Auf dem Sportplatz an der Monumentenstraße finden traditionell die Endspiele im COSY-WASCH Landespokal der 2., Unteren und 7er Herren statt. An Pfingstmontag, den 25. Mai 2026 waren 1.238 Zuschauende auf die Anlage gekommen, um ihre Teams anzufeuern. In drei spannenden Finals setzen sich unter der glühenden Sonne die Teams vom 1. FC Lübars (7er), dem FC Hertha 03 Zehlendorf (Untere) und dem FC Internationale (2.) durch und feierten die Pokalgewinne.
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COSY-WASCH Landespokal: Pokalemotionen an der Monumentenstraße
Lübars holt das Double im Lokalderby
Im ersten Endspiel des Tages standen sich die 7er-Teams vom TSV Berlin-Wittenau und dem 1. FC Lübars gegenüber. Die Lübarser, frisch gebackene Berlin-Liga-Meister, starteten dominant in die Partie und wollten gegen den Landesligisten von Beginn an den Ton angeben. Das wurde nach zwölf Minuten auch mit der 1:0-Führung durch Yannick Hejzlar belohnt. Die Freude über den Treffer währte bei den Grün-Weißen aber nicht lange, denn quasi im direkten Gegenzug besorgte Pirinthan Sivharan den Ausgleich für den TSV (13.). Auf das sehr hohe Tempo der Anfangsphase folgte ein ruhigerer Spielabschnitt, den Lübars Sascha Scharnowski mit einem präzisen Kopfballtor zum 1:2 beendete (28.). In der Folge wurde Wittenau stärker und drängte bis zur Pause und auch in weiten Strecken von Durchgang zwei auf den Ausgleich.
Die wohl größte Möglichkeit, das Ergebnis zu egalisieren ergab, sich in der 51. Spielminute: Lübars-Keeper Steffen Rehnisch parierte jedoch zweimal glänzend, zunächst gegen Davut Akkus und Sekunden später gegen Govinda Gutierrez Sierra. Das Reinickendorfer Derby wurde in der Schlussphase hektisch, zumal Lübars Miles Teuber die Riesengelegenheit zur Entscheidung in der 67. Minute vergab. Der TSV konnte sich für den großen Kampf am Ende nicht mehr belohnen. In der Nachspielzeit verpasste Pirinthan Sivharan seinen zweiten Torerfolg und damit den Ausgleich. Der 1. FC Lübars brachte die 2:1-Führung über die Zeit und darf damit das Double aus Berliner Meisterschaft und Pokalsieg bei den 7er Herren feiern.
Trotz 110-minütiger Unterzahl: Hertha 03 gewinnt Elfer-Krimi
Im zweiten Akt des langen COSY-WASCH Landespokal-Finaltags kam es bei den Unteren Herren zum Duell zwischen Viktoria Berlin III und dem FC Hertha 03 III. Im Steglitz-Zehlendorfer Bezirksduell kam Hertha 03 besser aus den Kabinen. In der 7. Spielminute war es Noah Maas, der zur 1:0-Führung vollstreckte. Trotz der sommerlich-heißen Temperaturen nahm sich das Spiel keine Verschnaufspause und es ging direkt furios weiter: Wegen eines groben Einsteigens sah Zehlendorfs Moritz-Ruben Jänsch von Schiedsrichter Hassan Jallous die rote Karte und musste von draußen zusehen, wie die Viktoria besser in die Partie kam (9.). Nach 17 Minuten mündete ein Angriff der Himmelblauen in einem Handelfmeter, den Panagiotis Vlachonikolos souverän verwandelte. Zehn Minuten vor der Pause jubelten dann erneut die Fans von Hertha 03 – aber nur für einen kurzen Moment. Der vermeintlich zweite Treffer von Noah Maas wurde jedoch aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels aberkannt.
