Lange musste auf diese Begegnung gewartet werden, doch am Abend des 11. Junis war es endlich so weit: Im Endspiel des Nike Youth Cups der D-Junioren standen sich im Werner-Seelenbinder-Sportpark Hertha BSC und der Frohnauer SC gegenüber. Der FSC konnte sich im Halbfinale sowohl im ursprünglichen als auch im in Folge eines Verbandsgerichtsverfahrens nötig gewordenen Wiederholungsspiel durchsetzen, während sich die Herthaner über einen Elfmeterkrimi gegen Tennis Borussia ins Finale gespielt hatten. Es war also alles angerichtet für ein hochklassiges Endspiel, als Schiedsrichter Heinz Siebart und sein Gespann die Begegnung um 18:30 Uhr eröffneten.
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Hertha BSC eiskalt zum Pokalsieg
Beide Teams sofort auf Betriebstemperatur
Von Anpfiff an ließen beide Teams keine Zweifel daran aufkommen, dass sie es an diesem Abend auf den Pokalsieg abgesehen hatten und zurecht zu den besten Teams ihrer Altersklasse zählen. In einer sofort sehr umkämpften Partie waren es die Herthaner, ihres Zeichens offensivstärkstes Team der Berlin-Liga-Staffel, die die ersten guten Chancen zu bieten hatten. Nach nicht einmal vier Minuten setzte sich Luca Zorn stark auf dem rechten Flügel durch und passte in die Mitte, wo Emil Röver mit seiner Direktabnahme knapp den Dreiangel verfehlte. Nur fünf Minuten später fasste sich Leonard Niemeyer im Trikot der "alten Dame" ein Herz und zog aus der Distanz ab. Der Fernschuss knallte an die Latte, womit es beim 0:0 blieb (9.).
In der Folge bewies auch Ligakonkurrent und Tabellenführer Frohnau seine Offensivqualitäten. Moritz-Oliver Radom kam nach einem starken Konter und Zuspiel über Rechtsaußen zentral zum Abschluss, setzte seinen Torversuch allerdings wenige Zentimeter zu hoch an (11.). Die gefährlichste Chance der ersten Hälfte bot sich den Frohnauern in der 27. Minute, als der Ball nach einem Freistoß aus dem Getümmel auf den Kasten kam, Hertha-Keeper Purka aber parieren konnte. So ging eine enge erste Halbzeit mit leichten Vorteilen für die Hertha torlos in die Pause.
Frohnau glücklos, Hertha abgezockt
In den zweiten Durchgang starteten die Frohnauer wie die Feuerwehr! Binnen weniger Minuten boten sich den Nordberlinern genug Chancen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Zunächst tankte sich Damian Bade über links durch und passte in die Mitte, wo Christos Karapetian im letzten Moment entscheidend beim Abschluss gestört wurde und den Ball letztlich im Liegen knapp am Pfosten vorbeispielte (31.). Nur eine Minute darauf kam Moritz-Oliver Radom aus halblinker Position zum Schuss, sein wuchtiger Abschluss wurde jedoch pariert. Sekunden später boten sich Frohnau in einer Mehrfachchance erneut die Möglichkeiten, das Spielgerät zur Führung im Kasten unterzubringen, es war jedoch immer ein Fuß dazwischen, ehe der letzte Abschluss knapp über das Tor ging (32.).
Der bittere Chancenwucher aus Sicht der Frohnauer sollte sich schon bald in bester Fußballfloskel-Manier rächen: In der 36. Minute zog Herthas Jakob Araz aus halbrechter Position ab, FSC-Keeper Müller konnte den satten Schuss nur abtropfen lassen und exakt dort stand Luca Zorn goldrichtig und schweißte den Ball aus Nahdistanz in die Maschen – 1:0 für die Hertha! Damit hatten die Blau-Weißen das Momentum auf ihrer Seite. Keine fünf Zeigerumdrehungen später behauptete sich Emil Röver stark auf der linken Seite, spielte den Ball in die Mitte, wo erneut Zorn völlig frei stand und dem Frohnauer Schlussmann keine Chance ließ – 2:0 nach 35 Minuten!
Frohnau hatte damit ein ordentliches Brett zu bohren, sollte der Pokalsieg an diesem Abend noch gelingen. Aufgeben war jedoch keine Option und so kamen die Nordberliner durch Milan Winkler (47.) und Louis Däderich (50.) zu guten Gelegenheiten, welche jedoch beide nicht den Weg ins Tor fanden. Die Hertha hingegen war in diesem zweiten Durchgang vor dem Kasten eiskalt: In der 58. Minute setzte Leonard Niemeyer nach präzisem Zuspiel von links mit einem wuchtigen Flachschuss ins Frohnauer Gehäuse den Schlusspunkt dieses Spiels – 3:0-Erfolg und Gewinn des Nike Youth Cups der D-Junioren für Hertha BSC!
Der Berliner Fußball-Verband gratuliert den Herthanern herzlich zum Gewinn des Pokals. Ein Glückwunsch für eine starke Pokalsaison geht auch an den Frohnauer SC. Zudem sei allen Mitarbeitenden in Haupt- und Ehrenamt sowie des gastgebenden SV Tasmania Berlin gedankt, die mit ihrem Einsatz zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.
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