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„In diesem Spiel ist alles möglich“

Anlässlich des Media Days zum COSY-WASCH Landespokalendspiel der 1. Herren am 23. Mai 2026 kamen die Trainer beider Finalisten zu Wort und gaben einen Ausblick auf den bevorstehenden Finaltag der Amateure. Im folgenden Interview gewährt BFC-Coach Sven Körner Einblick in die entscheidende Phase. 

Herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins COSY-WASCH Landespokalfinale. Wie groß ist die Vorfreude bei dir und im Team auf das Endspiel? 

Die Vorfreude ist natürlich groß. Die Pokalsaison war bisher erfolgreich, wir haben schon ein paar Mannschaften aus dem Weg geräumt, was nicht ganz so einfach war. Daher muss man sagen, dass wir es verdient haben, im Finale zu stehen, und uns natürlich auch darauf freuen.  

Sowohl das Viertelfinale als auch das Halbfinale waren sehr aufgeladene Partien. Welche Erinnerungen hast du an diese emotionalen Spiele, in denen dein Team immer wieder Nerven gezeigt hat? 

Ich habe sehr gute Erinnerungen an alle Pokalspiele. In Mahlsdorf haben wir in der letzten Minute der Verlängerung den Siegtreffer gemacht, gegen Preussen war es ein absolut verdienter Sieg. Vor allem dann das Halbfinale gegen Sparta Lichtenberg, indem wir nach der Verlängerung das Spiel auf unsere Seite ziehen, war extrem emotional. Alle drei Spiele waren von vielen Emotionen, sehr viel Laufbereitschaft und Leidenschaft geprägt. Wir sind verdient im Finale und wollen das jetzt genauso angehen.

Deine Zeit bei Dynamo begann als Co-Trainer an der Seite von Finaltrainer Dennis Kutrieb. Wie hat sich deine Rolle durch die Beförderung zum Cheftrainer verändert? 

Jetzt steht man sicherlich ein bisschen mehr in der Öffentlichkeit und trägt natürlich auch eine ganz andere Verantwortung. In erster Linie interpretiere ich die Rolle aber genauso wie als Co-Trainer: inhaltlich mit der Mannschaft arbeiten und vor allem ein gutes Verhältnis zu den Spielern haben. Ich glaube, das haben wir in den vergangenen viereinhalb bis fünf Monaten sehr gut hinbekommen. 

Zu deinem Amtsantritt versprachst du den Fans Einsatz, Leidenschaft und Ehrlichkeit von dir und dem Team. Konntest du dieses Versprechen bisher einhalten? 

Ja, bisher muss man sagen, dass alle Themen, die wir transportiert haben, von den Jungs gelebt wurden und auch von mir. Ich glaube, das wird auch in den nächsten Wochen so sein und dann in Richtung Finale vor allem von allen innerhalb des Vereins getragen werden.  

Trotz der guten Punkteausbeute seit deinem Amtsantritt steht der BFC aktuell nur auf Platz zwölf. Welche Rolle spielt der Pokal in dieser Situation? 

In erster Linie geht es darum, den Klassenerhalt zu sichern. Wir haben noch ein paar Spiele und trotzdem ist die Vorfreude auf den Pokal groß. Das ist ein Highlight zum Ende der Saison, bei dem wir die Pokalvorbereitung gut gestalten können, müssen aber gleichzeitig so schnell wie möglich den Ligaverbleib klar machen.  

Es ist natürlich eine undankbare Situation, nicht zu wissen wie viele Teams absteigen.

Wir haben es jedoch selbst in der Hand. Mit 36 Punkten haben wir fünf Punkte Vorsprung, und somit eine komfortable Situation, wollen damit aber nicht spielen. (Anmerkung der Redaktion: Das Interview wurde vor zwei Wochen durchgeführt)

Du hast in der Icon League das Team von Berlin City zum Erfolg geführt. Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen? 

Ich nehme tatsächlich ein paar Regeln mit in die Trainingseinheiten, vor allem wenn es um Turnierformen geht. Das ist für die Jungs spannend, aber gewisse Dinge kann man trotzdem nicht eins zu eins auf den großen Platz transportieren. Insgesamt ist es ein super Format, in dem man auch in der Öffentlichkeit steht und sich ein gutes Netzwerk erarbeiten kann. Zusätzlich habe ich dadurch eine Hospitation bei Real Madrid bekommen, demzufolge war es für mich eine richtig gute Erfahrung.  

Der Finaltag der Amateure wird bundesweit im TV übertragen. Wie besonders ist es für dich und dein Team, sich auf dieser Bühne präsentieren zu dürfen? 

Ich war bereits mit Lok Stendal im Pokalfinale. Damals haben wir mit 1:0 gegen den 1. FC Magdeburg verloren. Das war vor 5.000 Zuschauern und für mich eine tolle Sache. Das ist es diesmal auch wieder. Als Mannschaft kann man da viel gewinnen, aber eben auch als Trainer. 

Hast du einen Wunschgegner für die 1. Runde des DFB-Pokals, falls die Qualifikation gelingt? 

Ich habe die 1. Runde des DFB-Pokals bereits dreimal erlebt: gegen Bielefeld, Union und Bochum. Natürlich wünschen sich viele Bayern München oder Borussia Dortmund. Ich fände Schalke oder den HSV auch super.

Ihr startet als Titelverteidiger ins Finale. Ist das für dich ein Vorteil oder eher zusätzlicher Druck? 

Wenn man die Saison betrachtet, ist eigentlich egal, wer Titelverteidiger ist. Das Ziel war, ins Finale zu kommen, und das Ziel ist, den Pokal zu verteidigen. Klar ist aber auch: Wir sind nicht der Favorit, sondern Altglienicke. Die haben eine Mannschaft mit sehr vielen, höherklassig erfahrenen Spielern. Und klar, wir haben eine Mannschaft mit extrem großem Potenzial. Trotzdem ist in diesem Spiel alles möglich, am Ende ist es ein 50:50-Spiel.

Dieses Interview wurde beim diesjährigen Media Day, am 27. April 2026 aufgenommen. 

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