Am 29. und 30. Mai 2026 trafen sich die Jugendausschüsse des Fußball-Landesverbands Brandenburg (FLB) und des Berliner Fußball-Verbands (BFV) zu einer gemeinsamen Tagung in der Sportschule Wannsee. Nach neun Jahren Pause wurde damit der fachliche Austausch beider Jugendausschüsse wiederbelebt. Ziel war es, einen gegenseitigen Einblick in die jeweiligen Arbeitsweisen sowie Themen zu erhalten, wie zum Beispiel Strukturen, Spielbetrieb, Sportgericht, Talentförderung, Junge Generation und Kinderfußball.
Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Eingeleitet wurde der erste Tag des Treffens nach einer Vorstellung der einzelnen Teilnehmenden und der jeweiligen Jugendausschussstrukturen durch ein Herausarbeiten der Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Zuständigkeiten und im täglichen Geschäft. Einen weiteren intensiven Tageordnungspunkt stellte der Spielbetrieb dar. Hier wurden unter anderem Fragen zur Ligastruktur, Spielklassen, Auf- und Abstiegen sowie die spieltechnischen Besonderheiten in Brandenburg in den Fußballkreisen und auf Landesebene beleuchtet. Im offenen Austausch kamen die unterschiedlichen Arbeitsweisen in der Jugendarbeit zur Sprache, vor allem mit Blick auf unterschiedliche Herangehensweisen und bewährte Praxisbeispiele. Der Umgang mit sportgerichtlichen Themen und Sanktionen war ebenso Bestandteil der Sitzung.
Tag zwei begann mit einem gegenseitigen Einblick beider Ausschüsse in der Organisation und Durchführung von Events wie Hallenmeisterschaften, Pokalfinals und Meisterehrungen. Besonderes Interesse erzielte der BFV-Vortrag zum Thema Junge Generation U30 bei den Brandenburgern, da das Referat aktuell nicht im FLB-Jugendausschuss vorhanden ist. Darüber hinaus nahmen die Themen Talentförderung, Kinderfußball und der Schulfußball einen breiten Raum ein. Die Verbandsstrukturen beider Landesverbände wurden ebenfalls beleuchtet.
„Sehr gute Basis für die weitere Zusammenarbeit“
Matthias Reer, Vorsitzender des FLB-Jugendausschusses resümierte nach der erfolgreichen Tagung: „Im gemeinsamen Austausch hat sich gezeigt, dass es trotz der geographischen und strukturellen Unterschiede zwischen dem Flächenland Brandenburg mit eigenständigem Kreisspielbetrieb und dem Stadtverband Berlin viele Gemeinsamkeiten und Aha-Effekte gab. Ein Austausch auf Augenhöhe, der Lust auf mehr macht“.
BFV-Präsidialmitglied Jugend Frank Schröder ergänzt: „Der zweitätige Austausch hat gezeigt, dass trotz der unterschiedlichen Strukturen im Jugendfußball eine sehr gute Basis für die weitere Zusammenarbeit vorhanden ist. Beide Landesverbände haben viel Wissenswertes mitgenommen. Leider konnten mehrere sportliche Themen auf Grund der Vielzahl nur kurz angesprochen werden, daher ist es notwendig in Zukunft das Profil dieser Veranstaltung aufrecht zu erhalten“.
Der BFV bedankt sich herzlich beim FLB für die Teilnahme und die offenen, konstruktiven Gespräche und freut sich auf die Fortsetzung des Formats im Sinne des Nachwuchsfußballs.