geske, Herr Brennecke, der Finaltag der Amateure feiert Jubiläum. Zum zehnten Mal sind die Landespokal-Endspiele am 24. Mai in einer großen Live-Konferenz der ARD zu sehen. Erfüllt das größte Amateurfußballevent Sie als seine Macher mit Stolz? 

Geske: Ich war ehrlich gesagt überrascht, als mir neulich der Zeitraum bewusst geworden ist. Ich denke, ein bisschen stolz darf man darauf sein, dass wir das in der ARD schon so lange begleiten. Wir werden das Jubiläum zelebrieren. 

Brennecke: Ich empfinde vor allem Freude, wenn ich die Entwicklung des Events Revue passieren lasse - vom Beginn, als wir 21 Landesverbände zum Mitmachen bewegen mussten, über schwierige Zeiten während der Pandemie bis zum herausragenden Status heute. Das geschafft zu haben, ist der Verdienst vieler engagierter Menschen, etwa in der Steuerungsgruppe zum Finaltag der Amateure, bei den Landesverbänden und in der ARD. 

Wer hatte die Idee und welche Herausforderungen galt es vor der Erstauflage zu meistern? 

Brennecke: Am Anfang stand die Ambition von Steffen Simon, damals WDR-Sportchef, etwas für den Amateurfußball zu tun. Wenn es mir gelinge, die Finals der drei Landesverbände in NRW zusammenzubringen, dann werde man diese im WDR übertragen, hat er mir gesagt. Das war der Ausgangspunkt. Wir mussten die Spielpläne angleichen und manch andere Herausforderung meistern, aber es hat 2015 geklappt.

Dabei ist es aber nicht geblieben. 

Brennecke: Nein, dasselbe Wechselspiel zwischen Aufgabe und Angebot gab es dann für alle 21 Landespokalfinals. Als wir das sehr schnell unter Dach und Fach gebracht haben, war Steffen Simon erstmal positiv geschockt. Er hat jedoch Wort gehalten und die Übertragung ist in das „Erste“ gegangen. Für viele war diese Entwicklung nicht vorstellbar. Es mussten schließlich 21 Endspiele gebündelt werden und die Pokalwettbewerbe deutschlandweit an diesem Tag enden – unabhängig vom unterschiedlichen Beginn der Sommerferien und anderen Formalitäten. 

Geske: Für uns galt es zu diesem Zeitpunkt, ein Konzept zu erarbeiten und mit allen Landesrundfunkanstalten umzusetzen. Die beiden entscheidenden Zahlen waren die Neun und die 21. Erstere steht für die Anzahl der beteiligten Rundfunkanstalten, zweitere für die Anzahl der Landesverbände des DFB. Und zusammen ergeben sie ein sehr hohes Maß an Koordinierung, die da auf uns alle damals zukam. Steffen Simon hat letztlich alle Sportchefs von der Idee überzeugt. Ich bin dann der Redakteur geworden, der seither alles als „Head of“ begleitet, die Impulsgeber aber waren Steffen Simon und Dirk Brennecke. Sie haben die Idee durchgefochten.  

Brennecke: Wir haben im ersten Moment gemerkt, dass wir für das Thema brennen und Lust haben, es zum Erfolg zu führen. Das gilt zweifellos auch für Dich, Ingolf. Erst danach kam bei mir das große Lernen. In den Landesverbänden haben wir die Fragestellungen der Fernsehmacher kennen- und beachten gelernt. Der Finaltag der Amateure ist auf diese Weise zum Weiterentwicklungsprogramm für die Fußball-Landesverbände geworden. Heute wissen wir, wie man Großveranstaltungen meistern und für die Entwicklung nutzen kann. Das ist ein großer Gewinn.  

Wie groß ist der Aufwand für „Das Erste“? 

Geske: Der Aufwand ist immens. Wir mussten bei zeitweilig 21 Finals schließlich 21 Spielorte mit Übertragungswagen ausstatten, jeweils drei bis fünf Kameras installieren, bei den Topspielen sogar noch mehr. Damit benötigen wir allein rund 120 Kameraleute. Hinzu kommen Kommentatoren, Field-Reporter und Redakteure in jedem Stadion. Da kommt man an Grenzen. Andererseits zeigt es auch die Stärke des föderalen ARD-Konzepts, dass es einfach jedes Jahr auf höchstem Niveau realisiert werden kann.  Das klappt  nur mit einem funktionierenden Team   

Brennecke: Wenn Gesprächspartner*innen diesen Aufwand nicht wertschätzen, schlage ich immer vor, mal 21 Namen von ARD-Kommentatoren aufzuschreiben. Da müssen die meisten Leute irgendwann passen. Das verdeutlicht die Dimension der Veranstaltung. 

Wie hat sich die Resonanz auf Livestreams und TV-Übertragung entwickelt? 

Geske: Die Entwicklung der TV-Quote ist ein zusätzliches Argument für die Fortsetzung der Veranstaltung. Es waren mal sechs bis sieben Prozent Marktanteil, wohlgemerkt bei siebeneinhalb bis acht Stunden Sendezeit. Zuletzt lagen wir bei mehr als zehn Prozent über die gesamte Zeit und im Maximum zur Primetime sogar bei bis zu 15 Prozent. Das ist enorm und füllt die Idee mit Leben, etwas für den Amateurfußball zu bewegen und damit dem Ehrenamt und der Basis einmal im Jahr eine besondere Plattform zu bieten. 

Gräbt man mit der Übertragung aller Spiele nicht den Vereinen das Wasser ab, weil Fans lieber auf dem Sofa sitzen bleiben, als ins Stadion zu gehen? 

Brennecke: Das Gegenteil ist der Fall. Mit dem Finaltag haben wir den Pokalwettbewerben in den Landesverbänden eine deutlich höhere Aufmerksamkeit verschafft, den Stellenwert erhöht. Die Stadien sind gut besucht, immer häufiger sogar ausverkauft. Von Vereinen und Aktiven erhalten wir sehr positive Resonanz. Über die intensive mediale Begleitung haben wir einen Imagetransfer geschafft. Und das zahlt sich am Ende auch wirtschaftlich aus. Bester Beleg ist die Gewinnung von Volkswagen und der Bundeswehr als bundesweit aktive Partner. 

Man verlässt am Finaltag ganz bewusst die Ebene des hochprofessionellen Fußballs, sendet aus vergleichsweise kleinen Stadien und arbeitet mit lokalen Organisator*innen zusammen. Macht das die Übertragung zum Abenteuer?

Geske: Manchmal ist Improvisationstalent gefragt. Moderator Gerd Gottlob ist im Hamburger Stadion Hoheluft mal auf einen Bauturm geklettert, um zu kommentieren. Manche Stadien sind aus TV-Sicht schlicht nicht gut geeignet, weil die Sonneneinstrahlung stört oder es an geeigneten Stellen für den Aufbau von Kameras fehlt. Das versuchen wir dann im Vorfeld zu vermitteln. Im Saarland hat mal ein Endspiel in einem sehr kleinen Stadion stattgefunden. Alles war beengt. Mehrfach sind Zuschauer*innen über Kabel gestolpert und dabei wurde dann auch ein Hauptstromkabel gezogen. Vom dortigen 5:1 waren dann nur drei Tore live zu sehen, die übrigen mussten wir nachreichen. Zum Glück hatten wir die Treffer zufällig mit nicht vom Stromausfall betroffenen Kameras aufgezeichnet. Für manche Stadien, die immer wieder Finalort sind, haben wir inzwischen auch Konzepte in der Schublade. Es gibt allerdings immer mal wieder organisatorische oder technische Herausforderungen, die redaktionelle Arbeit beginnt sowieso stets bei null. Aber darin liegt auch der Reiz. Tom Bartels hat mal gesagt, die Vorbereitung auf den Finaltag der Amateure, sei schwieriger als auf ein WM-Finale, mache aber mindestens genauso viel Spaß.  

Wäre es nicht einfacher, überall einen geeigneten, festen Endspielort festzulegen? 

Brennecke: Einige Landesverbände haben das getan, darunter auch wir am Mittelrhein. Das bietet organisatorische Vorteile. Allerdings ist das bei flächenmäßig deutlich größeren Verbänden wie dem Bayerischen Fußball-Verband nicht ideal. Die Finals sollen schließlich Publikum anziehen und dürfen daher nicht zu weit entfernt von der Heimat der beteiligten Vereine stattfinden. Entscheidend ist für mich zweierlei: Wir müssen die Stadien so vorbereiten, dass diese echte Endspielatmosphäre versprühen. Fans, Spieler und Verantwortliche müssen im ersten Augenblick spüren, dass ein besonderer Moment gekommen ist. Der andere Aspekt besteht darin, dem Fernsehen und Sponsoren gute Bedingungen zu bieten. Beides gelingt meines Erachtens, auch weil in den Finaltag bundesweite Partner involviert sind. 

Die Bilder der vergangenen Austragungen vermitteln diese Endspielatmosphäre großartig. Inwiefern ist da eine Entwicklung in den bisherigen neun Jahren zu beobachten? 

Geske: Es war von Beginn an eine Euphorie bei den teilnehmenden Klubs zu spüren.  Aber eines hat sich merklich verändert: In diesem Jahr sind sieben Sechstligisten dabei. Rekord! Das zeigt, mit welchem Einsatz auch niederklassige Vereine nun diesen Wettbewerb angehen. Sie wollen die starke Präsenz in der Öffentlichkeit, da wird im Verlauf des Cup-Wettbewerbs nichts mehr abgeschenkt, sondern auf den Höhepunkt des Jahres hingearbeitet. Der Finaltag der Amateure ist längst zum Feiertag für alle geworden. Und zu einem Sprungbrett ins Rampenlicht mit dem vorläufigen Höhepunkt in diesem Jahr: Landespokalsieger Bielefeld, dessen Reise am Finaltag der Amateure 2024 mit dem Sieg gegen Verl begann, steht nach Sendeende des diesjährigen Finaltags der Amateure im „großen“ DFB-Pokalfinale! 

