Es war ein Nachmittag, den alle Beteiligten wohl nicht so schnell vergessen werden! In einem spannungsgeladenen Event traf sich Berlins Gaming-Community am 16. Januar im XPERION Berlin, um im 030 eCup 2026 Berlins offiziellen Stadtmeister im eFootball auszuspielen. Vor einer mitfiebernden Kulisse wurde nach knapp vier ereignisreichen Stunden das Team von der Hertha BSC eSport-Akademie als Titelverteidiger zum Sieger gekürt. Ebenfalls große Freude herrschte bei den Zweitplatzierten von Türkiyemspor Berlin, denn als bestes Amateurteam qualifizierte man sich für das Community Qualifier des DFB-ePokals powered by ERGO. Der SC Charlottenburg sicherte sich nach der neu eingeführten „Best of the Rest-Round“ den neunten Platz.
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Hertha BSC zockt sich zur Titelverteidigung
„Den Fußball auf dem Platz mit dem Fußball an der Konsole verbinden“
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Moderator Tolga Santino sowie BFV-Präsident Bernd Schultz, der alle Beteiligten auf eine spannende Veranstaltung einstimmte und auch auf das eFootball-Verständnis des Verbandes einging: „Wir beschäftigen uns seit 2018 mit dem Thema und unsere Grundidee ist es, den Fußball auf dem Platz mit dem Fußball an der Konsole zu verbinden und den eFootball langfristig vielleicht in die Vereinsheime zu tragen. Vereinzelten kritischen Stimmen sind wir uns durchaus bewusst, aber wir wollen es gerne anbieten, für die, die es eben spielen wollen“ – und genau die hatten sich mit insgesamt 16 Teams im XPERION Berlin eingefunden und waren bereit, an den Konsolen loszulegen.
SCC wird „Lucky Loser“
An einem unterhaltsamen ersten Gruppenspieltag mit insgesamt 23 Toren kamen die Profi-eSportler von Hertha BSC auf dem großen Screen der Gaming-Location am Alexanderplatz gegen den späteren Finalgegner Türkiyemspor Berlin, der als einziges Team an diesem Abend mit Frauenpower am Controller aufwartete, ordentlich ins Schwitzen. Am Ende konnten die Titelträger aber den ersten von letztlich sechs Siegen an diesem Abend einfahren – ein packender Auftakt!
Für eine Extra-Portion Spannung sorgte in diesem Jahr erstmals die neue „Best of the Rest-Round“, in welcher sich alle nach der Gruppenphase ausgeschiedenen Teams um den 9. Platz duellierten. Diese Runde hatte schließlich das erste kleine Endspiel des Abends in petto, und das sollte es richtig in sich haben: nach früher 3:0-Führung und zwischenzeitlichem 3:3 ging der SC Charlottenburg gegen den BFC Germania mit knapper 4:3-Führung in die Halbzeitpause. 4:4 hieß es nach 90 Minuten, im Golden Goal holte sich letztlich der SSC den umjubelten Sieg und damit Tickets für das Zweitliga-Heimspiel von Hertha BSC gegen Darmstadt 98.
Hertha eiskalt zum Titel
Den Abschluss des Abends bildete aber das große Finale zwischen Türkiyemspor Berlin, die im Halbfinale per Golden Goal den SC Gatow geschlagen hatten, und Hertha BSC, welche in ihrem Semifinale den Chancenwucher von Rotation Prenzlauer Berg mit einem 3:1-Sieg abgestraft hatten.
Ein ähnliches Bild bot sich dem gebannt auf den großen Screen des XPERION schauenden Publikum auch im Finalspiel der Herthaner. Nach 2:0-Führung des Titelverteidigers kam Türkiyemspor auf 2:1 ran und ließ in der Folge beste Torchancen ungenutzt. Den längeren Atem in einem packenden Endspiel hatten erneut die Spieler der Hertha BSC eSport-Akademie. Das Team sicherte sich am Ende über einen 4:1-Erfolg die Titelverteidigung und damit die Berliner eFootball-Stadtmeisterschaft 2026, während Finalgegner Türkiyemspor im Community Qualifier des DFB-ePokals powered by ERGO gegen die anderen Landesmeister um die Teilnahme an der Hauptrunde des bundesweiten Turniers spielen wird. Die Pokalübergabe wurde vom Präsidialmitglied Schiedsrichter David Dahlhaus durchgeführt und setzte den Schlussstrich unter einen mehr als gelungenen Abend, der sich 2027 mit Sicherheit wiederholen wird.
Der Berliner Fußball-Verband dankt allen Teams, Unterstützenden im Haupt- und Ehrenamt, Moderator Tolga Santino, dem Hertha BSC-Ticketing sowie dem XPERION Berlin für die Zusammenarbeit.
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