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„Diese Bühne gehört den Jungs“

Anlässlich des Media Days zum COSY-WASCH Landespokalendspiel der 1. Herren am 23. Mai 2026 kamen die Trainer beider Finalisten zu Wort und gaben einen Ausblick auf den bevorstehenden Finaltag der Amateure. Im folgenden Interview gewährt Altglienicke-Coach Dan Twardzik Einblick in die entscheidende Phase. 

BFV: Lieber Dan, herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins COSY-WASCH Landespokalfinale. Wie groß ist die Vorfreude bei dir und im Team auf das Endspiel? 

Dan Twardzik: Auf jeden Fall riesig! Mit der Saison, die wir jetzt hinter uns haben, ist natürlich das Spiel gegen den BFC unser Highlight.  

In den ersten sechs Pflichtspielen des Jahres 2026 erzielte die VSG nur vier Tore. In den jüngsten Partien fandet ihr offensiv zurück in die Spur. Was war das Rezept gegen diese Torlosigkeit? 

Ich glaube, es ging vor allem darum, das Selbstvertrauen der Jungs zu stärken und sie wieder an ihre Fähigkeiten zu erinnern. Sie sollten den Glauben daran zurückgewinnen, ihre Qualitäten auch auf dem Platz umzusetzen. In dieser Mannschaft steckt sehr viel Potenzial, und wir wollen als Trainerteam das Maximale daraus schöpfen.

Du blickst auf eine spannende Spielerkarriere mit Stationen beim FC Bayern, beim FC Aberdeen und weiteren Stationen im Ausland zurück. Wie haben diese Erfahrungen deine Karriere geprägt? 

Sehr stark. Ich war früher Torwart und habe über diese Stationen viele Erfahrungen gesammelt. Ich hatte immer viel Talent, bin für einen Torwart aber nicht besonders groß gewachsen, und das war zu meiner Zeit ein kleines Hindernis. Trotzdem wollte ich mir selbst etwas beweisen. Gerade die Stationen in Schottland, wo sehr physischer Fußball gespielt wird, waren dafür wichtig. Die zwei Saisons haben mich sehr geprägt. Auch die Zeit in Italien, wo ich weniger gespielt habe, hat mich technisch geprägt. Ich habe aus all diesen Stationen sehr viel für meine Laufbahn mitgenommen.

Du bist bei der VSG Altglienicke dann heimisch geworden. Was macht den Verein und die Stadt für dich so besonders? 

Vor allem die Menschen bei der VSG haben mir sofort ein gutes Gefühl gegeben. Ich bin hier angekommen und habe mich direkt heimisch gefühlt, auch wenn die Rahmenbedingungen damals noch nicht so professionell waren wie heute. Nichtsdestotrotz leisten die Leute rund um den Verein einfach super Arbeit und man fühlt sich hier wie in einer Familie. Ein Gefühl, dass ich bei meinen eben genannten Stationen kaum hatte. Deswegen bin ich so lange hier.

Aktuell bist du Interimstrainer. Weißt du schon, wie es nach dem Sommer weitergeht? 

Nein. Der absolute Fokus liegt im Moment auf den restlichen Spielen, auf den kommenden Wochen mit dem Highlight Pokalfinale. Danach wird man sehen, was passiert.

Der Finaltag der Amateure wird bundesweit im TV übertragen. Wie besonders ist es für dich und die Mannschaft, sich auf dieser Bühne präsentieren zu dürfen?

Ich denke, das ist für jeden einzelnen Spieler extrem bedeutsam. Es treffen die zwei besten Mannschaften der Pokalsaison aufeinander und diese Bühne gehört den Jungs, damit sie sich zeigen können. Es freut mich auch, dass dadurch viele Vereine, die sonst nicht die Möglichkeit haben, ins Fernsehen zu kommen, einmal auf dieser Bühne sichtbar werden.

Hast du einen Wunschgegner für den Fall, dass sich die VSG für den DFB-Pokal qualifiziert? 

Nein, eigentlich nicht. Natürlich träumt man von Bayern München, Borussia Dortmund oder hier in Berlin von Union oder Hertha. Aber am Ende ist es egal, wen man zieht. Entscheidend ist der Pokalsieg, alles andere ist ein Bonus.

Dieses Interview wurde beim diesjährigen Media Day, am 27. April 2026 aufgenommen.

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