Was waren Ihre persönlichen Highlights in den bisherigen neun Jahren? 

Brennecke: Gänsehautmomente erlebe ich in jedem Jahr: Nämlich immer dann, wenn ich vorab den TV-Trailer für das Ereignis anschauen darf und am Tag nach den Spielen die Quoten in den Blick nehme. Zu den Highlights gehören aber auch die vielen positiven Reaktionen und die Erkenntnis, dass selbst Bastian Schweinsteiger und Esther Sedlaczek ein paar Minuten auf unsere Veranstaltung warten würden. 

Was hat es damit auf sich? 

Geske: Um auch die Partien der abschließenden dritten Konferenz vollständig zeigen zu können, haben wir im vergangenen Jahr einen möglichen zeitlichen Puffer gestattet bekommen. Dieser hätte dann die beiden als Kommentatoren-Duo beim abendlichen DFB-Pokalfinale in Berlin betroffen.

Brennecke: Und genau diese Planung zeigt doch die Wertschätzung des Finaltags der Amateure. Das war ein Ritterschlag. 

Und was waren Ihre Highlights, Herr Geske? 

Geske: Ich betrachte nicht das einzelne Ereignis, mir bereitet die Sicht der Metaebene Riesenfreude. Wenn ich sehe, wie alle ARD – Rundfunkanstalten und die Fußball-Landesverbände an einem Strang ziehen und alle Kolleg*innen mit Leidenschaft dabei sind, macht das den Tag für mich zu einem besonderen.

Ist eine vergleichbare Veranstaltung im Frauenfußball oder anderen Sportarten denkbar? 

Geske: Das ist ja bereits Realität. Der Finaltag der Amateure ist zur Blaupause für „Die Finals“, also die gemeinsamen Deutschen Meisterschaften vieler Sportarten mit Übertragung in ARD und ZDF alle zwei Jahre, geworden. 

Brennecke: Im Hinterkopf haben wir derzeit die Synchronisierung der Halbfinals, nicht um alle 42 Spiele live zu zeigen, aber eine flächendeckende Berichterstattung im Online-Bereich umzusetzen. Technisch wäre ein Finaltag auch bei den Frauen oder A-Junioren denkbar. Man sollte allerdings immer schauen, ob ein Wettbewerb in der Fläche schon so weit ist und nicht überdrehen. 

Viele Fußballfans empfinden das Zusammenspiel der Landespokalfinals mit dem Finale im DFB-Pokal am gleichen Abend als perfekte Symbiose. Wird für Sie das Spiel in Berlin zwischen dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld, das das ZDF überträgt, zum entspannten Ausklang eines geschäftigen Abends?

Brennecke: Das Finale in Berlin ist zweifellos sowohl für die Übertragungsteams der Landesrundfunkanstalten als für die Mitarbeiter*innen in den Landesverbänden der Moment, in dem die Anstrengungen des eigenen Landespokalendspiels abfallen und das Finale der Profis in Berlin dem bundesweiten Feiertag des Fußballs die Krone aufsetzt.

Ausverkauft: COSY-WASCH Landespokalfinale steigt vor 8.400 Zuschauenden

Vier Tage vor dem Endspiel im COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren kann der Berliner Fußball-Verband vermelden, dass das Mommsenstadion restlos ausverkauft ist. Somit wird es am Spieltag auch keine Möglichkeit geben, Tickets vor Ort zu erwerben. Gemäß dem geltenden Sicherheitskonzept werden 8.400 Zuschauende die Begegnung zwischen dem BSV Eintracht Mahlsdorf und dem BFC Dynamo live vor Ort verfolgen. Es ist die größte Kulisse, die der BFV je bei einem seiner Landespokalendspiele im Mommsenstadion verzeichnet und ein beindruckender Rahmen für den Berliner Beitrag zur TV-Übertragung des zehnten Finaltags der Amateure.

Frühzeitige Anreise empfohlen

Aufgrund der Vollauslastung des Mommsenstadions bittet der BFV die Besucher*innen um eine möglichst frühzeitige Anreise. Der Einlass ist bereits ab Stadionöffnung um 11:00 Uhr möglich und ausdrücklich empfohlen, Wartezeiten an den Eingängen sind einzuplanen. 

Es sind ausschließlich eTickets oder print@home-Tickets zugelassen. Im Fall einer Ermäßigung ist an den entsprechenden Nachweis zu denken, dieser wird am Einlass kontrolliert. Ohne Nachweis erfolgt kein Eintritt in das Stadion. Rucksäcke oder Taschen, die das Format DIN A4 übersteigen, sowie Kinderwagen sind im Stadion nicht zugelassen und können somit nicht mitgeführt werden.

Vor Ort stehen keine öffentlichen Parkplätze zur Verfügung, weshalb um Anreise per ÖPNV gebeten wird. Über den S-Bahnhof Messe Süd ist das Stadion fußläufig zu erreichen. Fans der beiden Finalteilnehmer nutzen bitte die im folgenden Plan skizzierten Wege zu den entsprechenden Eingängen.

Tickets für weitere Landespokalendspiele online verfügbar

Nach dem Finaltag ist vor den Finaltagen: Auch nach dem Endspiel im COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren befindet sich Berlin in den kommenden Wochen weiterhin im Pokalfieber. Mit den Landespokalfinals der Junioren, Senioren, Frauen, Juniorinnen, 2., Unteren und 7er Herren stehen die nächsten Highlights im Amateurfußballkalender der Hauptstadt bereits in den Startlöchern.

Die Tickets zu den jeweiligen Endspieltagen sind ausschließlich online unter folgendem Link zu erwerben: berliner-fussball.ticket.io/

„Das Pokalfinale ist ein absoluter Höhepunkt!“

Anlässlich des Media Days zum COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren am 24. Mai 2025 kamen die Trainer beider Finalisten zu Wort und gaben einen Ausblick auf den bevorstehenden Finaltag. Im folgenden Interview gewährt Mahlsdorf-Coach Karsten Heine Einblick in die entscheidende Phase. 

Guten Tag, Herr Heine. Herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Pokalfinale! Wie groß ist die Vorfreude bei Ihnen und im Team?  

Vielen Dank erstmal! Wie man so schön sagt, ist die Vorfreude die schönste Freude und wir fiebern diesem Tag regelrecht entgegen. Was ich als sehr hilfreichen Moment empfinde, dass wir, Stand heute, auch in der Liga noch sehr gut dastehen, und um den Staffelsieg in der Oberliga mitspielen. Das sorgt für spannende Tage. Aber natürlich ist das Pokalfinale ein absoluter Höhepunkt – für Mannschaft, Verein, für uns alle.  

Das Halbfinale gegen Preußen war ein wahrer Pokalfight - ohne diesen Sieg wären Sie nicht im Finale. Welche Erinnerungen haben Sie an das Spiel?  

Sicherlich war es, auch für den neutralen Beobachter, ein mitreißendes Pokalspiel. Wir sind sehr früh in Rückstand geraten, konnten das aber gut wegstecken. Besonders in der Verlängerung haben wir, wie ich finde, deutlich untermauern können, dass wir den Sieg verdient haben. Insgesamt ist ein Halbfinale durch seine Spannung immer etwas ganz Besonderes. Wenn man dann noch als Sieger vom Platz geht, erinnert man sich natürlich besonders gern daran.  

Sie haben den Pokal bereits 1992 und 2004 mit Hertha II sowie 2020 mit Altglienicke gewinnen können. Was machen Sie in einem Endspiel womöglich anders als in einem Ligaspiel? Haben Sie ein Geheimrezept für den Pokalerfolg?  

Ein richtiges Geheimrezept gibt es da nicht. Außerdem gab es auch Zeiten und Finals, in denen wir nicht gewonnen haben. Es ist also keineswegs so, dass es da ein bestimmtes Geheimnis gäbe. Grundsätzlich läuft die Vorbereitung auf ein Endspiel ähnlich wie bei jedem anderen Spiel auch. Aber natürlich ist ein Finale eine besondere Situation: ein Endspiel, bei dem es um den Pokal geht – egal um welchen – ist immer spannend, das ist immer reizvoll. Das ist nochmal was anderes, weil es am Finaltag eine Entscheidung gibt. Und genau das macht den Reiz des Pokals aus: Am Ende gibt es immer einen Sieger. Das finde ich persönlich sehr spannend, und es bringt mir auch sehr viel Spaß. 

Im Zuge des Media Days führte der BFV in der Sportschule Wannsee mit beiden Finaltrainern Interviews. Karsten Heine war als Erster an der Reihe. Foto: Sandra Ritschel

Wie Sie bereits erwähnt haben, ist die Konstellation in der Liga ähnlich spannend wie im Pokal. Ist es ein Vor- oder Nachteil, in beiden Wettbewerben so stark gefordert zu sein?  

Das kann man erst im Nachhinein beurteilen. Ich persönlich finde unsere aktuelle Situation aber gut, da wir in jedem Spiel unter Spannung stehen. Schwieriger ist es eher, wenn es im Ligabetrieb um nichts mehr geht – wie aktuell beim BFC, wo die Schwierigkeit darin liegt, die Spannung hochzuhalten. Es kommt aber natürlich auch immer auf die Perspektive an. Für mich, um das nochmal hervorzuheben, überwiegt der Vorteil: Wir müssen in jedem Spiel über 100 Prozent geben. Das erfordert natürlich auch eine gewisse Steuerung, was wir mit der Mannschaft machen. Beide Wettbewerbe sind sehr reizvoll, und es wäre schön, wenn wir beide positiv für uns gestalten könnten. Dafür werden wir alles geben.  