Nach der Halbzeit fiel dann das 2:1 – allerdings auf der Gegenseite für den FC Viktoria. Panagiotis Vlachonikolos zirkelte einen Freistoß herrlich in den Winkel und markierte so seinen zweiten Treffer des Tages (48.). Die Zehlendorfer ließen sich trotz des erneuten Rückschlags nicht aus der Ruhe bringen und spielten mit zehn Mann eine starke Partie. Florian Ziegele prüfte Viki-Schlussmann Tom Voigt mit einem wuchtigen Flatterball aus der Distanz (57.). In der 69. Minute zielte sein Teamkollege Nathan Sarzynski genauer und schweißte das Spielgerät zum 2:2 ein. In der Folge hatte Hertha 03 trotz Unterzahl die besseren Möglichkeiten, bis zum Ende der regulären Spielzeit fiel jedoch kein weiterer Treffer.
Mit dem Halbzeitpfiff der Verlängerung bekamen die Zehlendorfer sogar die große Chance, auf 3:2 zu stellen: Paolo Rossi trat zum Strafstoß an, schoss diesen jedoch am Tor vorbei. Das Endspiel musste somit im Entscheidungsschießen seinen Sieger finden. In diesem wurde Hertha-Torwart Yannik Maas zum Helden, der zwei Elfmeter parieren konnte. Den entscheidenden zehnten Schuss vom Punkt verwandelte Leonard Falb zum 5:6 Endstand n.E.. Trotz Unterzahl seit der neunten Spielminute behielt Hertha 03 in der Hitzeschlacht den kühleren Kopf, gewann das Lokalderby und stemmte die Trophäe in die Höhe.
Dreifacher Senne schießt Inter zum Pokalsieg
Zum Abschluss des COSY-WASCH Landespokal-Finaltags am Pfingstmontag freuten sich die 2. Herren auf ihren Showdown. Die Spandauer Kickers II trafen auf den FC Internationale II. Der klassenhöheren Landesligist aus Schöneberg machte von Beginn an Dampf und setzte den Club aus der Kreisliga A unter Druck. 22 Minuten dauerte es, bis es auf den Rängen erstmals laut wurde: Nach einem klugen Steckpass traf Inters Joshua Senne zur 1:0-Führung. SpaKi verteidigte in der Folge sauber, konnte jedoch nur selten für eigene Akzente vor dem Tor sorgen. Kurz vor der Pause schlug der FC Internationale dann erneut durch Senne zu. Der 9er drückte eine flache Hereingabe per Grätsche zum 2:0-Pausenstand über die Linie.
Auch im zweiten Durchgang bestimmte der Landesligist das Geschehen, konnte die Führung zunächst aber nicht weiter ausbauen. Dies änderte sich erst nach 65 Minuten, als SpaKis Elias Wesner seinen Gegenspieler nur durch ein Halten stoppen konnte und für die Notbremse die rote Karte sah. Den anschließend fälligen Strafstoß verwandelte abermals Joshua Senne – der dritte Treffer des Inter-Torjägers am heutigen Tag. Auf der anderen Seite blieb den tapfer kämpfenden Spandauern kein Torerfolg vergönnt. Die vielleicht beste Gelegenheit hatte Steffen Sawallich, der den Ball nach Unordnung im Inter-Strafraum knapp am Pfosten vorbei stocherte (80.). In der Nachspielzeit setzten die Schöneberger den Schlusspunkt: Der eingewechselte Selim Häußermann umkurvte den Keeper und legte rüber zu Miguel Nunez-Von-Voigt, der nur noch einschieben musste. Mit 4:0 besiegte der FC Internationale II die Spandauer Kickers II und bejubelte den Gewinn des COSY-WASCH Landespokals.
Der BFV bedankt sich bei den Finalisten, den Schiedsrichtern, dem Organisationsteam des Spielausschusses und allen weiteren Helfer*innen und Unterstützer*innen, die diesen Endspieltag im COSY-WASCH Landespokal für alle Beteiligten unvergesslich gemacht haben.
Kategorien: Herren