Keine Zeit zum Durchatmen
Es war alles angerichtet: Bezirksderby im Pokal, bestes Fußballwetter, eine mit zwei lautstarken Fanlagern gefüllte Sportanlage und hochmotivierte, formstarke Teams. Als Schiedsrichter Rasmus Jessen die Partie anpfiff, schien die Stimmung bereits auf dem Höhepunkt zu sein, da stand das denkwürdige Acht-Tore-Spektakel erst noch bevor.
Angesichts der Portion Extra-Motivation vom Seitenrand brauchten beide Mannschaften nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen: die Sparta-Führung durch Meyer (9.) konterte 47-Kicker Graf umgehend, so dass es zur zehnten Minute bereits 1:1 stand. Gegen den Torreigen, der sich ab der 30. Minute ereignen sollte, war das jedoch noch gar nichts, denn nun überschlugen sich die Ereignisse: durch Hänsch (31.) und Schmüser (37.) ging Sparta mit zwei Toren in Front, ehe den Gästen durch Reiniger schnell der Anschluss gelang (39.), welcher nur eine Minute später durch die erneute Zwei-Tore-Führung der Gastgeber durch Tonk (40.) bereits wieder hinfällig war – 4:2 für den SV Sparta zur Halbzeitpause.
Der zweite Durchgang sollte eher von Spannung als von Spektakel geprägt sein. Die Gäste wollten sich ihren Bezirksnachbarn nicht geschlagen geben und investierten viel ins Spiel. Den Lohn gab es in der 55. Minute, als Gruber den 4:3-Anschlusstreffer markierte. Auf Seiten des 47er-Fanlagers wurden jetzt alle verfügbaren Daumen für den heiß ersehnten Ausgleich gedrückt. Das nächste Tor sollte allerdings wieder für den SV Sparta fallen: Gampe war es, der in der 70. Minute den Deckel für die Gastgeber drauf machte. Daran sollte auch eine späte Gelb-Rote-Karte Karte für die „Spartaner“ nichts mehr ändern. Mit 5:3 ging das Lichtenberger Pokalderby an das Team von der Fischerstraße, das sich im Anschluss gebührend von seinem Publikum feiern ließ.
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