Wie schätzen Sie Ihren Gegner BFC Dynamo ein?  

Zunächst einmal ist das eine starke Regionalliga-Mannschaft, das kann man sicher so sagen. Ich habe jedoch den Eindruck, ohne es von innen bewerten zu können, dass sie sich im Saisonverlauf vielleicht etwas mehr erhofft hatten. Deshalb ist dieses Pokalfinale für sie nicht nur ein echter Höhepunkt, sondern auch die Chance, eine durchwachsene Saison noch erfolgreich zu beenden. Für uns ist es reizvoll, gegen so eine Mannschaft spielen zu dürfen – nicht zuletzt, weil der BFC ein großes Fanpotenzial hat. Das sorgt für eine tolle Atmosphäre im Stadion und macht so ein Fußballspiel besonders reizvoll. Daher freuen wir uns sehr auf die Herausforderung und werden alles geben.  

Stichwort Atmosphäre: Welche Stimmung erwarten Sie im Mommsenstadion?  

Was die Unterstützung der Mannschaften betrifft, ist das, glaube ich, relativ einfach vorauszusehen. Der BFC wird mit seinen zahlreichen Fans im Hintergrund einen großen Vorteil haben. Aber auch von unserer Seite werden, gemessen an unseren Verhältnissen, eine ganze Menge Zuschauer kommen. Und ich finde, ich sagte das schon, dass das zu einem Finale dazugehört: ein möglichst volles Stadion, Begeisterung auf den Rängen. Ich hoffe, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, dass es ein spannendes, interessantes Pokalspiel wird. Damit die Zuschauer am Ende, egal wie es ausgeht, sagen können, dass sie ein tolles Spiel gesehen haben.   

Der „Finaltag der Amateure“ wird bundesweit im Fernsehen übertragen. Wie besonders ist es für Sie und Ihr Team, sich auf dieser Bühne präsentieren zu dürfen? Was bedeutet das für Sie?  

Ich finde es grundsätzlich sehr gut, dass die sogenannten Kleinen an so einem Tag mal an vorderster Front im Fernsehen zu sehen sind, auch wenn natürlich nicht jedes Spiel komplett übertragen wird. Für uns als Eintracht Mahlsdorf ist es eine tolle Sache, dass unser Verein bundesweit vertreten ist. Auch, dass man weiß:  Hier in Mahlsdorf, am Rande Berlins, wird Fußball gespielt. Für alle Beteiligten ist das eine sehr angenehme Sache.  

Gibt es einen Gegner, gegen den Sie besonders gerne antreten würden, wenn Sie in den DFB-Pokal einziehen sollten – sei es aus sportlichen oder emotionalen Gründen?  

In der Vergangenheit hatten die Mannschaften, mit denen ich den Landespokal gewinnen konnte, immer das Glück, in der ersten Runde einen sehr attraktiven Gegner zugelost zu bekommen (Anmerkung der Redaktion: 1992: SGK Heidelberg,  2004: FC Schalke 04,  2020: 1. FC Köln). Und genau das macht für einen kleineren Verein wie uns den besonderen Reiz aus. Am Ende ist es, denke ich, aber völlig unerheblich, welche Truppe einem zugelost wird. Aber das sind natürlich Träumereien. Wir gehen alles Schritt für Schritt an. 

“Wo ist Lina?”: BFV führt Awareness-Konzept ein

Am 24. Mai findet zum zehnten Mal der Finaltag der Amateure statt – mit ihm das Endspiel um den COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren. Neben dem sportlichen Höhepunkt setzt der BFV auch ein gesellschaftliches Ausrufezeichen: Erstmals kommt ein Awareness-Konzept zum Einsatz. 

„Wo ist Lina?“ 

Awareness bedeutet Aufmerksamkeit und Verantwortung füreinander zu schaffen, und das unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Verfasstheit. Mit seinem Awareness-Konzept verfolgt der BFV das Ziel, einen Raum zu schaffen, in dem sich alle sicher, respektiert und unterstützt fühlen.

Ein speziell geschultes Awareness-Team wird, gekleidet in lila Westen, während des Spiels im Einsatz und für alle ansprechbar sein. Über das Codewort „Wo ist Lina?“ können sich Besucher:innen diskret und vertrauensvoll an das Team wenden. Die Kontaktaufnahme ist auch digital und telefonisch möglich.

Finale mit Haltung 

Als Teil einer kleinen Pilotgruppe, gehört der BFV zu den ersten Landesverbänden des DFB, die in diesem Jahr ein Awareness-Konzept entwickeln und installieren. Dieses wird zunächst bei den Endspielen im COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren und Polytan-Pokal der Frauen zum Einsatz kommen, perspektivisch wird es auch bei weiteren Veranstaltungen ausgerollt. Der BFV setzt so ein deutliches Signal gegen Diskriminierung, Gewalt und jegliche Form grenzüberschreitenden Verhaltens und übernimmt zudem eine Vorreiterrolle. Es ist ein starkes Zeichen für mehr Sensibilität, Schutz und Teilhabe im Berliner Fußball – und ein Aufruf an alle, dem Beispiel zu folgen.

Finaltag der Amateure 2025: Endspiel-Konferenz der ARD feiert Jubiläum

Fußballdeutschland darf sich am 24. Mai 2025 auf ein besonderes sportliches Jubiläum freuen: Die Herren-Pokalendspiele der Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind im Rahmen der zehnten Auflage des Finaltags der Amateure erneut in einer mehr als siebenstündigen Live-Konferenz im Programm von „Das Erste“ zu sehen.

Die Berichterstattung von Deutschlands größtem Amateurfußballevent startet am Samstag, den 24. Mai um 12:00 Uhr. Die Übertragung der 20 Landespokalendspiele, in denen es für die Finalisten neben dem Titel auch um die begehrten Startplätze für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2025/2026 geht, gliedert sich in drei Teilkonferenzen mit vier verschiedenen Anstoßzeiten. Die ersten sechs Begegnungen werden um 12:30 Uhr angepfiffen. Der zweite Übertragungsblock beginnt um 14:30 Uhr mit sieben weiteren Partien. Die verbliebenen sieben Landespokalendspiele in der dritten Livekonferenz teilen sich auf die Anstoßzeiten um 16:30 Uhr (drei Partien) und 17:30 Uhr (vier Partien, alle ohne Verlängerung) auf. Die Übertragung des Finaltags der Amateure endet um 20:00 Uhr. Das Landespokalendspiel des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) wird wegen der DFB-Pokal-Finalteilnahme von Arminia Bielefeld zu einem späteren Zeitpunkt ausgetragen und kein Teil der ARD-Konferenz sein. 

Peter Frymuth, Präsident Fußballverband Niederrhein und DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: „Die Übertragung der Landespokalendspiele in der Livekonferenz der ARD bietet dem Amateurfußball eine einzigartige mediale Bühne. Dass der Finaltag nun sein zehnjähriges Jubiläum feiert, macht uns alle stolz. Der Amateurfußball bekommt damit die Aufmerksamkeit, die er verdient. Die Jubiläums-Ausgabe des Finaltags wird wieder für Begeisterung und denkwürdige Momente sorgen.“ 

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky betont: „Der Finaltag der Amateure ist ein Erfolgsformat, das Highlights für jeden Fußballfan bereithält. Wir freuen uns sehr, die Übertragung bereits im zehnten Jahr in Folge umsetzen zu dürfen. Die Jubiläumsausgabe des Finaltags der Amateure wird die beeindruckende Stimmung aus den Endspielstadien auch in diesem Jahr wieder zu unserem Millionen-Publikum im Ersten und in der ARD Mediathek transportieren.“ 

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbands, sagt: „Die Zuschauenden vor den Fernsehgeräten sowie die Fans im Mommsenstadion, in welches das COSY-WASCH Landespokalfinale nach einjähriger Abstinenz zurückkehrt, können sich auf einen großartigen Jubiläums-Finaltag freuen. Mit Oberligist Eintracht Mahlsdorf und dem Regionalligisten und DDR-Rekordmeister BFC Dynamo treffen zwei Teams zum Lokalduell aufeinander, die sicherlich eine packende Partie bieten werden. Berlin freut sich auf das Jubiläum des Finaltags der Amateure, der den Finalisten Jahr für Jahr die Möglichkeit bietet, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren. Ich wünsche beiden Teams im Namen des BFV viel Erfolg“.

