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Berliner Schiedsrichter besuchen DFB-Campus

Vom 20. bis 22. März 2026 nahmen die Schiedsrichter Fynn Klette und Frank Tallner an einer Weiterbildung für Kreisschiedsrichter-Obleute (KSO) am DFB-Campus in Frankfurt am Main teil. Die bundesweite Veranstaltung unter der Leitung von Michael Bernhardt (DFB-Schiedsrichterausschuss) bot Teilnehmer*innen aus insgesamt zwölf Landesverbänden eine Plattform für fachlichen Austausch und Qualifizierung.

Fokus auf Kommunikation und Recht
Der erste Lehrgangstag widmete sich schwerpunktmäßig der „Praktischen Psychologie“. Der Psychologe Dr. Hilko Paulsen referierte über die Gestaltung von Kommunikation und Führung in den Bereichen Tagesgeschäft, Beziehungsmanagement, Veränderungsprozesse und externe Netzwerke. Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag von Alexander Stolz zu Rechtsfragen für Obleute, insbesondere zur Verantwortung sowie zu Rechten und Pflichten in der Verbandsarbeit.

Konfliktmanagement und gesellschaftliche Verantwortung
Am zweiten Tag vertiefte Dr. Paulsen das Thema Konfliktmanagement anhand von Fallbeispielen. Parallel dazu gab Stefanie Schulte (DFB-Abteilung Gesellschaftliche Verantwortung) wichtige Impulse zum Schutz vor interpersoneller Gewalt und zur Initiative „Safe Sport“. Im juristischen Teil des Tages wurden zudem spezifische Themen wie Datenschutz, Aufsichtspflicht, Haftung sowie Urheber- und Persönlichkeitsrechte praxisnah erörtert.

Aktuelle Entwicklungen im DFB-Schiedsrichterwesen
Udo Penßler-Beyer, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses, informierte die Teilnehmer über strategische Neuerungen:

  • 3. Frauen-Bundesliga: Einführung zur Saison 2026/27 inklusive der entsprechenden Schiedsrichter-Planung.

  • Jugend-Bundesligen: Aufstockung der Kader in der U19 und U17, um die Belastung der Unparteiischen zu steuern und Einsätze in den höchsten Landesklassen sicherzustellen.

  • U21-Liga: Vorrangiger Einsatz von Nachwuchs- und Perspektivschiedsrichtern.

Ein Rundgang durch den DFB-Campus, bei dem unter anderem der künftige Standort des Video-Control-Centers (ehemals „Kölner Keller“) besichtigt wurde, rundete das Abendprogramm ab.

Austausch und Best Practice
Der Abschlusstag begann mit einer digitalen Fragestunde mit Bundesliga-Schiedsrichter Robert Schröder, der Einblicke in administrative und praktische Abläufe im DFBnet gab. Den Abschluss bildete eine „Best-Practice“-Runde, in der die Teilnehmer erfolgreiche Konzepte zur Schiedsrichtergewinnung und Fördermaßnahmen aus ihren jeweiligen Kreisen vorstellten.

Fazit
Die drei Tage am DFB-Campus lieferten wertvolle Erkenntnisse und praktische Hilfestellungen für die künftige Arbeit in den Lehrgemeinschaften und Verbänden. Der Austausch über Landesgrenzen hinweg stärkte zudem die Vernetzung innerhalb der deutschen Schiedsrichterorganisation.

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