Jeder Fall ist individuell, es gibt daher für den Umgang kein allgemeingültiges Rezept. Grundsätzlich solltest du in der Situation deine eigenen Grenzen erkennen und das Wichtigste ist dein Handeln an den Wünschen der Betroffenen zu orientieren. Höre der Person zu und nimm sie ernst, kläre die Wünsche und Bedürfnisse, biete Unterstützung an und weise auf die Unterstützungsstrukturen des BFV, wie z.B. die Anlaufstelle und Ansprechpersonen, hin.
Es ist außerdem hilfreich, ein Gedächtnisprotokoll zu schreiben sowie den Vorfall über die Schiedsrichter*innen oder selbstständig, bei Bedarf anonym, an den BFV zu melden. Außerdem hast du die Möglichkeit in einem (sportgerichtlichen) Verfahren als Zeug*in auszusagen.
Vermeide es bei allem dich auf die grenzüberschreitenden Personen zu fokussieren sowie Täter-Opfer-Umkehr, Verharmlosung, Verschweigen oder Täter*innenschutz, in dem du versuchst Erklärungen für das Fehlverhalten zu finden.
Wenn bei deinem besuchten Spiel ein Ordner*innendienst vorhanden ist, kannst du auch diesen ansprechen. Schlussendlich besteht bei Vorfällen auch immer die Möglichkeit, eine Strafanzeige direkt bei der Polizei zu stellen.