Die Ansetzungen des Finaltags der Amateure 2025 am 24. Mai in der Übersicht: 

12:30 Uhr: 

  • Thüringer Fußball-Verband: FC An der Fahner Höhe (Thüringenliga) - ZFC Meuselwitz (Regionalliga Nordost) 
  • Hamburger Fußball-Verband: FC Eintracht Norderstedt (Regionalliga Nord) – USC Paloma (Oberliga Hamburg) 
  • Niedersächsischer Fußballverband: VfL Osnabrück (3. Liga) – TuS BW Lohne (Regionalliga Nord) 
  • Berliner Fußball-Verband: BSV Eintracht Mahlsdorf (NOFV-Oberliga Nord) – BFC Dynamo (Regionalliga Nordost) 
  • Südwestdeutscher Fußballverband: FK Pirmasens (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) – TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) 
  • Fußballverband Rheinland: FC Rot-Weiß Koblenz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) – FV Engers 07 (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) 

14:30 Uhr: 

  • Württembergischer Fußballverband: TSG Balingen (Oberliga Baden-Württemberg) – SG Sonnenhof Großaspach (Oberliga Baden-Württemberg) 
  • Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern: SV Pastow (Verbandsliga) - FC Hansa Rostock (3. Liga)
  • Südbadischer Fußballverband: Bahlinger SC (Regionalliga Südwest) – FC Auggen (Verbandsliga Südbaden) 
  • Schleswig-Holsteinischer Fußballverband: VfB Lübeck (Regionalliga Nord) – Kaltenkirchener TS (Landesliga Holstein) 
  • Badischer Fußballverband: GU-T SV Pforzheim (bfv-Verbandsliga) – SV Sandhausen (3. Liga) 
  • Fußballverband Sachsen-Anhalt: 1. FC Lok Stendal (Verbandsliga) - Hallescher FC (Regionalliga Nordost) 
  • Fußball-Landesverband Brandenburg: RSV Eintracht 1949 (NOFV-Oberliga Süd) – VfB Krieschow (NOFV-Oberliga Süd) 

16:30 Uhr: 

  • Fußball-Verband Mittelrhein: Alemannia Aachen (3. Liga) – Viktoria Köln (3. Liga) 
  • Fußballverband Niederrhein: MSV Duisburg (Regionalliga West) – Rot-Weiss Essen (3. Liga) 
  • Sächsischer Fußball-Verband: 1. FC Lok Leipzig (Regionalliga Nordost) – FC Erzgebirge Aue (3. Liga) 

17:30 Uhr: 

  • Bremer Fußball-Verband: SV Hemelingen (Bremen-Liga) – Bremer SV (Regionalliga Nord) 
  • Hessischer Fußball-Verband: SV Wehen Wiesbaden (3. Liga) – Hessen Kassel (Regionalliga Südwest) 
  • Bayerischer Fußball-Verband: FV Illertissen (Regionalliga Bayern) – SpVgg Unterhaching (3. Liga) 
  • Saarländischer Fußballverband: FC Palatia Limbach (Saarland-Liga) – FC 08 Homburg (Regionalliga Südwest)/1. FC Saarbrücken (3. Liga) | Halbfinale ausstehend

Für den Fall, dass einer der aufgeführten Finalisten an den Relegationsspielen zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga teilnimmt, können sich Änderungen an den Ansetzungen ergeben.

Finaltag der Amateure: Bundeswehr ist neuer Partner

Der Finaltag der Amateure, das größte Event im deutschen Amateurfußball, hat für das Jahr 2025 einen weiteren Partner gewonnen: die Bundeswehr. Diese Zusammenarbeit wird bei der zehnten Auflage der Veranstaltung am 24. Mai 2025 sichtbar sein. 

Seit 2016 findet der Finaltag der Amateure jährlich am Tag des DFB-Pokalfinals statt und wird von der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten in mehreren Konferenzblöcken live im TV und Stream übertragen. In diesem Rahmen werden bundesweit alle Landespokalendspiele der Männer in den 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgetragen. Die Gewinnerteams qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals der folgenden Saison. 

Als bundesweite Veranstaltung mit Liveberichterstattung aus 21 unterschiedlichen Spielstätten kann der Finaltag der Amateure im Hinblick auf den Produktionsumfang mit internationalen Sport-Großevents mithalten. Dementsprechend wichtig ist das Engagement von Partnern wie der Bundeswehr, um dem steigenden Organisationsaufwand gerecht zu werden und das Format kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der Finaltag der Amateure bietet allen Partnern die Chance, sich als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. 

Dirk Brennecke, Geschäftsführer des Fußball-Verbandes Mittelrhein, sagt stellvertretend für die Steuerungsgruppe des Finaltags der Amateure, die seit 2015 den gemeinsamen Endspieltag der Landespokale organisiert: „Die Partnerschaft mit der Bundeswehr in diesem Jahr ist ein wichtiger Schritt, um das Format der 21 Pokalendspiele zu stärken und zehn Jahre nach seiner Einführung einen weiteren Entwicklungsschritt zu gehen. Ob Breitensport wie Fußball oder Spitzensport, wie ihn die Bundeswehr fördert: Sport bringt Menschen zusammen und schafft Gemeinschaft. Gemeinsam mit der Bundeswehr wollen wir Werte wie Teamgeist, Leistungsbereitschaft und Resilienz stärker sichtbar machen und deren Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft unterstreichen. Wir danken der Bundeswehr für ihr Engagement und freuen uns auf die Zusammenarbeit beim Finaltag der Amateure 2025.“

Weitere Informationen zur Kooperation können den FAQ entnommen werden.

Eintracht Mahlsdorf und BFC Dynamo ziehen in COSY-WASCH Landespokalfinale ein

Am Ostermontag wurden in zwei spannenden Halbfinalpartien die Finalisten des COSY-WASCH Landespokals ermittelt. In beiden Spielen blieb eine Entscheidung in regulärer Spielzeit aus. Am Ende setzten sich Eintracht Mahlsdorf und BFC Dynamo durch, welche beim Finaltag der Amateure am 24. Mai im Mommsenstadion aufeinandertreffen werden. 

Last-Minute Verlängerung am Rosenhag 

Im ersten Halbfinale des Tages traf Oberligist BSV Eintracht Mahlsdorf auf den Ligakonkurrenten BFC Preussen. Beide Teams standen sich bereits im letzten Jahr im Pokal gegenüber. Damals setzte sich Mahlsdorf mit 3:0 durch – so deutlich sollte es in diesem Jahr jedoch nicht werden.  

Früh gingen die Gäste aus Lankwitz in Führung (2.). Beflügelt durch das schnelle Tor spielten sich die Preussen weiter hochkarätige Chancen heraus. Lediglich Mahlsdorf-Schlussmann Büchel sowie Aluminiumglück auf Seiten der Gastgeber verhinderten weitere Treffer. Die Eintracht hielt der Druckphase stand und fand langsam besser ins Spiel. Mit Beginn der zweiten Spielhälfte zog Mahlsdorf das Tempo an. Der verdiente Lohn: In der 51. Minute erzielte Nils Stettin per Kopfball den vorläufigen Ausgleich. Drei Minuten später stellte Nikolas Frank mit einem platzierten Abschluss die Führung für die Gäste wieder her (54.). 

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein dynamisches Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Das Chancenplus lag nun jedoch beim Gastgeber, welcher in der letzten Minute einen Elfmeter zugesprochen bekam. Dieser wurde sicher von Björn Jopek verwandelt, sodass sich die Mehrheit der rund 800 Zuschauer:innen auf eine Verlängerung freuen konnte (90.+1). Hier knüpften die Mahlsdorfer nahtlos an die starke Schlussphase der regulären Spielzeit an und wurden durch einen ansehnlichen Kopfball von Peter Köster erstmals in Führung gebracht. Justin Reichstein setzte den 4:2-Endstand der Partie fest. 

Die Highlights der Partie sind hier im kommentierten Video-Nachbericht auf YouTube einsehbar.

Spannender Pokalkrimi trotz früher Unterzahl 

Nicht weniger spannend verlief das zweite Halbfinale des Tages, welches über 2.300 Zuschauer:innen ins Sportforum Hohenschönhausen lockte. Dynamo setzte der Partie früh seinen Stempel auf. Nach einem Freistoß erzielte David Grözinger die Führung für den BFC (22.), welche von den Gastgebern dann clever verwaltet wurde. Die Gäste, sichtlich gehemmt, kassierten zu allem Überfluss in Person von Robert Deziel Jr. kurz vor dem Halbzeitpfiff die Gelb-Rote Karte (44.).  

Entgegen den Erwartungen kamen die Altglienicker erstarkt aus der Halbzeitpause und setzten durch einen krachenden Distanzschuss von Arnem Kujovic ein erstes Ausrufezeichen (49.). In der 67. Minute schließlich gelang ihnen durch den zur zweiten Halbzeit eingewechselten Joker Grace Bokake der Ausgleich. Der BFC fand nun wieder zurück in die Spur. McMoordy Hüther bescherte Dynamos zweiten und verdienten Führungstreffer (85.). Doch die VSG gab sich nicht geschlagen: Erneut gelang den mutigen Gästen in Unterzahl der Ausgleich (90+2), wodurch auch dieser Halbfinalkrimi in die Verlängerung ging. Erst in der 113. Minute sorgte Rufat Dadashov per verwandeltem Handelfmeter letztlich für die Erlösung der Gastgeber. Es ist der erste Finaleinzug des BFC seit 2021.  

Wegen kurzfristigen Personalausfalls konnte außerplanmäßig kein Video-Nachbericht erstellt werden. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Finaltag der Amateure 2025 steigt im Mommsenstadion

Das Endspiel um den COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren kehrt zur laufenden Saison 2024/2025 ins Charlottenburger Mommsenstadion zurück.

Am Samstag, den 24. Mai 2025 findet im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure“ das Endspiel um den COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren statt. Nachdem das Finale in der vergangenen Spielzeit im Lichtenberger Hans-Zoschke-Stadion ausgetragen wurde, steigt das Finale der laufenden Saison 2024/2025 im Mommsenstadion im Berliner Bezirk Charlottenburg. Den Beschluss dafür fasste das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes. 

Nachdem sich das Mommsenstadion ab 2021 als Finalort des Berliner Landespokalwettbewerbs der 1. Herren etabliert hatte, machte die Sanierung der Spielstätte im Vorfeld der UEFA EURO 2024 für das vergangene Endspiel einen Umzug ins Hans-Zoschke-Stadion nötig. Nach Abwägung aller organisatorischen und infrastrukturellen Faktoren traf das BFV-Präsidium in enger Abstimmung mit der Abteilung Events die Entscheidung, für das Finale im Jahr 2025 ins Mommsenstadion zurückzukehren. Alternative Spielstätten konnten durch andere Faktoren frühzeitig für die Austragung ausgeschlossen werden. 

