Am 1. April 2016 rief der Berliner Fußball-Verband gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport das Projekt FUSSBALL GRENZENLOS ins Leben. Die Vision: Geflüchteten Menschen den Zugang zum Fußball und zur Berliner Sportlandschaft zu erleichtern und Räume zu schaffen, in denen Begegnung, Bewegung und Teilhabe möglich werden. Was als neue Initiative begann, ist heute – zehn Jahre später – ein zentraler Bestandteil der Integrationsarbeit im BFV.
Seit dem Start vor einem Jahrzehnt erreichte FUSSBALL GRENZENLOS über wöchentliche Trainings, Turniere, Qualifizierungsmaßnahmen und vielfältige Veranstaltungen tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gemeinsam mit Vereinen, Geflüchtetenunterkünften und zahlreichen Partnerorganisationen ist ein breites Netzwerk entstanden, das Integration im Alltag lebt. Materialspenden, Vereinsvermittlungen und individuelle Unterstützung gehören ebenso zum Projekt wie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit engagierten Trainer*innen, Ehrenamtlichen und sozialen Trägern.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Qualifizierung von Projektteilnehmer*innen für ehrenamtliche Tätigkeiten: Rund 280 Personen mit Fluchterfahrung nahmen in den vergangenen Jahren an Aus- und Fortbildungen für Trainer*innen und/oder Schiedsrichter*innen teil. Viele von ihnen fanden dadurch neue Wege in Sportvereine, übernahmen Verantwortung oder stärkten ihr Selbstvertrauen. Die persönlichen Geschichten der Teilnehmenden zeigen eindrucksvoll, welche Chancen der Sport, auch weit über den Platz hinaus, schaffen kann. Einen besonderen Weg ist unter anderem Ghassan Soboh gegangen. Er ist seit 2016 Teil des Projekts und hat seine Erfahrungen mit uns geteilt: Zum YouTube-Video.