/ Gesellschaftliche Verantwortung

Jahresabschlussfeier in der Jugendstrafanstalt Plötzensee

Seit 1996 sind der Berliner Fußball-Verband und die Jugendstrafanstalt Plötzensee durch eine enge Partnerschaft verbunden. Ein fester Programmpunkt ist die Jahresabschlussfeier, die traditionell jeden ersten Dienstag im letzten Monat stattfindet. Hier genießen die Spieler der AG gemeinsam mit Mitarbeitenden und Ehrengästen unterhaltsame Stunden inklusive Show-Einlagen und Buffet.

„Rückhalt aus der Stadtgemeinschaft“

Anstaltsleiter Bill Borchert eröffnete die Feier und hob die Tradition hervor. Er dankte der guten Zusammenarbeit mit dem BFV, und lobte den „Rückhalt aus der Stadtgemeinschaft“, welcher „unsere jungen Männer“ nicht in Vergessenheit geraten lässt. Besonders erwähnte er das besondere Sportangebot, darunter das in diesem Jahr eröffnete Beachvolleyballfeld, und unterstrich die Wichtigkeit sportlicher Betätigung in der JSA. Zudem begrüßte er Stargast Änis Ben-Hatira sowie den Zauberer mit einem Sonderapplaus.

Es folgte BFV-Vize-Präsident Özgür Özvatan, welcher sich beim Beirat und Förderverein bedankte. Zudem lobte er die Initiative eines Mitarbeiters, der privat einen Weihnachtsbaum stellte. Es sei schön, Menschen mit Herzblut zu sehen. Özvatan richtete seine Kraftwünsche an die Insassen, die „aus welchen Gründen auch immer in der JSA stecken. Der BFV möchte [ihnen] Kraft geben und sie nicht vergessen.“

Stargast Ben-Hatira und Zauberer zu Besuch

Änis Ben-Hatira stellte sich anschließend einem Interview mit BFV-Mitarbeiter Tobias Torchalla, sowie den Fragen aus dem Publikum. Als Routinier der U23 von Hertha BSC sprach er über die Highlights seiner Karriere und bedauerte, dass nur zwei Berliner Vereine in den Profiligen aktiv sind. Zudem ermutigte er die Insassen und versprach, für weitere Gespräche jederzeit zur Verfügung zu stehen.

Die anschließende Zaubershow begeisterte und verblüffte alle Gäste. Ein gemeinsames Buffet rundete den späten Nachmittag ab und bot Raum für Gespräche auf Augenhöhe. Die Veranstaltung unterstreicht eindrucksvoll, wie Fußball Brücken bauen und durch langjähriges Engagement weitere Perspektiven und Lebenslagen in Berlins Fußballlandschaft integrieren kann.

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