Der Beschluss wurde von Präsidialmitglied Spielbetrieb Joachim Gaertner im Rahmen der öffentlichen Achtelfinalauslosung am 17. Oktober 2024 verkündet. Der Vorsitzende des Spielausschusses sagt zu der Entscheidung: “Das Mommsenstadion hat sich bereits in den Jahren 2021 bis 2023 als Endspielstätte etabliert und durch die Sanierung im Vorfeld der EURO 2024 nochmals eine Aufwertung erfahren. Es erfüllt die Anforderungen an Organisation und Sicherheit so gut, wie kein anderes in Frage kommendes Stadion und wird somit auch im nächsten Sommer wieder einen würdigen und zuverlässigen Rahmen für das Finale im COSY-WASCH Landespokal Berlin bieten.”

Rückblicke

Finaltag 2024: Viktoria macht beim Finaltag der Amateure die Zehn voll

Über einen 3:0-Finalsieg gegen Tus Makkabi im Finale des COSY-WASCH Landespokals holte sich Viktoria Berlin zum zehnten Mal den Titel.

Runde Sache für den FC Viktoria 1889 Berlin: Vorgängervereine berücksichtigt, konnte der Club sich zum zehnten Mal die Trophäe des Berliner Landespokalwettbewerbs der 1. Herren sichern. Im Endspiel um den COSY-WASCH Landespokal Berlin am Samstag, den 25. Mai 2024 im Lichtenberger Hans-Zoschke-Stadion besiegte das Team Finalgegner TuS Makkabi Berlin mit 3:0.

Chancenplus für späteren Sieger

Beide Mannschaften boten den 2.739 Zuschauenden eine intensive und ausgeglichene Anfangsphase. Ein Klassenunterschied war zunächst nicht erkennbar und Oberligist Makkabi spielte selbstbewusst nach vorne. Die ersten guten Chancen gehörten dennoch der Viktoria. In der elften Minute zog Julien Damelang kurz vor der Mittellinie an, stürmte an Freund und Feind vorbei in Richtung Tor und legte kurz vor der Strafraumkante ab zu seinem Kollegen Oleg Scacun, dessen Abschluss rechts am Kasten vorbeizog. Nach ersten leichten Schwierigkeiten zog der Regionalligist das Spielgeschehen zunehmend an sich und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Abschlüsse von Aiden Bardian Liu (19.) und Laurenz Dehl (23.), ein Kopfball aus Nahdistanz von Lucas Falcao (36.) sowie ein Distanzschuss von Meisour Mohamed (40.) fanden jedoch nicht den Weg in den Kasten.

Die vielversprechendste Chance der ersten Halbzeit bot sich den „Himmelblauen“ dann kurz vor dem Pausenpfiff: Durch einen Abstimmungsfehler in der Makkabi-Defensive kam der Ball zu Scacun, dessen Abschluss auf das halbleere Tor jedoch von Makkabi-Keeper Jack Krause genau so überragend pariert wurde, wie auch der anschließende Nachschuss (44.). Somit ging es trotz vieler guter Chancen mit einem 0:0 in die Kabinen.

Viktoria ballert sich zum Titel

Der zweite Spielabschnitt war kaum angelaufen, da belohnte Viktoria sich für das Chancenplus der ersten Halbzeit. Ein Angriff über rechts wurde zwar von der Makkabi-Abwehr geblockt, der Ball sprang jedoch genau vor die Füße von Berk Inaler, der das Spielgerät von der Strafraumkante souverän am Keeper vorbei zum 1:0 einschoss (48.). Elf Minuten später bot sich der Viktoria die große Chance, die Führung auszubauen: Nach einem Defensiv-Missverständnis auf Seiten Makkabis waren Lucas Falcao und Shean Mensah frei durch, Falcao legte ab für seinen Teamkollegen, aber TuS-Schlussmann Krause war erneut überragend zur Stelle und parierte die hundertprozentige Torchance (59.).

Makkabi gestaltete die zweite Halbzeit deutlich ausgeglichener, was sich bald auch in den ersten Torchancen widerspiegeln sollte. In der 68. Minute kam der Ball von der linken Seite in den Viktoria-Strafraum. Dort gelangte der Ball im Getümmel zu Kanto Voahariniaina, der das Leder aus zwölf Metern über die Latte jagte. Damit wurde im Spiel ein wahrer Reigen an Torchancen eingeleitet. 75 Minuten waren gespielt, da traf Viktorias Mensah aus spitzem Winkel den Außenpfosten. Drei Minuten später musste Viki-Keeper Florian Horenburg sich mächtig strecken, um einen Makkabi-Distanzschuss zu parieren. Kurz darauf klingelte es dann erneut auf der Gegenseite: Viktorias Mensah eroberte auf dem linken Flügel den Ball, spielte die Kugel in den Sechzehner zu Lucas Falcao, der platziert ins lange Eck zum 2:0 traf (80.). Damit war das tapfer kämpfende Makkabi nahezu geschlagen und konnte nicht verhindern, dass die Viktoria noch auf 3:0 erhöhte. In der 87. Minute kam Linksaußen Mensah an den Ball und zog zielstrebig in den Strafraum, wo sein cleverer Abschluss ins kurze Eck an den Innenpfosten knallte und von dort zu Julien Damelang sprang, der zum 3:0-Endstand ins leere Tor traf.

Nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Tom Channir kannte der Jubel bei den „Himmelblauen“ keine Grenzen mehr. Zum zehnten Mal durfte der Verein die Trophäe in den Himmel stemmen. Der Berliner Fußball-Verband gratuliert dem FC Viktoria 1889 Berlin herzlich zum Gewinn des COSY-WASCH Landespokals Berlin und dem damit verbundenen Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.

Finaltag 2023: Makkabi Berlin holt nach 120 Minuten den Pokal

Im Endspiel um den COSY-WASCH Landespokal Berlin sicherte sich Makkabi Berlin gegen Sparta Lichtenberg per 3:1-Sieg nach Verlängerung den Pokal.

Am 3. Juni 2023 trafen im Mommsenstadion der Oberligist TuS Makkabi Berlin und Berlin-Liga-Meister SV Sparta Lichtenberg im Finale um den COSY-WASCH Landespokal der 1. Herren aufeinander. Vor einer euphorischen Kulisse von 4.673 Zuschauenden setzte sich der TuS nach Verlängerung mit 3:1 durch. Damit holte sich das Team nicht nur den Pokal, sondern qualifizierte sich zudem für die 1. Runde im DFB-Pokal.

Sparta-Führung aus elf Metern

Nachdem sich beide Mannschaften zunächst zu einer Schweigeminute für den im Rahmen eines Jugendturniers in Frankfurt verstorbenen Berliner Jugendfußballer Paul aufgereiht hatten, konnte das Endspiel beginnen – und die Begegnung hatte direkt einiges zu bieten. Bereits nach nicht mal einer gespielten Minute gelangte Makkabi-Spieler Kalilu Conteh im Strafraum an den Ball, setzte das Leder jedoch recht deutlich drüber. Gefährlicher wurde es bereits keine zwei Minuten später: auf halbrechter Position drang Makkabi-Stürmer Guilherme Henrique Lopes de Oliveira halbrechts in den Sechzehner ein, scheiterte mit seinem Schuss jedoch am wachen Sparta-Keeper Tim Erdmann, der zur Ecke parierte (3.)

In der neunten Spielminute meldete sich auch Sparta erstmals offensiv in diesem Spiel, als der Ball zu Mohamed Saloun Toure gelangte, der im Laufduell beim Eindringen in den Strafraum jedoch von seinem Gegenspieler im Gesicht getroffen wurde, weshalb Schiedsrichter Kai Kaltwaßer auf den Punkt zeigte. Nach der fast dreiminütigen Behandlungspause nahm sich Spartas Daniel Hänsch der Sache an und jagte das Leder wuchtig rechts ins Gehäuse, womit er die 1:0-Führung für seine Lichtenberger markierte (13.).

Der TuS brauchte anschließend etwas, um sich wieder zu sammeln, verzeichnete jedoch im Verlauf der ersten Halbzeit weiter ein Chancenplus. In der 28. Minute drang zunächst de Oliveira nach starkem Zuspiel in den Sparta-Strafraum ein, sein Heber wurde jedoch auf der Linie geklärt. Elf Minuten später war es wieder der sehr auffällige de Oliveira, den eine butterweiche Flanke von links erreichte, ehe der Makkabi-Stürmer seinen Kopfball jedoch haarscharf neben den Pfosten setzte (39.). In der Nachspielzeit des ersten Spielabschnitts kam auch Lichtenberg noch mal zu einer Möglichkeit: Felix Polster überwand links außen die Abseitsfalle und hatte viel Platz, bei seinem Zuspiel in die Mitte fehlten dem im Strafraum lauernden Lukas Rehbein jedoch ein paar Zentimeter, um mit dem Fuß an den Ball zu gelangen und diesen auf das Tor zu bringen.

Makkabi mit längerem Atem in der Verlängerung

Die zweite Halbzeit begann, wie bereits die erste, mit Offensiv-Druck des TuS Makkabi, diesmal jedoch mit erfolgreichem Ausgang: In der 49. Minute spielten Makkabi und Sparta „Ping-Pong“ im Lichtenberger Strafraum, bis der Ball zu Tim Häußler gelangte, der die Kugel aus rund 17 Metern zentraler Position flach in die Maschen jagte – 1:1-Ausgleich für Makkabi.

Der zweite Spielabschnitt war in der Folge von weitestgehend vorsichtigen Offensiv-Bemühungen beider Mannschaften geprägt, die vorne die Lücke suchten. Erst in der 89. Minute konnte die nächste Top-Chance verzeichnet werden, als Makkabis Kapitän Doron Bruck einen langen Ball herunterpflückte und im Strafraum aus sehr aussichtsreicher Position letztlich doch weit über das Gehäuse zielte und so den Lucky Punch verpasste.

