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defendo-Pokal: Emotionale Stunden in Lichterfelde

Parallel zum Nike Youth Cup der B-Junioren wurde am Himmelfahrtstag das Stadion Lichterfelde erneut zur Bühne für den Berliner Seniorenfußball: Beim defendo-Pokal 2026 kämpften die besten Senioren- und Altligateams vor 2.200 Zuschauenden um die begehrten Trophäen. Sechs Endspiele, zwei Spielfelder und ein langer Fußballtag sorgten trotz wechselhaftem Wetter für beste Unterhaltung und viele emotionale Momente.

Früher Auftakt mit Überraschung

Den Auftakt machten die Ü40 7er-Teams des BFC Meteor 06 II und von Eintracht Mahlsdorf. In einer ausgeglichenen und chancenreichen Partie glänzten zunächst beide Keeper mit starken Paraden, ehe Fatih Vural Meteor kurz vor der Pause in Führung brachte. Nach dem Seitenwechsel glich Mahlsdorf durch Resad Demann aus (45‘), doch erneut Vural stellte in der 56. Minute den 2:1-Endstand her. Trotz einer intensiven Schlussphase gelang Mahlsdorf kein weiterer Treffer.

Im anschließenden Ü32 7er-Finale erwischte der SV Empor Berlin einen Traumstart und ging bereits nach zwei Minuten in Führung. Kurz vor der Pause glich Niels Degenkolbe für Concordia Wittenau aus. Direkt nach Wiederanpfiff, erneut brauchte es nur zwei Minuten, ging Empor durch einen Treffern von Jan Dietrich wieder in Führung. Fabian Zottmann stellte wenig später auf 2:2, ehe Philipp Engel fünf Minuten vor dem Ende das Spiel endgültig drehte. Mit dem 3:2 sicherte sich der Wittenauer SC Concordia erneut den Pokaltitel.

Knappe Kiste auf dem Großfeld

Im ersten Duell auf dem großen Rasenplatz trafen im Ü40 11er-Finale mit Hertha BSC und dem BFC Meteor zwei offensivstarke Teams aufeinander. Nach einer torlosen ersten Halbzeit entwickelte sich in Halbzeit zwei ein heißer Tanz. Meteors Kapitän sah nach einem Foul den roten Karton (57‘). Trotz eines Chancenplus für die Hertha ging überraschend Meteor in Führung, als Özkan Inanc einen ruhenden Ball direkt an der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung nutzte (69‘). Halil Savran glich nur wenig später per Abstauber aus (73‘), ehe Hertha in letzter Minute doch noch den Lucky Punch setzte: Eine hohe Hereingabe verwertete Kapitän Ümit Ergirdi in der Nachspielzeit zum umjubelten 2:1-Sieg (90‘+4).

Parallel dazu entwickelte sich im Ü60-Finale zwischen dem SSV Köpenick-Oberspree und Viktoria Berlin ein gewohnt intensives Duell. Köpenick ließ zunächst einen Strafstoß ungenutzt, blieb jedoch spielbestimmend und ging verdient in Führung. Auch in der Folge behielt der Favorit die Kontrolle und erhöhte auf 2:0. Viktoria hielt kämpferisch dagegen, fand jedoch kein Mittel mehr gegen die stabile Defensive, sodass der David-gegen-Goliath-Moment ausblieb.

Spannender Schlussspurt

Im Ü50-Finale trafen mit Viktoria Berlin und Hertha BSC zwei offensivstarke Teams aufeinander, die sich von Beginn an ein intensives Duell lieferten. Bereits früh brachte Tino Kerber die Viktoria mit einem Doppelpack in Front (15‘, 16‘). Bekir Bagci konnte vor der Halbzeitpause sogar noch auf 3:0 erhöhen (39‘). Nach dem Seitenwechsel legten sie sogar noch eine Schippe rauf und bauten ihren Vorsprung durch Johann Rimon von Lipinski (51‘) per Strafstoß und Ali Ekber Kurmut (52‘) weiter aus. Hertha kam zwar noch einmal auf, doch Viktoria ließ sich den Pokalsieg nicht mehr nehmen und brachte den 5:0-Erfolg souverän über die Zeit.

Letzter Pokal zu vergeben

Den Abschluss des Finaltages bildete das Ü32 11er-Finale zwischen dem SC Charlottenburg und dem SC Staaken. In einer lange ausgeglichenen Partie mit leichten Vorteilen für den SCC ging es zunächst torlos in die Halbzeit. Erst in der Schlussphase brach Sebastian Seidel den Bann und traf in der 82. Minute zum entscheidenden 1:0. Staaken warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorn, blieb jedoch glücklos, so dass der SCC den letzten Pokal des tages in die Höhe stemmen durfte.

Fußballfest in Lichterfelde

Auch in diesem Jahr zeigte der defendo-Pokal, was den Berliner Seniorenfußball ausmacht: sportliche Qualität, große Leidenschaft und generationenübergreifende Fußballkultur. Von der ersten Partie am Morgen bis zum letzten Abpfiff am Nachmittag bot der Finaltag beste Werbung für den Amateurfußball in der Hauptstadt.

Der Berliner Fußball-Verband bedankt sich bei allen Teams, Schiedsrichtern, Helfenden und Zuschauenden für einen gelungenen Pokaltag. Die Vorstellung der Finalbegegnungen kann nach wie vor auf der Unterseite auf unserer Homepage eingesehen werden: Unsere Finals– defendo-Pokal 2026.

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