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U15-Juniorinnen zu Besuch in Prag

Nachdem die Städte Paris, Prag und Berlin erstmals 2024 im Rahmenprogramm der Olympischen Spiele in Paris zum Hauptstädte-Turnier aufeinandertrafen und 2025 wir in unsere Stadt einluden, war es in diesem Jahr an der Zeit für die Berliner U15-Juniorinnen die tschechische Hauptstadt Prag zu besuchen. Insgesamt 14 Spielerinnen des Jahrgangs 2011 und zwei des Jahrgangs 2012, aus neun verschiedenen Vereinen, durften wertvolle Eindrücke auf und neben dem Platz sammeln. 

Neben zwei Turniertagen stand ein vollgepacktes Programm auf dem Plan. Am freien Tag wurde die Prager Burg, die Karlsbrücke und die Altstadt erkundet, zudem besuchten die drei Verbände das Spiel Sparta Prags am Abschlussabend. 

Spieltag 1: Berlin beißt sich in das Turnier 

Im Eröffnungsspiel zwischen Berlin und Paris konnten die Zuschauer*innen im Stadion SK Prosek zwei Teams mit offenem Visier sehen. Paris ging nach einer Halbzeit, die auch 5:5 hätte enden können, mit 1:0 in die Pause und legte kurz danach zum 2:0 nach. Die Berlinerinnen erspielten sich weiterhin konsequent Chancen – Emely Frers war die erste, die sie nutzte und die Pariser Torhüterin überwand. Kurz darauf war es die aufmerksame Amélie Doganer, die selbst den Ball in der gegnerischen Hälfte eroberte und 10 Minuten vor Schluss ausglich. Mit dem Abpfiff hatte Berlin noch die Chance das Spiel für sich zu entscheiden: die Pariser Torhüterin setzte sich jedoch im 1-gegen-1 durch. Im anschließenden Entscheidungsschießen (als Kriterium für eine eventuelle Punkt- und Torgleichheit) behielt Berlin die Nerven und gewann mit der siebten Schützin. 

Nur kurze Zeit später durfte Berlin gegen die Gastgeberinnen antreten und zeigte trotz frühen Rückstands eine ausgeglichene, wenn auch eher chancenarme erste Halbzeit. In Hälfte zwei mussten die Spielerinnen dem hohen Tempo aus beiden Spielen Tribut zahlen. Trotz guter Defensivleistung fielen noch drei weitere Tore für die Pragerinnen zum 0:4 Endstand. Ausschlaggebend für die Gegentore waren in erster Linie Unkonzentriertheiten im eigenen Ballbesitz. 

Das dritte Spiel des Tages zwischen Paris und Prag endete 3:0 für die Gastgeberinnen. 

Spieltag 2: Spiegelbild des ersten Tages

Am zweiten Spieltag stand direkt im ersten Match gegen Paris eine Vorentscheidung um Platz 2 an und die Frage, ob ein Angriff auf die Tabellenspitze noch möglich sein würde. Beide Teams schenkten sich wenig, wodurch sich eine temporeiche und zweikampfbetonte Partie entwickelte. Kleinere Chancen gab es auf beiden Seiten, das 1:0 für Berlin resultierte aus einem Elfmeter, den Amélie Doganer zwei Minuten vor der Halbzeit verwandelte. Diese Führung konnten die Berlinerinnen nicht über die Zeit bringen: Paris glich zehn Minuten vor Spielende aus, womit auch der zweite Vergleich in einem Unentschieden endete. 

Im zweiten Spiel des Tages trennten sich Paris und Prag 1:1. Damit war klar, dass Berlin das letzte Spiel gewinnen musste, um noch den zweiten Platz zu erobern. Hierfür fehlte es nicht an Motivation, am Ende allerdings an Kraft. Prag zeigte sich gegen die BFV-Auswahl souverän und blieb mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg im Turnier ungeschlagen.

Verbandssportlehrer Falko Grothe: 

„Wir hatten intensive Spiele mit hohem Tempo und hoher Zweikampfhärte, in denen unsere Spielerinnen mit Leidenschaft, Spielfreude und Teamgeist aufgetreten sind. In den engen Spielen gegen Paris hat uns jeweils der letzte Punch gefehlt, um die Spiele für uns zu entscheiden. Gegen Prag haben wir als Team alles auf dem Platz gelassen, mussten uns an diesen beiden Tagen allerdings dem besseren Team und verdienten Turniersiegerinnen geschlagen geben. Die Spielerinnen haben Berlin auf dem Platz, aber auch mit ihrer offenen und positiven Art neben dem Platz, hervorragend repräsentiert. Zudem war es für sie eine tolle Erfahrung, sich auf diesem internationalen Niveau messen, aber auch die Stadt und Leistungssportlerinnen aus anderen Ländern kennenlernen zu dürfen. Wir möchten uns bei dem Prager Verband für die Organisation und Möglichkeit bedanken.“ 

Torhüterin des Turniers wurde die Berlinerin Luise Sperfeld. Die beste Torschützin stellte Prag, die beste Spielerin des Turniers Paris. 

Die Spielerinnen wurden abgestellt von: 1.FC Union Berlin, BW Berolina Mitte, BW Hohen Neuendorf, FFC Berlin, Hertha BSC, Köpenicker FC, Nordberliner SC, RW Viktoria Mitte, Viktoria 1889 

Mit dem Turnier gehen die Berliner Auswahlteams in die Sommerpause. Weiter geht es für die Spielerinnen in den Sichtungen für die neuen Landesauswahl- und Förderkader.

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