Ein intensives und hochspannendes Endspiel ging damit in die Verlängerung, und die begann mit einer Chance für die „Spartaner“: Mohamed Toure setzte sich stark über die rechte Seite durch und passte den Ball in die Mitte, dort traf der eingewechselte Gojko Karupovic das Spielgerät jedoch nicht richtig und vergab aus guter Position (92.)

Hatte der erste Abschnitt der Verlängerung noch dem SV Sparta gehört, zog Makkabi nach dem Seitenwechsel das Zepter zunehmend an sich, jedoch scheiterte erst Caner Özcin am gut reagierenden Keeper (107.), ehe der Stürmer kurz darauf aus guter Position nur das Außennetz traf (112.).

In der 118. Minute einer spannenden Finalpartie kannte dann auf Seiten von Makkabi der Jubel keine Grenzen mehr. Ein Freistoß aus rund 20 Metern setzten die Blau-Weißen an die Unterkante der Latte, von wo der Ball unglücklich Sparta-Akteur Lukas Noack an den Rücken und von da aus zum 2:1 für den TuS ins eigene Tor sprang. Damit war das Spiel jedoch noch nicht beendet, denn in der Nachspielzeit der Verlängerung drang Makkabi noch mal über rechts in den Strafraum ein und am Ende war es Kyan Soltanpour, der den Ball nach überlegtem Querpass nur noch ins leere Tor schieben brauchte – der 3:1-Endstand und der erste Titel für den TuS Makkabi im Berliner Landespokal.

Der Berliner Fußball-Verband gratuliert dem TuS Makkabi Berlin herzlich zum Gewinn des COSY-WASCH Landespokals sowie dem SV Sparta Lichtenberg zu einem starken zweiten Platz.

Finaltag 2022: Viktoria Berlin holt den Pott

In einer turbulenten Schlussphase sicherte sich Viktoria Berlin den 2:1-Finalsieg über die VSG Altglienicke.

Im Rahmen des siebten Finaltags der Amateure standen sich am 21. Mai 2022 um 12:15 Uhr die VSG Altglienicke (Regionalliga Nordost) und der FC Viktoria 1889 Berlin (3. Liga) zum Endspiel um den AOK-Landespokal der 1. Herren im Mommsenstadion gegenüber. Dabei ging es nicht nur um den Pokalsieg, sondern auch um die Teilnahme an der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.

Altglienicke führt zur Pause

Die Partie begann vor 1.215 Zuschauenden mit einem gegenseitigen Abtasten beider Mannschaften. Die erste konkrete Torchance hatte nach rund zehn Minuten Viktoria Berlin zu verbuchen, als im Anschluss an eine Ecke Björn Jopek aus dem Rückraum knapp einen halben Meter über das Tor zielte. In der 19. Minute war es dann Viktorias Lucas Falcao, der nach einem Steilpass frei durch war, sich jedoch von VSG-Keeper Leon Bätge zu sehr in den spitzen Winkel drängen ließ und so nur das Außennetz traf.

Als die insgesamt chancenarme Partie sich langsam der Halbzeit entgegenneigte, konnte die VSG Altglienicke mit der ersten hochkarätigen Tor-Möglichkeit direkt das 1:0-Führungstor erzielen: Nach präziser Flanke köpfte Tugay Uzan aus rund elf Metern per Kopf zur Altglienicker Führung ein. Kurz darauf bot sich Florijon Belegu sogar noch die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, aber der Offensiv-Akteur scheiterte an Viktoria-Keeper Philip Sprint, womit es zur Pause bei der knappen Führung blieb.

Intensive zweite Hälfte

Der zweite Spielabschnitt startete mit deutlich mehr Tempo, auch weil Viktoria jetzt viel investierte, um den Rückstand zu egalisieren. So ergaben sich in der ersten Viertelstunde drei Großchancen für die „Himmelblauen“: Erst zielte Lukas Pinckert knapp vorbei (47.), ehe VSG-Torhüter Leon Bätge zweimal stark gegen Moritz Seiffert (50.) und gegen Enes Küc (59.) klärte.

In der Folge bot sich der VSG Altglienicke mehrfach die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Nach 64 gespielten Minuten zog Paul Manske rechts freistehend etwas zu überhastet ab. Nur drei Minuten später ging sein Schuss aus aussichtsreicher Position knapp am langen Eck vorbei. In der 75. Minute ereignete sich die wohl größte Tormöglichkeit des Spiels, als Altglienicke innerhalb von Sekunden mehrfach zum Abschluss kam, aber entweder Viktoria-Keeper Philip Sprint oder einer seiner Teamkollegen auf der Linie zur Stelle waren.

Viktoria mit Last-Minute-Triumph

In der Schlussphase überschlugen sich schließlich die Ereignisse. Zunächst musste Viktoria auf Grund einer Verletzung zu zehnt weiterspielen. Kurz darauf stellte Schiedsrichter Pascal Wien Altglienickes Tim Häußler wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Feld – das Gleichgewicht war wiederhergestellt. In unmittelbarer Folge des fälligen Freistoßes war es dann Lukas Pinckert, der in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich für Viktoria Berlin erzielen konnte. Doch damit war das Spiel noch nicht vorbei: Als alles auf eine Verlängerung hinauszulaufen schien, setzte sich Viktorias Soufian Benyamina im Alleingang gegen die Altglienicker Defensive durch und netzte schließlich trocken zum umjubelten 2:1-Siegtor ein (90.+5).

Während auf der einen Seite gefeiert wurde, war die Stimmung bei der VSG Altglienicke nach der Last-Minute-Niederlage entsprechend gedämpft. VSG-Coach Karsten Heine gratulierte dem Gegner dennoch fair und zog ein sachliches Fazit: „Wenn du die Tore vorne nicht machst, musst du eben hinten heraus mit sowas rechnen. Deshalb heften wir uns die Niederlage auch selber an. Das war am Ende unnötig“.

Viktoria Berlin kürte sich hingegen zum neunten Mal zum Pokalsieger. Trainer Farat Toku war gerade angesichts des Drittliga-Abstiegs in der Vorwoche sehr erleichtert über den positiven Saisonabschluss: „Wir wollten uns nach den intensiven letzten Wochen vernünftig verabschieden und einfach noch mal ein positives Ergebnis einfahren. Das haben wir geschafft und ich denke auch, dass wir nach diesen 90 Minuten als verdienter Sieger vom Platz gegangen sind.“

Der Berliner Fußball-Verband gratuliert dem FC Viktoria 1889 Berlin zum Gewinn des AOK-Landespokals 2022. Am Mittwochabend, den 25. Mai geht der „Endspiel-Sommer“ 2022 im Berliner Amateurfußball mit dem Finale im Nike Youth Cup der A-Junioren weiter.

Finaltag 2021: BFC Dynamo triumphiert im AOK-Landespokal

Im Endspiel des AOK-Landespokals konnte sich der BFC Dynamo mit 2:1 gegen den Berliner AK durchsetzen.

Am 29. Mai 2021 um 13:00 Uhr wurde im Rahmen des sechsten Finaltags der Amateure im Mommsenstadion das langerwartete Endspiel im AOK-Landespokal der 1. Herren angepfiffen. Im Finale standen sich die beiden Regionalligisten BFC Dynamo und Berliner AK 07 gegenüber, um nicht nur den diesjährigen Berliner Pokalsieger, sondern auch den Teilnehmer für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals auszuspielen. Das Spiel wurde live im rbb-Fernsehen übertragen.

Erste Halbzeit nimmt spät Fahrt auf

Nachdem Referee Matthias Alm, für den das Finale sein letztes Spiel als Schiedsrichter war, die Begegnung angepfiffen hatte, stellten beide Teams direkt ihre Gier nach dem Pokal unter Beweis und lieferten sich ein intensives Spiel, wobei wirkliche Torchancen jedoch lange ausblieben. Nach einer guten halben Stunde zirkelte der BFC Dynamo einen Freistoß aus vielversprechender Position am Tor vorbei, ehe es nach 37 gespielten Minuten auf der anderen Seite Nader El-Jindaoui war, der mit seiner Großchance für den Berliner AK an BFC-Keeper Kevin Sommer scheiterte.

Kurz vor der Halbzeit wurde der bereits verwarnte Ugur Tezel nach wiederholtem Foulspiel von Referee Alm mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Spannende zweite Hälfte

Nach dem eher chancenarmen Beginn der ersten Hälfte hatte es der Start von Halbzeit zwei dafür umso mehr in sich: Das Spiel lief gerade einmal seit knapp drei Minuten, als Andreas Pollasch für den BFC Dynamo eine Freistoß-Flanke verwertete und so in der 49. Minute für die Weinrot-Weißen auf 1:0 stellte.

Der Berliner AK wollte den Rückschlag nicht auf sich sitzen lassen und machte sofort Druck: Nur fünf Minuten nach dem Rückstand konnte BAK-Akteur Nader El-Jindaoui eine hochkarätige Torchance allerdings nicht verwerten. Für den BFC war es dann nach rund 60 Spielminute Andor Bolyki, der es verpasste, das 2:0 nachzulegen.

Die „Athleten“ schafften es in der zweiten Hälfte zunehmend, die Unterzahl zu kompensieren und den BFC unter Druck zu setzen, ohne dabei jedoch wirklich zwingend vor den gegnerischen Kasten zu kommen. Erst rund drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit vergab Lukas Lämmel eine Großchance auf den Ausgleich. Anschließend ging es unmittelbar in die andere Richtung: Dynamo-Spieler Matthias Steinborn behielt im Eins-Gegen-Eins gegen BAK-Schlussmann Pascal Kühn die Nerven und traf zum 2:0.

Am Ende wurde es noch einmal spannend: In der Nachspielzeit bekam der Berliner AK einen Foulelfmeter zugesprochen, den Nader El-Jindaoui zum Anschlusstreffer verwerten konnte.

