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Berliner Sportstätteninfrastruktur: Forderungen an Politik

Aktuell laufen auf Bundesebene die Verhandlungen zur Ausgestaltung des 500-Milliarden-Sondervermögens für Investitionen in die Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität. Daraus sollen 100 Milliarden Euro den Bundesländern für Investitionen in ihre eigene Infrastruktur und die ihrer Kommunen zugutekommen. 

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Berliner Fußball-Verband den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 18. Juni 2025 sehr, dass die Länder Mittel aus dem ihnen zugewiesenen Anteil des Sondervermögens auch für Investitionen in Sportanlagen verwenden können, und fordert gegenüber Vertretenden der Politik, dass der Sport bei der Mittelvergabe nicht gegenüber anderen Bereichen vernachlässigt wird. Dafür hat der BFV sich in der vergangenen Woche in einem Schreiben an die Entscheidungsträger*innen in der Berliner Politik gewandt. 

Die wichtigsten Inhalte des Schreibens zusammengefasst: 

Situation in Berlin: 

  • Viele Sportstätten sind sanierungsbedürftig, marode und nicht zukunftsfähig  

  • Es fehlen ca. 100 wettkampftaugliche Großspielfelder mit Funktionsgebäuden 

  • Sanierungsbedarf betrifft u.a. Kunststoffrasen, Umkleiden, Sanitäranlagen, Vereinsheime 

  • Das bestehende Sportanlagensanierungsprogramm (SSP) reicht finanziell nicht aus 

Gesellschaftliche Bedeutung: 

  • Über 2.800 Sportvereine mit 810.000 Mitgliedschaften in Berlin (über 20 % der Bevölkerung) 

  • BFV organisiert 245.000 Menschen – größter Fachverband im Berliner Sport 

  • Fußball wirkt integrativ, inklusiv und gesundheitsfördernd – Teil der sozialen Infrastruktur 

Aus diesen Punkten resultiert der Apell des BFV an die Entscheidungstragenden in der Politik, sich persönlich für eine signifikante Mittelverwendung zugunsten der Sportstätteninfrastruktur in Berlin einzusetzen und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Investitionen in den Sport zu stärken. 

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