Siebter Pokal-Sieg für den BFC Dynamo

Letztlich blieb es beim 2:1 für den BFC Dynamo, der nach dem Spiel zum siebten Mal die Trophäe des Berliner Landespokals in den Himmel stemmen durfte und sich damit für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizierte. Dynamo-Trainer Christian Benbennek zeigte sich nach der Partie hochzufrieden: „Wir sind während des Spiels immer wieder zappelig geworden. Am Ende hat uns aber das 2:0 mehr Sicherheit gegeben. Am Ende sind wir glücklich, dass wir es geschafft haben, und ich freue mich für uns und unsere Fans, dass wir heute etwas zu feiern haben.“

Auf der anderen Seite betonte BAK-Trainer André Meyer: „Mit einer Roten Karte ist es schwer, gegen eine so gute Mannschaft zu bestehen, aber wer die zweite Halbzeit gesehen hat, der weiß trotzdem, was in meinem Team steckt. Am Ende kommt es darauf an, dass man ein Tor mehr macht, als der Gegner, und das haben wir heute nicht geschafft.“

Finaltag 2020: Altglienicke gewinnt erstmals den Berliner Landespokal

Die VSG Altglienicke schlägt den FC Viktoria 1889 Berlin am Finaltag der Amateure mit 6:0.

Die VSG Altglienicke hat erstmals in der Vereinsgeschichte den Berliner Pokalwettbewerb der 1. Herren gewonnen und ist mit dem Finalsieg zudem in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Karsten Heine, der den Wettbewerb bereits 1992 und 2004 mit Hertha BSC II gewinnen konnte, entschied das Endspiel im AOK-Landespokal gegen den FC Viktoria 1889 Berlin mit 6:0 für sich. Die Partie am Samstag, den 22. August 2020 wurde im Rahmen des fünften Finaltags der Amateure in einer großen Livekonferenz in der ARD übertragen.

Altglienicke geht kurz vor der Pause in Front

Der FC Viktoria 1889 Berlin fand zunächst besser in die Begegnung, die ohne Zuschauer/innen im großen Stadion des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks ausgetragen wurde. Erstmals näherten sich die Himmelblauen durch einen Distanzschuss von Shinji Yamada dem VSG-Tor an (12. Minute). Wenig später schoss Viktoria-Stürmer Falcao nur haarscharf über die Latte (17.). In der 40. Minute sollte der Verein aus Lichterfelde der Führung erstmals richtig nah kommen: Nach einer Ecke fiel Patrick Kapp der Ball im Sechzehner vor die Füße, sein Schuss aus kurzer Distanz landete jedoch am Lattenkreuz und nicht in den Maschen.

Genau dort sollte der Ball wenig später einschlagen – allerdings auf der Gegenseite. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte die bis dahin unauffälligere VSG Altglienicke eine Standardsituation zur Führung. Einen Freistoß von Tim Häußler aus dem rechten Halbfeld verlängerte Johannes Manske unhaltbar zur 1:0 Führung ins lange Eck (45.+1).

Drei Tore in fünf Minuten entscheiden das Spiel

Mit der Führung im Rücken kam die VSG Altglienicke wesentlich schwungvoller aus der Kabine. Mit drei schnellen Toren binnen fünf Minuten entschied das Team aus Treptow-Köpenick das Finale Mitte der zweiten Halbzeit zu seinen Gunsten. Linus Meyer (64.), Patrick Breitkreuz (66.) und Christian Skoda (69.) hießen die Torschützen der Treffer zwei bis vier.

Von diesem dreifachen Rückschlag konnte sich Viktoria Berlin nicht mehr erholen. Johannes Manskes zweiter Treffer (76.) und das Tor des eingewechselten Tugay Uzan (89.) stellten schließlich noch den 6:0-Endstand her.

Finaltag 2019: Der FC Viktoria 1889 Berlin ist Berliner Pokalsieger

Im Rahmen des deutschlandweiten „Finaltags der Amateure“ fand am 25. Mai 2019 das Endspiel um den AOK-Landespokal der 1. Herren zwischen Tennis Borussia und FC Viktoria 1889 Berlin statt. Um 10:30 Uhr ertönte vor euphorisierten 2.712 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark der Anpfiff der Begegnung, die Viktoria Berlin spät mit 1:0 für sich entscheiden konnte.

Verhaltener Beginn im Jahn-Sportpark

Nachdem Bundesliga-Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie eröffnet hatte, waren beide Mannschaften zunächst bemüht, hinten sicher zu stehen und sich aus einer stabilen Defensive heraus Angriffe zu erspielen. Die Folge waren rar gesäte Torchancen in der ersten Halbzeit. Die erste gefährliche Szene gab es in der 14. Minute. Viktoria Berlins Timur Gayret setzte sich auf der linken Seite durch und flankte auf Marco Schikora, der aus aussichtsreicher Position knapp über den Kasten köpfte. TeBe konzentrierte sich weiterhin in erster Linie auf die Defensivarbeit. Die Lila-Weißen ließen den Viktorianern wenig Räume, kamen aber selbst selten vor das gegnerische Gehäuse. Den ersten sehenswerten Abschluss für die Lila-Weißen markierte Rifat Gelici, dessen Abschluss in der 38. Minute von Stephan Flauder gehalten wurde. Somit ging es mit 0:0 in die Pause.

Viktoria belohnt sich für couragierten Auftritt

In der zweiten Halbzeit waren beide Teams deutlich schneller auf Betriebstemperatur. Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff scheiterte Ex-Bundesliga-Profi Timo Gebhart aus Nahdistanz an TeBe-Keeper Aktas. Kurz darauf hatte Benyamina die erste Chance der zweiten Halbzeit für Tennis Borussia. Beide Mannschaften riskierten nun mehr und boten dem Gegner Räume. So kam es dazu, dass es nach 52 Minuten eigentlich 1:0 für Viktoria Berlin hätte stehen müssen: Nach einer parierten Großchance von Marco Schikora bekam Mcmoordy Hüther in einer wilden Szene den Ball nicht entscheidend unter Kontrolle und verpasste es so, aus Nahdistanz einzunetzen.

In der 81. Minute war es dann aber so weit. Nach einem Zusammenprall zweier Spieler im Mittelfeld lief das Spiel weiter, Timo Gebhart schaltete am schnellsten und konnte so per Steilpass Rafael Brand bedienen, der frei vor Aktas flach ins lange Eck einnetzte.

In den Schlussminuten warf TeBe nochmal alles nach Vorne, konnte aus seinen Offensivaktionen jedoch keine zwingende Chance mehr kreieren, womit Viktoria Berlin nach 90 Minuten als verdienter Sieger vom Platz ging.

TeBe-Trainer Dennis Kutrieb war nach dem Spiel sichtlich geknickt, gratulierte aber dem Gegner fair zum Sieg und äußerte sich trotz der Niederlage positiv zur Leistung seiner Mannschaft. Viktoria Berlins Trainer Alexander Arsovic freute sich über den Erfolg, den sein Verein nach einer schweren Saison holen konnte, und betonte den Anteil von Jörg Goslar am Sieg, der bis vor wenigen Wochen noch als Cheftrainer bei den Himmelblauen an der Seitenlinie stand.

Der Berliner Fußball-Verband gratuliert dem Sieger, FC 1889 Viktoria Berlin, und bedankt sich bei beiden Finalisten für die hervorragende Zusammenarbeit.

Finaltag 2018: Der BFC Dynamo Verteidigt den Titel!

In den ersten Minuten entwickelte sich ein sehr ansehnliches Spiel mit Vorteilen für die im eigenen Stadion spielenden Dynamos. Die Überlegenheit zeigte sich im Ballbesitz sowie in der Ballsicherheit des BFC Dynamo. Die Dominanz zahlte sich zügig aus: In der 16. Minute erzielte Dynamos Top-Torjäger Rufat Dadashov, dessen Einsatz aufgrund einer Verletzung lange unklar war, das 1:0. Der Ball konnte nicht aus dem Strafraum des BSC geklärt werden und Dadashov schaltete am schnellsten.

Der BFC Dynamo spielbestimmend

Bis Mitte der ersten Halbzeit kam vom Berliner SC wenig nach vorne. In der 23. Minute sah BFC Abwehrspieler Joshua Silva die gelbe Karte für ein taktisches Foul auf Höhe der Mittellinie und verwehrte so dem Berliner SC eine gute Kontermöglichkeit. In der 27. Minute gab es eine ähnliche Situation auf der anderen Seite, in der BSC-Spieler Kwasi Boachi einen guten Konter vom BFC unterband.  Nur zwei Minuten später vergab Timo Höfler (BSC) eine Großchance und setzte den Ball knapp am Tor vorbei. In der 32. Minute köpfte Joshua Silva den Ball an die Latte, aber der BSC konnte die Situation klären. Ab der 40. Minute erarbeitete sich der Berliner SC einige Spielanteile mehr und zeigte noch vor der Halbzeit einige gute Ansätze.

Große Spannung kurz vor Schlusspfiff

Die zweite Halbzeit nahm schnell an Fahrt auf, so hatte der BFC Dynamo in der 46. und 47. Minute gleich zwei Kopfball-Großchancen, um die Führung auszubauen. Schließlich fiel das 2:0 nach einer Standardsituation in der 62. Minute. Erneut ist es Dadashov, der den Torriecher nach einem Freistoß aus dem Halbfeld beweist und zu seinem 4. Tor im laufenden Wettbewerb einnickt. Anschließend versuchte der Berliner SC noch einmal alles, allerdings fiel es gegen die gutstehende BFC-Defensive schwer zu Chancen zu kommen. In der Nachspielzeit gab es schließlich noch einen Foulelfmeter für den Berliner SC. Kapitän Louis Arnst verwandelte diesen sicher zum 2:1 Endstand. In der sechsten Minute der Nachspielzeit gelang dem Berliner SC durch Necmi Ulucay zwar fast noch der Ausgleich durch einen Kopfball an die Latte, doch der BFC Dynamo brachte das Ergebnis über die Zeit und sah sich in Folge dessen als Titelverteidiger im Berliner Pilsner-Pokal 2018.

Finaltag 2017: BFC Dynamo ist Berliner Pilsner-Pokalsieger 2017

Das Finale blieb bis zur letzten Minute spannend. Der BFC konnte sich am Ende vor 6690 Zuschauern mit 3:1 nach Verlängerung durchsetzen.

Der Andrang auf die Tageskarten für das Berliner Pilsner-Pokalfinale war so groß, dass die Partie mit einer zehnminütigen Verzögerung angepfiffen werden musste. Die Akteure auf dem Feld machten die Verspätung mit hochklassigem Offensivfußball in der ersten Halbzeit wieder gut.

Bereits nach einer Minute kam der FC Viktoria zu einer Großchance. Nachdem BFC Keeper Hendl eine Chance der Viktorianer zur Ecke klären konnte, resultierte aus dieser eine „100 Prozentige“, die Hendl erneut glänzend parierte.

Die nächste Torgelegenheit gab es in der 18. Minute, als sich Dynamo Angreifer Rabiega im Eins gegen Eins gegen Viktoria Schlussmann Kisiel geschlagen geben musste. Erneut bekamen die Zuschauer eine Glanztat eines Torwartes zu sehen. Besonders schön anzusehen war eine einstudierte Freistoßvariante des FC Viktoria. Vier Minuten nachdem sich Kisiel im Tor der Südberliner auszeichnen konnte, war es nun BFC Torwart Hendl, der mit einer Glanzparade seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte. In der 43. Minute konnte sich Dynamo erneut bei ihrem Goalkeeper bedanken. Hendl bestätigte seine hervorragende Tagesform, indem er eine Riesenchance von Viktoria zu Nichte machte. Im direkten Gegenangriff war es der immer gefährliche Kai Pröger, der die Ostberliner in Führung hätte bringen können. Er scheiterte mit seinem Schuss allerdings im Sechszehnmeterraum.

So beendete der Schiedsrichter eine packende, chancenreiche erste Halbzeit.

Zweite Halbzeit lebte von der Spannung 

Nach der Halbzeit bekam man allgemein das Gefühl, als hätten die Akteure auf dem Feld ihr gesamtes Pulver in der ersten Hälfte verschossen. Denn die zweite Halbzeit war besonders arm an Torchancen und lebte überwiegend von der Spannung. Den ersten Ansatz von Gefahr gab es bei einer Offensivaktion der Dynamoer, Kisiel im Kasten von Viktoria hatte hier allerdings keine Probleme. Die Zuschauer, allen voran der BFC-Anhang, ließen sich allerdings zu keinem Zeitpunkt die gute Laune verderben. Beide Mannschaften konnten sich stets auf ununterbrochene Unterstützung ihrer Fans verlassen.

Gefährlich hätte es derweil in der 75. Spielminute werden können. Schünemann nahm eine gelbe Karte in Kauf, als er einen vielversprechenden Konterangriff der Viktorianer unterbinden konnte. Beiden Teams konnte man deutlich anerkennen, nicht zu viel Risiko gehen zu wollen. Zu viel stand auf dem Spiel, entsprechend vorsichtig agierte man im Spielaufbau. So ging es nach drei Minuten Nachspielzeit in die von vielen erwartete Verlängerung.

BFC Dynamo sorgt in der Verlängerung für Ausnahmezustand auf den Rängen

Zu Beginn der Verlängerung musste der FC Viktoria verletzungsbedingt erstmals wechseln. Für den angeschlagenen Thomas Franke kam Mattia Trianni in die Partie. Kurz darauf war es dann erstmals so weit:

Der BFC Dynamo konterte lehrbuchartig eine missglückte Ecke von Viktoria aus, der in der 77. Minute eingewechselte Otis Breustedt behielt die Nerven und verwandelte eiskalt zur 1:0 Führung für die Hohenschönhäuser.

Viktoria zeigte sich erstaunlicherweise davon sichtlich unbeeindruckt und drängte auf den sofortigen Ausgleich. Das nötige Glück war auf Seiten des BFC, als der Pfosten kurz vor Ende der ersten Verlängerungsphase die Führung rettete.

In der kurzen Pause motivierte Viktoria-Trainer Ersan Parlatan seine Spieler eindrucksvoll. Lange blieb das Offensivspiel der Viktorianer ideenlos, bis in der 111. Minute Kapitän Ümit Ergirdi gedankenschnell einen Abpraller der Dynamoer Defensive nutzen und zum Ausgleich einschieben konnte.

Alles deutete auf ein Herzschlagfinale, das sich im Elfmeterschießen entscheiden sollte, hin. Bis Kai Pröger seine heute überragende Leistung mit einem Kraftakt krönen konnte. Der zur kommenden Saison zu RW Essen wechselnde Stürmer nutzte eine Unachtsamkeit der Viktoria Hintermannschaft, die geschlossen auf Abseits von Pröger spekulierte, und netzte zur erneuten Führung für den BFC ein.

Nachdem der FC Viktoria in den Schlussminuten alles nach vorne warf, war es erneut Kai Pröger, der einen Konter mit einem wunderschönen Lupfer über den mit vorgerückten Viktoria Torwart Kisiel abschloss.

„Ich hätte mir keinen schöneren Abschied vorstellen können“, so Pröger nach Abpfiff. Und so kann man ohne großen Pathos einmal mehr behaupten: Das sind Geschichten die der Fußball schreibt.
 

Der Berliner Fußball-Verband bedankt sich bei allen teilnehmenden Mannschaften des Berliner Pilsner-Pokals, den anwesenden Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark, der tapferen Mannschaft von Viktoria Berlin und ganz besonders dem verdienten Sieger des Pokals, BFC Dynamo.

Finaltag 2016: BFC Preussen triumphiert im Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren

Vor 3874 Zuschauern sichert sich der BFC Preussen bei der Premiere des Finaltags der Amateure den Titel im Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren. Der Berlin-Ligist gewinnt gegen den Oberligisten Lichtenberg 47 mit 1:0.

Das Finale im Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren 2016 lieferte einige Neuerungen. Zum ersten Mal wurde ein ganzer Finalspieltag mit den Finals der Unteren, 2. und 1. Herren im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark veranstaltet. Trotz der beiden anderen Finalspiele und einem bunten Rahmenprogramm war das Highlight des Finalspieltags ganz klar das Finale der 1. Herren, zu dem 3874 zahlende Zuschauer ins große Stadion kamen um ihre Mannschaften zu unterstützen. Zudem stand eine weitere Premiere an: Zum ersten Mal wurden die Landespokalfinale von der ARD bundesweit in einer Livekonferenz ausgestrahlt, um die Bekanntheit des Amateurfußballs zu erhöhen.

Diese besondere Bühne wollten die beiden Finalisten Lichtenberg 47 und BFC Preussen selbstverständlich für sich nutzen und sich vor laufenden TV-Kameras zum Sieger des Berliner Pilsner-Pokals 2016 krönen. Dementsprechend motiviert gingen die Mannschaften in die Partie. Der BFC Preussen, der gegen den Tabellenfünften der NOFV-Oberliga Lichtenberg 47 als Außenseiter ins Spiel ging, versuchte von Anfang an, körperlich dagegenzuhalten und früh zeigte sich, dass es für die Lichtenberger keine einfache Partie werden würde. Bereits in der fünften Spielminute zappelte der Ball das erste Mal im Tor der Lichtenberger, doch Robbens Treffer wurde nicht gegeben. Nachdem der BFC Preussen in der Anfangsphase mehr Offensivdrang zeigte, hatte Lichtenberg durch Thomas Brechler in der elften Minute die erste Großchance. Diese wurde aber nicht genutzt. Auf der Gegenseite machte René Robben seine Sache besser. Im Anschluss an eine Ecke köpfte er den BFC Preussen in der 19. Minute in Führung. Obwohl Lichtenberg im Anschluss das Tempo erhöhte, kamen sie nicht zu guten Torgelegenheiten. Stattdessen hätte es bereits vor der Pause 2:0 stehen können. Doch nach einem Patzer von Reiniger verpasste es René Robben seinen Doppelpack perfekt zu machen. So ging das Finale mit 1:0 für Preussen in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit zog sich Preussen zunehmend zurück. Von einer Chance des stets gefährlichen Robben abgesehen, wurde Lichtenberg die Kontrolle über Ball und Spiel überlassen. Doch der Oberligist konnte die optische Dominanz nicht in entsprechende Gelegenheiten ummünzen. In den letzten 15 Minuten allerdings wurde der Druck immer höher. Preussen verteidigte fast nur noch am eigenen Strafraum und auch der gute alte Befreiungsschlag wurde vermehrt als Instrument genutzt. Während die Preussen-Spieler am Ende ihrer Kräfte waren und vom einen oder anderen Krampf geplagt wurden, hatte Lichtenberg in der Nachspielzeit noch zwei gute Gelegenheiten. Gelicio Aurelio Banze verzog die letzte Chance jedoch knapp über das Tor. Nach diesem Fehlschuss in der 95. Minute hatte Schiedsrichter Jacob Pawlowski ein Einsehen und pfiff die Partie ab. Die Außenseiter vom BFC Preussen brachen in ausgelassenen Jubel aus und ließen sich von den vielen eigenen Fans feiern.

Nach der Siegerehrung und der Übergabe des neuen Wanderpokals durch BFV-Präsident Bernd Schultz feierten die Spieler des nominellen Außenseiters noch lange mit dem eigenen Anhang den Gewinn des Berliner Pilsner-Pokals 2016.